Übersetzung in die 'Fremdsprache' Bayerisch *lol*

Von: , Frage gestellt am Mi, 9. Mai 2001



Hi, liebe Dialekt-Experten,

wie würde ein Bayer (ich weiß, es gibt dort viele Dialekt-Varianten) in etwa sagen:

Wie wunderschön, dass es dich gibt, Du himmlisches Geschenk! (oder: Geschenk des Himmels)?

Würd mich riesig freuen, wenn mir das jemand verraten könnte!

Schon mal herzlichen Dank
und Grüß Gott (ist wohl nur Begrüßung - oder? - egal!)
Désirée

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 48 Minuten 1 hilfreich
    Re: Übersetzung in die schöne Sprache Bayerisch

    Er würde es natürlich auch so sagen:
    Wie wunderschön, dass es dich gibt, Du himmlisches Geschenk!
    (ich nehme an Du meinst damit die baierische (bayerische) Sprache ;o)



    Oder gesprochen eher so:
    Wia wunda_scheh dos di gibd, Du himmlisch Gscheng!

    Da es natürlich verschiedene baierische Dialekte gibt, erhebe ich keinen Anspruch auf Originalität. Da ich selbst den "münchnerisch baierischen Dialekt" spreche.

    CU Fr@nkie

    • Antwort von nach 56 Minuten 1 hilfreich
      Re^2: Übersetzung in die schöne Sprache Bayerisch

      Wia wunda_scheh dos di gibd, Du himmlisch Gscheng!
      Mai, Frankie,
      do dad i mi scho a weng scheniern, wenn i des sogn miassat! Sowos sogt doch koa Mensch! Und a Mensch scho gor net!

      Nochat ehra scho: "Mai, bin i froh, dos di gibt! Des kimmt ma fuur wiera Wunder!"

      Servas
      Eckard.

      • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
        Danke auch für diese schöne Variante, Eckard!

        Wia wunda_scheh dos di gibd, Du himmlisch Gscheng!
        "Mai, bin i froh, dos di gibt! Des kimmt ma fuur wiera Wunder!"
        Ich schäme mich kein bißchen. *lol* Kenne etliche "himmlische Geschenke", und ich sag das dann auch!

        Scheinst ja auch eines zu sein! *lol* Aber I sag's nit! Wegn schenieren (nit I - Du) und weil Di ang'macht fühlen könntest.

        Hab mich jedenfalls sehr gefreut, und nun kann ich dem "bayerischen himmlischen Geschenk" mal dieses, mal jenes sagen bzw. schreiben!

        Danke, Du hast bzw. Ihr habt mir sehr geholfen!
        Und ich hab mich sehr darüber gefreut!
        Tschauuuuuuu
        Desirée

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Danke,Danke,Super,Frankie -hab Bayern gemeint*lol*


      Jo mei, hab mich narrisch und unbandig g'freut! Daaaanke!

      Pfundig - wirklich pfundig!

      Bist so liab!

      Einen schönen Tag
      und viele Grüße
      Desirée

  2. Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
    no oans ;-)



    Wie wunderschön, dass es dich gibt, Du himmlisches Geschenk!
    (oder: Geschenk des Himmels)?

    Mei, wos dad i ohne di, du bist wiara Stern vom Himme!
    (sehr frei...)

    Gruß
    d'Uschi ;-)

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Danke Uschi! *Freude* Dös is a scheeen! Sehr schön


      Hallo Uschi,

      herzlichen Dank! Kann ich auch sehr gut gebrauchen, denn nun habe ich größere Variationsmöglichkeiten! Hab mich sehr gefreut!

      Bisher habe ich des öfteren gesagt:

      Jo mei, wenn I Di net hätt, dös wär arg!

      Mag nicht ganz exakt dem Landstrich entsprechen. Ist aber verstanden worden! *lol*

      Have a wonderful time, dear Uschi
      Et Desirée

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Übersetzung in die 'Fremdsprache' Bayerisch *l

    Hallo

    "Schä, daß's de gibt, sunst dad ma wos o'geh" oder "Engerl du" wenns schon was himmlisches sein soll.
    Bayern sind üblicherweise nicht sehr großzügig im sprachlichen Ausdruck ihrer Gefühle. Für den, bei dem die höchste Liebeserklärung darin besteht zu sagen "i mog de fei" oder "du bist a ganz a megade" der würde ein Wort wie Wunder in diesem Zusammenhang kaum benutzen. Außer wir haben es da schon mit einem etwas zivilisierteren Exemplar dieser Gattung zu tun. Johanna [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Herzlichen Dank Johanna!Bin ein wenig nachdenklich


      Ich freue mich sehr, wieder eine so schöne bayerische Formulierung von Dir bekommen zu haben! Vielen, vielen Dank!

      Die Hinweise - nicht nur in diesem Forum - dass man dieses oder jenes im Bayerischen, Hessischen o. ä. nicht sagt, irritieren mich ein wenig! Wo bleibt der Individualismus? Man kann doch irgend etwas sagen, das evtl. noch nie gesagt wurde und gerade deshalb so ganz besonders schön ist. Es bedarf nur der Phantasie, und man wird vom Gegenüber sicherlich nicht empört zurückgewiesen mit dem Hinweis: „Solche Redewendungen sind hierzulande unüblich!“

      Wo wären nur all unsere wundervollen Dichter, wenn ihre Worte - mit dem Argument „unüblich“ - kein offenes Ohr gefunden hätten? Wie reizend ist doch: „Dir würde ich ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken!“ (keine übliche Redewendung) oder „Nur du wirst Sterne haben, die lachen können ....“

      So gesehen ist doch jedes nette, liebe Wort niemals unter dem Aspekt „üblich“ oder „nicht üblich“ einzustufen. Ich hoffe auch, dass ich meist „unüblich“ sein werde und dass ich auch nicht nur landläufig Übliches zu hören bekomme! Wenn wir keine „Worte wie Sterne“ hätten, wäre unsere Welt sehr, sehr arm!

      Liebe Grüße
      Ein schönes Wochenende
      und nochmals herzlichen Dank!
      Desirée

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re: Herzlichen Dank Johanna!Bin ein wenig nachdenk

        Die Hinweise - nicht nur in diesem Forum - dass man dieses
        oder jenes im Bayerischen, Hessischen o. ä. nicht sagt,
        irritieren mich ein wenig!
        Hallo, Desiree,
        Mundarten sind durch die Landschaft und die Menschen mit ihren gesellschaftlichen Eigen- und Besonderheiten geprägt.

        Wenn Du ein wenig in Deutschland herumkommst, wirst Du merken, dass es da erhebliche Unterschiede gibt:
        - den maulfaulen, schweigsamen Nordfriesen,
        - den vor Lebensfreude und Frohsinn übersprudelnden Rheinländer,
        - den durch einen strengen (gegenreformatorischen( Katholizismus geprägten Bayern .. usw.

        Natürlich sind das eigentlich unzulässige Verallgemeinerungen. Aber "when in Rome, do as the Romans" d.h. wer sich in eine Gesellschaft eingliedern möchte, tut gut daran, nicht ihre Tabus zu verletzen oder beharrlich "fremd" aufzutreten. Am Fremden wird nicht zuletzt Zurückhaltung geschätzt.

        Von daher wird man sich also, wenn man sich sehr "unüblich" ausdrückt, zunächst einmal Zurückhaltung bis Abwehr erfahren.

        Grüße Eckard.



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