Aussprache des Vornamens Anke

Von: , Frage gestellt am Fr, 28. Nov 2003

Hallo,

normalerweise spricht man den Namen Anke ja etwa so aus: Ang-ke. Jetzt habe ich gehört, dass jemand mal Ann-ke gesagt haben soll. Wo spricht man denn so?

Vielen Dang-k!

Zerni

32 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Aussprache des Vornamens Anke

    Hallo, Zerni,

    Anke ist das norddeutsche "Ännchen" und es hängt wohl von den regionalen Sprachgewohnheiten ab, wie es ausgesprochen wird.
    Ich kann also keine Präferenz für eine Aussprache sehen.

    Fritz

    • Antwort von nach 11 Stunden 2 hilfreich
      Nachgefragt:

      Hallo Fritz!

      Fragte man im ganzen deutschsprachigen Raum an Sprech- oder Schauspielschulen nach, wie man "Anke" ausspricht - bekäme man unterschiedliche Antworten?

      Hanna,
      die sich oft wundert, dass "Balkon" von den Deutschen nicht wie "Balkohn" sondern wie "Balkong" ausgesprochen wird.

      • Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
        Re: Nachgefragt:

        Ann-Ke habe ich so deutlich noch nie gehört und ich stamme gesamtdeutsch gesehen ja durchaus aus nördlichen Gefilden.

        Aber bei anderen Namen kenne ich das auch...René z.B....das spricht man bei mir zu Haus mit einem stimmlosen e am Anfang und der Betonung auf dem letzen e also etwa R'neee, hier in Sachsen sagen die Leute auch in gebildeten Kreisen Rännee. Hat mich anfänglich etwas irritiert.

        Balkong...klar, ich dachte immer das wäre aus dem französischen, wir sagen auch Ballong, Kartong, Betong u.s.w...

        Das erinnert mich jetzt an ein befreundetes Ehepaar meiner Großeltern..die hießen in meinem Ohren immer Pieknon...fast jeder sprach den Namen so aus, manche von den Alten sagten aber auch Piechnon. Bis denen ein Arzt mal erzählte, sie müßten doch doch anders ausgesprochen werden, schließlich schrieb sich ihr Name Pignon, das wäre sicher hugenottisch...und der Champignon würde doch auch nicht so ausgesprochen. Fortan wollten die beiden nur noch Pienjong heißen. Eine Geschichte, die natürlich auf jedem Kaffeekränzchen diskutiert wurde. ;-)

        Gruß Maid [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^2: Nachgefragt:

          Pieknon...auch Piechnon. Name Pignon, das wäre sicher
          hugenottisch...
          Hallo Maid,

          hierzu kann sicher Prof. Udolph von der Uni Leipzig Auskunft geben. Er ist der einzige deutsche Professor für Onomastik/Namenskunde; sh. hier:
          http://www.3sat.de/nano/cstuecke/50314/

          Viele Grüße: Zerni

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^3: Nachgefragt:

            Pieknon...auch Piechnon. Name Pignon, das wäre sicher
            hugenottisch...
            Hallo Maid,

            hierzu kann sicher Prof. Udolph von der Uni Leipzig Auskunft
            geben. Er ist der einzige deutsche Professor für
            Onomastik/Namenskunde; sh. hier:
            http://www.3sat.de/nano/cstuecke/50314/

            Hallo Zerni,

            ich danke Dir für den Link...meine Erzählung hatte aber mehr anekdotischen Charakter, für die Familie Pignon dürfte eine Auflösung zu spät sein, weil die beiden nicht mehr leben. Kinder hatten sie keine und sonstige Verwandschaft kenne ich nicht.

            Eine Anfrage an die Leipziger Uni habe ich übrigens in eigener Sache schon mal gestartet (die Familie meines Stiefvaters hat einen recht interessanten Familiennamen, dessen Herkunft eindeutig regional eng begrenzt ist, aber sonst nicht erklärbar), zwar bekam ich eine umgehende freundliche Teil-Antwort (dabei ging es darum, ob der Name slawischen Ursprungnes sein könnte), für weiterführende Angaben wird aber ein Angebot gemacht, daß etwas kostet. Kann ich zwar verstehen, aber da fragt man natürlich nur, wenn das Interesse sehr groß ist. Da ich aber keine Ahnenforschung betreibe habe ich damals verzichtet, zumal am Ende womöglich nur die Erkenntnis steht, daß dieser Name vielleicht irgendwann mal durch Schreibfehler entstanden ist <gg>.

            Gruß Maid :-)

      • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
        Re: Nachgefragt:

        Hallo, Hanna! Fragte man im ganzen deutschsprachigen Raum an Sprech- oder
        Schauspielschulen nach, wie man "Anke" ausspricht - bekäme man unterschiedliche Antworten?
        Wohl nicht, wenn man sich noch an "Siebs, Deutsche Bühnensprache und Hochsprache" hält. Dort und auch im "Ausspracheduden" ist Ang-ke als Norm amgegeben.

        Für "Balkon"
        sind die Formen "Balkong, Balkoo und Balkoon" möglich.

        Gruß Fritz, der sich über einige Aussprachemarotten der Österreicher oder auch der Norddeutschen auch immer wieder amüsiert. Das Tunell z.B. oder der Dschunalist und das Parföng.

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^2: Nachgefragt Tunell?

          Hallo Fritz, ... Fritz, der sich über einige Aussprachemarotten ...
          der Norddeutschen auch immer wieder
          amüsiert. Das Tunell z.B. ...
          Der Norddeutschen ??? Das glaube ich jetzt aber nicht. Hast Du jemals einen Hamburger "das Elb-Tunell" sagen hören?

          Aber bestimmt hast Du schon jede Menge Schwaben "das Wagenburg-Tunell" sagen hören.

          Andernfalls würde es sich auch gar nicht reimen:

          Zwischa Schtuag'rt on Canschtatt do schtoht a Tunell,
          we'mr neifahrd, wird's donggl, we'mr rauskommd, wird's hell!


          Holladiho Gudrun
          (keine Ahnung, was das bedeutet, wird schon nix Schlimmes sein!)

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^3: Nachgefragt Tunell?

            Holladiho, Gudrun!

            Du hast mir die Österreicher aus dem Text gelöscht.

            In einem stilistisch sehr wohl überlegten Parallelismus hatte ich "Österreicher" und "Tunell" und "Norddeutsche" und "Tschurnalist und Parföng" einander zugeordnet.

            Was dich bewog, die wohl durchdachte Konstruktion aufzulösen, kann ich nur vermuten.

            Dass auch Schwaben, als zur obberdeutschen Dialektgruppe gehörig, "Tunell" sagen können und nach dem Stück unsterbliche Volkslyrik, das du zitiertest, auch tun, habe ich nicht erwähnt, weil Hanna eben Österreicherin ist.

            Es wird dich auch nicht wundern, dass der Duden diesen Eintrag enthält:

            Tu|nell, das; -s, -e (südd., österr., schweiz.): Tunnel.


            Beste Grüße Fritz

            Kennst du auch die Strophe mit "Kapell"?

            • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
              Re^4: Nachgefragt Tunell?

              Hallo Fritz,
              also Kurpfalz gehoert nicht zu den oberdeutschen Dialekten, oder?
              Aber bei uns ist es trotzdem das "Tunell", zumindest bei den Aelteren,
              die Juengeren tendieren zu "der Tunnel".

              Gruesse, Elke



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