gotfried stutz - frage an die (deutsch)schweizer

Von: , Frage gestellt am So, 1. Jul 2001

der beliebte ausdruck --> für alles zu gebrauchen :-) des deutschschweizers, wo kommt der eigentlich her ??? gab es den herren mal ?
fred

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
    Re: gotfried stutz - frage an die (deutsch)schweiz

    der beliebte ausdruck --> für alles zu gebrauchen :-) des
    deutschschweizers, wo kommt der eigentlich her ??? gab es den
    herren mal ?
    fred
    hi fred!

    meiner meinung nach sind "gotfried stutz" und "gopf" nur eine mildere form des "gott verdammi". manche deutsche sagen z.b. auch "scheibe" anstatt "scheisse". man fängt eigentlich mit dem saloperen ausdruck an, korrigiert ihn aber noch während dem sprechen in die mildere variante (die eigentlich nichts sagen will).

    wie gesagt, das ist nur meine meinung; vielleicht wird mich unser spezialist, der fritz, eines besseren belehren ;-)

    cu

    laurent

    ps: 3 mal täglich kräftig fluchen kann so vor manchen kreislaufkrankheiten schützen... ;-))

    • Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
      Re^2: gotfried stutz - frage an die (deutsch)schwe

      Laurent meint zwar den anderen Fritz, aber dieser Fritz weiß, dass "Stutz" auch ein Wort für den Schweizer Franken ist, so dass Gottfried Stutz neben dem Fluch auch eine pekuniäre Assoziazon zulässt.

      Fritz

      • Antwort von nach 5 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: gotfried stutz - frage an die (deutsch)schwe

        nein, nein, ich dachte sehr wohl an unseren lieben fritz ruppricht, der mindestens 10 nachschlagewerke neben ihm liegen hat :-)

        cu

        laurent [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 10 Stunden 2 hilfreich
          Re^4: gotfried stutz - frage an die (deutsch)schwe

          Also wirklich. Laurent, musst du solche Sachen ausplaudern? Und woher weißt du? Und sie liegen nicht nicht neben mir, sondern stehen fein säuberlich geordnet im Regal.

          Den "Gopfried Stutz", so klingt er meist, wenn er ausgesprochen wird, kennt man ja wohl aus dem Lied: Grüezi wohl, Frau Stirnima´.

          Da fragt der Sänger: "Ja, bin ich, Gopfried Stutz!, ein Kiosk oder bin ich etwa ´ne Bank ...?"

          Das lässt wenigstens zwei Interpretationen zu:

          Fluch: Ja verdammt noch mal! bin ich ....

          Oder es ist der vorgeblicher Name des Sängers, der an Fluch und Geld denken lässt.

          Gruß Fritz

          • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: gotfried stutz - frage an die (deutsch)schwe

            aber, aber, mein lieber fritz!

            da haben wohl deine nachschlage-werke versagt:

            das lied "bin ig eigentlech e kiosk" ist von polo hofer, "grüezi wou frou stirnema, wie läbet si was gäbet si, wie geits euem ma..." ist meines wissens nicht vom selben sänger (könnte von cabaret rotstift sein?). zumindest sind es zwei verschiedene lieder.

            und ich denke nicht, dass polo hofer der ursprung des gopfried stutz ist.

            servus

            laurent

            • Antwort von nach 20 Stunden 3 hilfreich
              Du hast so Recht,

              lieber laurent,
              aber das ist nicht die Schuld der Nachschlagewerke. Vielmehr habe ich nicht nachgeschlagen, sondern mich auf mein Gedächtnis verlassen, das aber seit einiger Zeit bisweilen irrt.

              Also hier mit Hilfe von Google gefunden:

              Kiosk
              Text & Musik: Polo Hofer
              Anmerkung: Das Lied klingt sehr ähnlich wie "Dixie Chicken" von Little Feat

              Är sammli für ne guete Zwäck, seit dä Fritz, wo vor mer steit
              derby muesi sälber sammle, we das so wyter geit
              Si wei aui öppis vo mer, ds Militär u ds Stüürbüro
              obschon si ersch grad chürzlech hei my Zahltag übercho

              Nachhär heisst's i myre Stammbeiz: Du zahl mer no es Bier
              aber i weis nid wohär näh, i bi ja schliesslech sälber stier
              Und da chunnt scho wider eine, wott es Zigarette näh
              Natürlech isch's my Letschti gsy, unes Füür hanem ou no gäh

              Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
              Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?
              Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
              Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?

              Ja, da chunnt sone wilde Hippie mit gflickte Hosebei
              u fragt mi überfründlech: Säg, hesch mer nid zwe Schtei?
              U chuum zäh Meter wyter, da quatscht mi eine aa,
              es läng em nid für ds Busbillet, öb är chönnt es Füffzgi ha

              Un i chätsche mi Chätschgummi, da lacht mi es Meitli aa,
              lat d Wimpere la klimpere u seit: Darf i eine ha?
              Äs wüssi nid wo pfuuse, öb's vilich gieng bi mir?
              Aber si hei mer doch grad kündet, i stah sälber vor der Tür

              Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
              Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?
              Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
              Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?


              Die Minstrels
              GRÜEZI WOHL Album: (unknown album)
              Ja
              Grüezi wohl
              Frau Stirnimaa
              säged Si wie läbed Si
              wie sind Si au so draa?
              Grüezi wohl
              Frau Stirnimaa
              säged Si wie läbed Si
              wie gaht's däm ihrem Maa?
              Ja
              Grüezi wohl
              Frau Stirnimaa
              säged Si wie läbed Si
              wie sind Si au so draa?
              Grüezi wohl
              Frau Stirnimaa
              säged Si
              wie sind Si au so draa? Hi!
              Jaei!


              Auch ich denke nicht, dass Gottfried Stutz eine Erfindung von Hofer ist. Der hat einen stehenden Ausdruck aufgegriffen und in seinen Kontext eingesetzt.

              Beste Grüße Fritz

            • Antwort von nach 21 Stunden 4 hilfreich
              wir kommen der wahrheit näher

              also, lieber fritz!

              ich habe mein berndeutsches wörterbuch (6. auflage von 1997) zur hand genommen - hätte ich übrigens schon lange vorher machen können :-))

              Gott m., (...) 5. Ausrufe des Zorns, der Entrüstung (derb): Däm wei mer zeige, wo Gott hocket! My GotthockaBode! My Gotts Seel! My Gottstüüri! Gottverdechel, Gottverdeli, Gottvertoori! Dabei wird meist "gopf-" gesprochen.

              Gottfriedstutz wird zwar nicht erwähnt, läuft aber wohl unter denselben begriffen...

              cu

              laurent

            • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
              Re: hoi zäme

              soll das bedeuten, dass die berner ihren dialektausdruck den anderen schweizern "auf's aug gedrückt" haben ? denn, soweit ich weiss, ist freund "gottfried" ja nicht nur im berner dialekt anzutreffen... :-)) - die schw. dialekt-site brachte mich auch nicht weiter.
              merci. fred

            • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
              Bin ganz deiner Ansicht!

              Vielleicht müsstest du noch unter Stutz nachschlagen.
              Fritz



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