An die Schweizer

Von: , Frage gestellt am Mo, 10. Nov 2003

Hallo alle zusammen,
was heißt den"Schnurrägige" oder Schnörrigeige, war schwer zu verstehen????????!!!!!!!!!

War im Radio als Rätsel.
Gruß Marlis

23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten 0 hilfreich
    Re: An die Schweizer

    Hallo Marlis, was heißt den"Schnurrägige" oder Schnörrigeige, war schwer zu
    verstehen????????!!!!!!!!!
    = Mundharmonika.

    Schnurre = Klappe, Mund(werk)
    Giige = Geige

    MfG Peter(TOO)

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: An die Schweizer

      Genau! = Mundharmonika.

      Schnurre = Klappe, Mund(werk)
      Giige = Geige
      Mein Vater sagte: Goschenhobel!

      Fritz

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Danke Euch Zweien

        Fritz bringt mich wieder mal zum Lachen.

        Goschenhobel! super!!!!!!!!!1

        Gute Nacht
        Marlis

        • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
          Bayerisch ...

          ... liebe Marlies,

          hört sich das noch drastischer an: Fotznhobel (Fotzn = Gosche).

          Gruß
          Bolo2L

          • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
            Re: Bayerisch ...

            ... lieber Bolo2L
            Da bi i aber froh ka Bayer zu san? Richtig so?
            Und das ist bei Euch auch eine Mundharmonika?
            Nicht zu fassen.
            Übrigens hab ich jetzt mal Deine Vika gelesen und weiß nun um die Bedeutung deines Namens, der mir schon des öfteren aufgefallen ist.
            Gruß
            Marlis ohne "e"

            • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
              Re^2: Bayerisch ...

              ... lieber Bolo2L
              Da bi i aber froh ka Bayer zu san? Richtig so?
              da bin i aber froh koa echter baier zum sei Und das ist bei Euch auch eine Mundharmonika?
              Nicht zu fassen.
              naja, ein eher derber ausdruck- mundharmonika wird auch verstanden

              aufsehen erregst du damit auf jeden fall, sprich, es gehört nicht zum normalen umgangston

              hähä

            • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
              Re^3: Bayerisch ...

              Hallo, ihr Marlisen, Bolos und Rastas,

              meine Großmutter, die keine Wörter kannte für Geschlechtsverkehr, weibliches und männliches primäres Geschlechtsorgan, Monatsblutung außer "Sache" oder Gelumpe - im Dialekt: eis hotts a Sochn gmocht, ihr Sochn, sei Socher, deis Klumbat - hat ohne Zögern uns mit der Aufforderung: "Hoits einga Fautzn!" = "Haltet eure Sprechschlitz geschlossen!" zum Schweigen aufgefordert!

              Dass es einen länglichen Körperschlitz unterhalb des Bauchnabels gibt, hat sie vermutlich gewusst, aber systematisch ignoriert!


              Zu diesen Wort weiter unter noch mehr Details. Aber nur für reife erwachsene Menschen! ;-)
              Fritz



























              Fotze

              Substantiv Femininum Standardwortschatz tabuisiert (15. Jh.)

              Stammwort. Neben weiter verbreitetem und früher bezeugtem mhd. vut "Scheide", regional auch "Hintern", vgl. ne. (dial.) fud "Scheide, Hintern", anord. fud- "Scheide" (nur in Zusammensetzungen belegt).
              Wegen der schlechten Bezeugung läßt sich nicht festlegen, ob das -tz- von Fotze aus einer expressiven Geminate (g. *futt-) mit Lautverschiebung stammt oder aus einer s-Bildung (für das letztere könnte der Plural Hundsfötter zu Hundsfott sprechen; vgl. aber auch, daß Kilian fotte "cunnus" neben fotse "villus" hat). Für die Bedeutung von mhd. vut ist zunächst festzustellen, daß bei einem Nebeneinander der Bedeutungen "Scheide" und "Hintern" die letztere in der Regel die ursprünglichere ist, weil die Wörter für "Scheide" stärker tabuisiert sind und deshalb im aktuellen Sprachgebrauch das Wort für "Hintern" (zumal wenn es mit "Oberschenkel" o. dgl. zusammenhängt) verhüllend dafür eintreten kann.
              Deshalb entspricht dem germanischen Wort auch am nächsten (allerdings auch mit Vokallänge und erst spät bezeugt, so daß die Ausgangsform nicht mit Sicherheit erschlossen werden kann) ai. pUtau m. "die beiden Hinterbacken", wozu die späteren indisch-arischen Sprachen (die pUta-, *budda-, *pucca- fortsetzen) Ausdrücke für "Hintern" und für "Scheide" bieten (falls die indischen Wörter historisch nicht zugehörig sind, zeigen sie zumindest diesen wichtigen Bedeutungsübergang). Vgl. auch it. polta "Scheide" (geschichtlich undurchsichtig). Weiter können verwandt sein: Gr. pyge "der Hintere, Steiß" (dagegen gehört l. pOdex m. in andere Zusammenhänge), gr. (Glosse) pynnos m. "Hinterteil".

              Zu ig. *pu(e)- "dick, aufgeblasen", also "der Dicke" oder "die Dicken". Auf der anderen Seite weisen die späten deutschen Wörter in andere Zusammenhänge: Auffällig sind vor allem die reimenden Wörter für "Scheide" im Germanischen: neben *fut(t)- steht *put(t) in nschw. (dial.) puta, ofr. put(e), mndd. pute, rotw. Potz, österr. (Kärnten) Putze; mit -s(s)- anord. púss (bei Pferden), nschw. (dial.) puso, fr. puss, ndd. puse; (andersartig auch *kut(t)- in mndd. ndd. kutte, nndl. kut, me. cutte, ne. cut, nschw. kuta und mit -s- kusa).

              Häufiger stehen bei solchen Wörtern Bedeutungen wie "Kuß, Kußmund", "Schmollmund, Maul" usw. (s. hierzu auch Heinertz, der daraus ganz verfehlte Schlußfolgerungen zieht), wozu vermutlich auch bair. Fotze "Mund, Maul". Hier liegt eine auch in anderen Sprachen zu beobachtende Bedeutungsentwicklung von "dicke Lippe, Kußmund, Schmollmund" zu "Scheide, (Schamlippen)" vor, die letztlich auf den gleichen Ausgangspunkt "dick" (wie oben) zurückführt.
              Bei den deutschen Wörtern scheinen beide Entwicklungen (1. "dick" > "Hinter(backen)" > "Scheide" und 2. "dick" > "dicke Lippe" > "Scheide") eine Rolle zu spielen. Bei dem vermutlichen Ursprung von (ig.) *pu- "dick" aus einer Lautgebärde (s. hierzu Bausch) können auch lautähnliche Wörter anderer Sprachen zum Vergleich herangezogen werden (Cech. potka "Scheide", it. potta "Scheide" neben südfrz. poto "dicke Lippe", faire la potte "maulen" usw.).
              Johansson, K. F. ZVS 36 (1900), 352f.;
              van Helten, W. ZDW 10 (1908/09), 195-197;
              Sperber, H. Imago 1 (1912), 433f.;
              Heinertz (1927), 76-80;
              Melzer, G.: Das Anstößige in der deutschen Sprache (Breslau 1932), 14f.;
              Pisani, V. NPhM 80 (1979), 85-87;
              Meter, H. FS Vernay (1979), 215-243 (Metaphorik in den romanischen Sprachen);
              Müller, J.: Schwert und Scheide (Bern 1988), 64-76. indogermanisch iz

              Fötzel

              Substantiv Maskulinum (Schimpfwort, besonders für den Nicht-Einheimischen) peripherer Wortschatz schwz. (17. Jh.)Stammwort. Wie bair. Fetzel "nichtswürdiger Mensch", schwäb. Fetz "Lump, durchtriebener Kerl" (< 17. Jh.). Einerseits wohl als "Lump" zu Fetzen und schwz. Fotz "Zotte, Fetzen", dessen Zusammenhang mit Fetzen nicht ausreichend klar ist; andererseits schwer abgrenzbar gegen die Reihe Fößli (schwz.) "Lumpenkerl" - Fosse "Taugenichts, Faulenzer, Lump" - foß "faul, schwammig" - fosch, pfosch "faul" . Vgl. anord. fauskr "vermodertes Holz" und weiter wohl zu faul.

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^4: Bayerisch ...

              Hallo, lieber Fritz

              meine Großmutter, die keine Wörter kannte für
              Geschlechtsverkehr, weibliches und männliches primäres
              Geschlechtsorgan, Monatsblutung außer "Sache" oder Gelumpe -
              Wie ham wat denn? Ick hatte eijentlich nach ne Mundharmonika jefracht!!!!!
              Uhii, und wo sind wa gelandet? im Dialekt: eis hotts a Sochn gmocht, ihr Sochn, sei Socher,
              deis Klumbat - hat ohne Zögern uns mit der Aufforderung:
              "Hoits einga Fautzn!" = "Haltet eure Sprechschlitz
              geschlossen!" zum Schweigen aufgefordert!

              Dass es einen länglichen Körperschlitz unterhalb des
              Bauchnabels gibt, hat sie vermutlich gewusst,
              da hast de wohl Recht, sonst wärst de ja nich da. aber
              systematisch ignoriert!
              Aber das lieber Fritz, liegt sicher an der Generation

              Zu diesen Wort weiter unter noch mehr Details. Aber nur für
              reife erwachsene Menschen! ;-)
              aber auch die sind neugierig Gruß von der Marlis


























              Fotze

              Substantiv Femininum Standardwortschatz tabuisiert (15. Jh.)

              Stammwort. Neben weiter verbreitetem und früher bezeugtem mhd.
              vut "Scheide", regional auch "Hintern", vgl. ne. (dial.) fud
              "Scheide, Hintern", anord. fud- "Scheide" (nur in
              Zusammensetzungen belegt).
              Wegen der schlechten Bezeugung läßt sich nicht festlegen, ob
              das -tz- von Fotze aus einer expressiven Geminate (g. *futt-)
              mit Lautverschiebung stammt oder aus einer s-Bildung (für das
              letztere könnte der Plural Hundsfötter zu Hundsfott sprechen;
              vgl. aber auch, daß Kilian fotte "cunnus" neben fotse "villus"
              hat). Für die Bedeutung von mhd. vut ist zunächst
              festzustellen, daß bei einem Nebeneinander der Bedeutungen
              "Scheide" und "Hintern" die letztere in der Regel die
              ursprünglichere ist, weil die Wörter für "Scheide" stärker
              tabuisiert sind und deshalb im aktuellen Sprachgebrauch das
              Wort für "Hintern" (zumal wenn es mit "Oberschenkel" o. dgl.
              zusammenhängt) verhüllend dafür eintreten kann.
              Deshalb entspricht dem germanischen Wort auch am nächsten
              (allerdings auch mit Vokallänge und erst spät bezeugt, so daß
              die Ausgangsform nicht mit Sicherheit erschlossen werden kann)
              ai. pUtau m. "die beiden Hinterbacken", wozu die späteren
              indisch-arischen Sprachen (die pUta-, *budda-, *pucca-
              fortsetzen) Ausdrücke für "Hintern" und für "Scheide" bieten
              (falls die indischen Wörter historisch nicht zugehörig sind,
              zeigen sie zumindest diesen wichtigen Bedeutungsübergang).
              Vgl. auch it. polta "Scheide" (geschichtlich undurchsichtig).
              Weiter können verwandt sein: Gr. pyge "der Hintere, Steiß"
              (dagegen gehört l. pOdex m. in andere Zusammenhänge), gr.
              (Glosse) pynnos m. "Hinterteil".

              Zu ig. *pu(e)- "dick, aufgeblasen", also "der Dicke" oder "die
              Dicken". Auf der anderen Seite weisen die späten deutschen
              Wörter in andere Zusammenhänge: Auffällig sind vor allem die
              reimenden Wörter für "Scheide" im Germanischen: neben *fut(t)-
              steht *put(t) in nschw. (dial.) puta, ofr. put(e), mndd. pute,
              rotw. Potz, österr. (Kärnten) Putze; mit -s(s)- anord. púss
              (bei Pferden), nschw. (dial.) puso, fr. puss, ndd. puse;
              (andersartig auch *kut(t)- in mndd. ndd. kutte, nndl. kut, me.
              cutte, ne. cut, nschw. kuta und mit -s- kusa).

              Häufiger stehen bei solchen Wörtern Bedeutungen wie "Kuß,
              Kußmund", "Schmollmund, Maul" usw. (s. hierzu auch Heinertz,
              der daraus ganz verfehlte Schlußfolgerungen zieht), wozu
              vermutlich auch bair. Fotze "Mund, Maul". Hier liegt eine auch
              in anderen Sprachen zu beobachtende Bedeutungsentwicklung von
              "dicke Lippe, Kußmund, Schmollmund" zu "Scheide,
              (Schamlippen)" vor, die letztlich auf den gleichen
              Ausgangspunkt "dick" (wie oben) zurückführt.

              Bei den deutschen Wörtern scheinen beide Entwicklungen (1.
              "dick" > "Hinter(backen)" > "Scheide" und 2. "dick" >
              "dicke Lippe" > "Scheide") eine Rolle zu spielen. Bei dem
              vermutlichen Ursprung von (ig.) *pu- "dick" aus einer
              Lautgebärde (s. hierzu Bausch) können auch lautähnliche Wörter
              anderer Sprachen zum Vergleich herangezogen werden (Cech.
              potka "Scheide", it. potta "Scheide" neben südfrz. poto "dicke
              Lippe", faire la potte "maulen" usw.).
              Johansson, K. F. ZVS 36 (1900), 352f.;
              van Helten, W. ZDW 10 (1908/09), 195-197;
              Sperber, H. Imago 1 (1912), 433f.;
              Heinertz (1927), 76-80;
              Melzer, G.: Das Anstößige in der deutschen Sprache (Breslau
              1932), 14f.;
              Pisani, V. NPhM 80 (1979), 85-87;
              Meter, H. FS Vernay (1979), 215-243 (Metaphorik in den
              romanischen Sprachen);
              Müller, J.: Schwert und Scheide (Bern 1988), 64-76.
              indogermanisch iz

              Fötzel

              Substantiv Maskulinum (Schimpfwort, besonders für den
              Nicht-Einheimischen) peripherer Wortschatz schwz. (17.
              Jh.)Stammwort. Wie bair. Fetzel "nichtswürdiger Mensch",
              schwäb. Fetz "Lump, durchtriebener Kerl" (< 17. Jh.).
              Einerseits wohl als "Lump" zu Fetzen und schwz. Fotz "Zotte,
              Fetzen", dessen Zusammenhang mit Fetzen nicht ausreichend klar
              ist; andererseits schwer abgrenzbar gegen die Reihe Fößli
              (schwz.) "Lumpenkerl" - Fosse "Taugenichts, Faulenzer, Lump" -
              foß "faul, schwammig" - fosch, pfosch "faul" . Vgl. anord.
              fauskr "vermodertes Holz" und weiter wohl zu faul.

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Du Ärmste!

              Wie ham wat denn? Ick hatte eijentlich nach ne Mundharmonika
              jefracht!!!!!
              Uhii, und wo sind wa gelandet?
              Jetzt kannst du also nie wieder Mundharmonike spielen oder eine Mundharmonika spielen hören, ohne an all diese Dinge denken zu müssen! ;-}

              Fritz



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