Urzel/Orzel

Von: , Frage gestellt am Sa, 3. Dez 2011

Guten Abend,

ein Bekannter (Nordhesse) hat mal den Begriff Urzel oder Orzel (Orzel gesprochen, vermute aber eher mal Urzel), auf eine Rückfrage meinte er es würde ge/ver-trocknete Pflaume heißen.
Kennt den Begriff jemand und kann sagen ob das so stimmt?
Im Internet finde ich außer Nachnamen rein gar nichts dazu.

Gruß und Dank

Maldweister

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Urzel/Orzel

    Moin, Maldweister,

    ob's stimmt, weiß ich nicht, ich kenne aber Hutzelbrot, zu dem Dörrobst verarbeitet wird, und den Zwuzel - ein Kümmerling oder auch Magermilchkrüppel. Ein verhutzeltes Männchen kennt man sogar im Hochdeutschen.

    Gruß Ralf

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Urzel/Orzel

      Lieber Ralf!
      Ich darf Dir aber sagen, dass Hutzeln nicht - wie heute üblich - allgemein Dörrobst beschreiben, sondern ursprünglich nur und ausschließlich BIRNEN!
      Gruß und Kuss, der musencus (Altbaier)

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Urzel/Orzel

        Hallo,

        ....und das auch im Schwabenländle, siehe die Sage vom Stuttgarter Hutzelmännle.

        Es grüßt

        Der Daimio

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Urzel/Orzel

        Moin, musencus, Ich darf Dir aber sagen, dass Hutzeln nicht - wie heute üblich
        - allgemein Dörrobst beschreiben, sondern ursprünglich nur und
        ausschließlich BIRNEN!
        na ja, Sprache ist das, was gesprochen wird. Und wenn unsere Oma Bierabroad und auch Huzlbroad backt, wird sie schon wissen, was sie meint ;-)

        Gruß Ralf

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Urzel/Orzel

        Grüß Gott (Altbayer)
        da hast Du wohl Recht:
        ich zitiere den Bayerischen Sprachatlas:
        Hutzel als Bezeichnung für die "getrocknete Birne" ist seit dem Mhd.(hützel,hutzel) belegt. Das Verb hützeln bedeutet "zusammenschrumpfend dörren"
        Gruß Nastaly

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Urzel/Orzel

        Hallo, von Altbaier zu Altbaier:
        Wo im Bairischen sagt man zu den Kletzn Hutzel? Ich kenne das nur aus der Oberpfalz, als Huhzl.
        Kannst du darüber was mitteilen?
        Schönen Gruß!
        H.

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Urzel/Orzel

          Griaß di Hannes,
          Wo im Bairischen sagt man zu den Kletzn Hutzel?

          Wenn ich mir den Bayrischen Sprachatlas anschaue:
          ningascht. (nirgends)
          gedörrte Birnen: >Kletzn< Ober- und Niederbayern sowie von dort aus ganz wenig in d'Oberpfalz hinein.
          Aus dem Chiemgau kenne zwar eine "Hutzelbriah".Und diese Hutzelbriah ist eine sehr wässrige Obsttunke. Der Ausdruck wird aber auch für dünnsten Kaffee-Sud gebraucht.
          Scheena Gruaß
          Nastaly



          Ich kenne das nur aus der Oberpfalz, als Huhzl.
          Kannst du darüber was mitteilen?
          Schönen Gruß!

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Urzel/Orzel

            Guten Abend! Wo im Bairischen sagt man zu den Kletzn Hutzel?

            Wenn ich mir den Bayrischen Sprachatlas anschaue:
            ningascht. (nirgends)
            Wirklich? Nicht nindascht?
            Das kennt ja nicht einmal der SCHMELLER! Aus dem Chiemgau kenne zwar eine "Hutzelbriah".Und diese
            Hutzelbriah ist eine sehr wässrige Obsttunke.
            Tunke? Odulíawagod!

            Aus Kindheitserinnerungen an die Uawapfoalz kenne ich die von mir hartnäckig verschmähte süßsaure Huhzlbröü. Ich wüsste aber doch gern, was man dazu isst/aß. Vielleicht weiß das ja wer und sagt es uns.
            Das niederbayrische Klähznkoh ist wieder was ganz anderes.
            Schönen Gruß!
            H.

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Urzel/Orzel

              Guten Abend Hannes,
              Guten Abend! Wo im Bairischen sagt man zu den Kletzn Hutzel?

              Wenn ich mir den Bayrischen Sprachatlas anschaue:
              ningascht. (nirgends)
              Wirklich? Nicht nindascht?
              Das kennt ja nicht einmal der SCHMELLER!

              Ja klar, ningascht und wenn's da Schmeller nicht kennt, dann is a zwenig weit ummanand kemma.
              Aus dem Chiemgau kenne zwar eine "Hutzelbriah".Und diese
              Hutzelbriah ist eine sehr wässrige Obsttunke.
              Tunke? Odulíawagod!
              Jaduliawagod, Obsttunke, sollte Hochdeutsch sein, Dauch bzw. Hutzlbriahdauch sagen die Oidn noch im Oberen Achental. Das selbe bedeutend, jedoch noch ein ganz alter Ausdruck:"Zuaschloapf".Dazu isst, aß man Dampfnudln oder Kiache.
              Pfiat di
              Nastaly
              Aus Kindheitserinnerungen an die Uawapfoalz kenne ich die von
              mir hartnäckig verschmähte süßsaure Huhzlbröü. Ich wüsste aber
              doch gern, was man dazu isst/aß. Vielleicht weiß das ja wer
              und sagt es uns.
              Das niederbayrische Klähznkoh ist wieder was ganz anderes.
              Schönen Gruß!
              H.



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!