1.... Bundeswehrreform?

Von: , Frage gestellt am Sa, 5. Mai 2001

Ja ganz was neues...
Hallo allerseits

Also, gleich mal in die Vollen:
Wie sollte eine "Neue Bundeswehr" aussehen...
Für welche Art Einsätze sollte sie gerüstet sein..

Meinungen erbeten...

Gruß
Mike

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Minuten 0 hilfreich
    Donnerwetter

    Hi Michael,

    schnell reagiert. Neues Brett und schon gepostet. Obwohl ich seit 18.15 Uhr in www unterwegs bin, warst Du schneller. Herzlichen Glühstrumpf.

    Eine Antwort habe ich für Dich aber nicht. Erstmal.

    Gruß
    Christian

  2. Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
    Re: 1.... Bundeswehrreform?

    Servus Michael,

    als Pazifist wäre ich mit folgender weltweiten Miltärreform (gerade noch) einverstanden:

    Als einzige Waffe würde ich Spritzpistolen erlauben gefüllt mit reinem warmen Wasser (die Soldaten sollen sich ja weder verkühlen noch vergiften)

    Servus
    Herbert [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: 1.... Bundeswehrreform?

      Hallo Herbert,
      den Luxus ein Pazifist zu sein, kann man sich am besten in einer wehrhaften Demokratie erlauben. In Diktaturen ist es schon schwieriger...
      Wenn Wasserpistolen gegen die Saddam´s und Milosevic´s dieser Welt helfen würden, könnte ich Deine Meinung verstehen. Nun leben wir aber in einer Mediengesellschaft und dürfen die Augen nicht vor Massakern, egal wo, verschliessen. Und die Verhinderung ist meiner Meinung nach eine Aufgabe von allen.
      Gruß, Jörg O.G.

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: 1.... Bundeswehrreform?

        Servus Jörg,

        Du hast natürlich recht, aber manchmal erlaube ich mir den Luxus zu träumen, und wenn ich schon dabei bin, dann erträume ich mir gleich eine Welt in der die schlimmsten Waffen der Saddam´s und Milosevic´s Spritzpistolen sind...
        ... und sind nicht schon Träume wahr geworden?

        Aus den Träumen herausgerissen weiß ich selbstverständlich, daß wir die Augen nicht vor Massakern irgendwo auf dieser Welt verschließen dürfen...

        Servus
        Herbert [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Re: 1.... Bundeswehrreform?

    1. die wehrpflicht muss komplett abgeschafft werden. volkswirtschaftlich ist die verschwendung unserer "jungen resourcen", die widerwillig zum dienst antreten, sowieso eine katastrophe, und es verbleiben noch genuegend "kampfsaeue", die aus diversen gruenden diesen dienst freiwillig und gern ableisten.
    2. die armee muss europaeisiert werden. der vorteil ergibt sich bei niederen raengen dann, dass immer noch vorhandene vorurteile + ressentiments endgueltig abgebaut werden, wenn hollaender, deutsche und franzosen sich gemeinsam die wunden vom gewaltmarsch verbinden, und in den fuehrungsetagen wird eine gesamteuropaeische strategie sowieso unabdingbar notwendig sein.
    3. der auftrag der armee muss klar beschrieben werden: bis 1990 war das feindbild klar: boese kommunisten gegen uns gute, aber das neue weltbild erfordert kompliziertere denkweisen.
    der feind kommt nun daher, wo hunger und armut herrscht, und wir werden uns an den gedanken gewohnen muessen, dass die armee eingesetzt wird, leute zu erschiessen, die mal in ruhe nen schluck sauberes wasser trinken wollen.
    gruss
    khs

  4. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Re: 1.... Bundeswehrreform?

    Hi Mike! Wie sollte eine "Neue Bundeswehr" aussehen...
    Für welche Art Einsätze sollte sie gerüstet sein..
    Vor allem sollte die BW viel besser ausgerüstet sein, denn ihr momentaner Zustand ist ziemlich erbärmlich. Allerdings ist das bei diesem Etat bzw. dieser Truppenstärke nicht möglich. Zur Zeit ist die Truppe de facto zwiegespalten (Landesverteidigung-Auslandseinsätze). Während die Truppenteile, die für den Auslandseinsatz vorgesehen sind, ab und zu noch neues Material bekommen sieht es bei den Verbänden zur Landesverteidigung ganz düster aus.
    Die Weizäcker-Kommission hat vorgeschlagen die Gesamttruppenstärke auf ca. 240.000 Mann(Frau) zu senken, von denen dann ca. 140.000 für Auslandseinsätze zur Verfügung stünden. Das heißt, daß fast 50.000 Soldaten permanent im Ausland, sowohl für Friedensschaffende als auch für -erhaltende Aufgaben eingesetzt werden könnten (jeweils 4 Monate -z.Zt. oft 6 Monate).
    Auf der einen Seite könnte die Truppe besser ausgerüstet werden und die 2-Teilung würde aufgehoben. Desweiteren könnte die Bundesregierung ihre vollmundigen Versprechungen gegenüber ihren Bündnispartnern einlösen.
    Auf der anderen Seite würde dann wohl unweigerlich die Wehrpflicht fallen. Und da traut sich nunmal keiner ran (Gesundheitssystem?!). Außerdem stellt sich natürlich die Frage, ob Deutschland wirklich eine reine Interventionsarmee braucht...

    Die Alternative dazu wäre alles so zu lassen wie es ist und den Wehretat drastisch zu erhöhen. Aber das würde wohl eine breite Mehrheit der Bevölkerung (z.B. icke) kaum verstehen und bestimmt nicht Herr Eichel.
    Also sitzt der Scharping zwischen den Stühlen und macht deshalb gar nichts...

    JOE

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: 1.... Bundeswehrreform?

      Hi! Wie sollte eine "Neue Bundeswehr" aussehen...
      Für welche Art Einsätze sollte sie gerüstet sein..
      Vor allem sollte die BW viel besser ausgerüstet sein, denn ihr
      momentaner Zustand ist ziemlich erbärmlich. Allerdings ist das
      bei diesem Etat bzw. dieser Truppenstärke nicht möglich. Zur
      Zeit ist die Truppe de facto zwiegespalten
      (Landesverteidigung-Auslandseinsätze). Während die
      Truppenteile, die für den Auslandseinsatz vorgesehen sind, ab
      und zu noch neues Material bekommen sieht es bei den Verbänden
      zur Landesverteidigung ganz düster aus.
      Die Weizäcker-Kommission hat vorgeschlagen die
      Gesamttruppenstärke auf ca. 240.000 Mann(Frau) zu senken, von
      denen dann ca. 140.000 für Auslandseinsätze zur Verfügung
      stünden. Das heißt, daß fast 50.000 Soldaten permanent im
      Ausland, sowohl für Friedensschaffende als auch für
      -erhaltende Aufgaben eingesetzt werden könnten (jeweils 4
      Monate -z.Zt. oft 6 Monate).
      Auf der einen Seite könnte die Truppe besser ausgerüstet
      werden und die 2-Teilung würde aufgehoben. Desweiteren könnte
      die Bundesregierung ihre vollmundigen Versprechungen gegenüber
      ihren Bündnispartnern einlösen.
      Auf der anderen Seite würde dann wohl unweigerlich die
      Wehrpflicht fallen. Und da traut sich nunmal keiner ran
      (Gesundheitssystem?!). Außerdem stellt sich natürlich die
      Frage, ob Deutschland wirklich eine reine Interventionsarmee
      braucht...
      Diesen Ansatz untrstütze ich ebenfalls.
      Allerdings möchte ich die Sache noch etwas weiter spinnen und des weiteren vorschlagen, die Wehrpflicht abzuschaffen und eine Berufsarmee einzuführen.

      Diese Berufsarmee müsste kaum mehr als 200.000 Mann/Frau umfassen.
      Mit ordentlichemn Equipment ausgerüstet wären somit nach wie vor die notwendigen Auslandseinsätz möglich und die hier verbiebenen Soldaten sind ja dann besser ausgebildet und können sich auch zivilen Pflichten wie der Katastrophenhilfe widmen.

      Außerdem bin ich dafür, einen Flugzeugträger zu bauen, um die deutschen Werften (dezentrale Auftragsvergabe) zu unterstützen und den deutschen Anspruch auf technologische Weltmarktführerschaft weiter zu demonstrieren.

      Grüße,

      Mathias
      Die Alternative dazu wäre alles so zu lassen wie es ist und
      den Wehretat drastisch zu erhöhen. Aber das würde wohl eine
      breite Mehrheit der Bevölkerung (z.B. icke) kaum verstehen und
      bestimmt nicht Herr Eichel.
      Also sitzt der Scharping zwischen den Stühlen und macht
      deshalb gar nichts...

      JOE

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: 1.... Bundeswehrreform?

        Hi! Diesen Ansatz untrstütze ich ebenfalls.
        Allerdings möchte ich die Sache noch etwas weiter spinnen und
        des weiteren vorschlagen, die Wehrpflicht abzuschaffen und
        eine Berufsarmee einzuführen.
        Wär wohl das sinnvollste, aber den Übergang stell ich mir schwer vor. Wie kann man die vielen billigen Zivis ersetzen ohne die das Gesundheitssystem wohl zusammenbrechen würde? Aber das darf natürlich kein Grund sein, krampfhaft an der Wehrpflicht festzuhalten. Diese Berufsarmee müsste kaum mehr als 200.000 Mann/Frau
        umfassen.
        Das wär genau die richtige Grösse. Mit ordentlichemn Equipment ausgerüstet wären somit nach wie
        vor die notwendigen Auslandseinsätz möglich und die hier
        verbiebenen Soldaten sind ja dann besser ausgebildet und
        können sich auch zivilen Pflichten wie der Katastrophenhilfe
        widmen.
        Ganz deiner Meinung. Außerdem bin ich dafür, einen Flugzeugträger zu bauen, um die
        deutschen Werften (dezentrale Auftragsvergabe) zu unterstützen
        und den deutschen Anspruch auf technologische
        Weltmarktführerschaft weiter zu demonstrieren.
        Tja, ob sich das wirtschaftlich rechnet, weiß ich nicht - das müssten dann wohl ein paar Flugzeugträger sein. Es riecht auch ein bisschen nach Subventionspolitik, obwohl das andere Staaten ja auch machen...
        Man müsste dann noch darüber nachdenken, ob so ein FT politisch sinnvoll ist, da es sich doch um ein reines Interventionswerkzeug.

        Gruss,
        JOE

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: 1.... Bundeswehrreform?

          Hallo! Diesen Ansatz untrstütze ich ebenfalls.
          Allerdings möchte ich die Sache noch etwas weiter spinnen und
          des weiteren vorschlagen, die Wehrpflicht abzuschaffen und
          eine Berufsarmee einzuführen.
          Wär wohl das sinnvollste, aber den Übergang stell ich mir
          schwer vor. Wie kann man die vielen billigen Zivis ersetzen
          ohne die das Gesundheitssystem wohl zusammenbrechen würde?
          Aber das darf natürlich kein Grund sein, krampfhaft an der
          Wehrpflicht festzuhalten.
          Das kam falsch rüber, sorry.
          Natürlich würde ich die Pflicht zur Ableistung von Zivilidienst, auch für die Mädels, einführen.
          Eine soziale Aufgabe für 12 Monate zu erledigen ist für die Persönlichkeitsbildung sinnvoll und volkswirtschaftlich vertretbar. Diese Berufsarmee müsste kaum mehr als 200.000 Mann/Frau
          umfassen.
          Das wär genau die richtige Grösse. Mit ordentlichemn Equipment ausgerüstet wären somit nach wie
          vor die notwendigen Auslandseinsätze möglich und die hier
          verbiebenen Soldaten sind ja dann besser ausgebildet und
          können sich auch zivilen Pflichten wie der Katastrophenhilfe
          widmen.
          Ganz deiner Meinung. Außerdem bin ich dafür, einen Flugzeugträger zu bauen, um die
          deutschen Werften (dezentrale Auftragsvergabe) zu unterstützen
          und den deutschen Anspruch auf technologische
          Weltmarktführerschaft weiter zu demonstrieren.
          Tja, ob sich das wirtschaftlich rechnet, weiß ich nicht - das
          müssten dann wohl ein paar Flugzeugträger sein. Es riecht auch
          ein bisschen nach Subventionspolitik, obwohl das andere
          Staaten ja auch machen...
          Man müsste dann noch darüber nachdenken, ob so ein FT
          politisch sinnvoll ist, da es sich doch um ein reines
          Interventionswerkzeug.
          Genau das.
          Die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt sollte so etwas haben.
          Das ist ein rein psychologischer Faktor.

          Aber in diesem Punkt ließe ich evtl. mit mir reden, wenn wir wieder ein eigenes Flugzeug bauen würden.

          Grüße,

          Mathias



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