CRT-Monitor P815 Viewsonic

Hallo Leute,

seit 1 Jahr schien die 21-Zoll-Kiste heile zu sein, jetzt ist der Fehler wieder da: ich schreibe ohne der Blau-Kanone so richtig gelb-gün, komme mir schon halb chinesisch vor. Allerdings kommt ab- und zu mal wieder blau zurück, und es kann passieren, daß die Kiste stundenlang ein einwandreies Bild rausläßt. Spiel gerne an den Einstlellungen rum, wechsel den Port, entmagnetisiere, halt Masse an den Screen, sogar einen Ionisator habe ich jetzt wieder im Einsatz, manchmal scheine ich Erfolg zu haben, dann kippt Blau wieder weg. Es ist zum Mäusemelken.

Vermutlich ist es ein thermisches (aber warum käme dann das Bild mittendrin mal wieder), oder eher ein statisches Problem, oder ein Käbelchen in der Kiste (Kriechstrom oder so?), freilich auch eine kalte Lötstelle.

Voriges Jahr wurde also in der Endstufe ein Prozessor getauscht, der es laut Viesonic (Garantie längst abgelaufen, aber der Monitor ist sonst große Klasse und hat mal richig Geld gekostet) hätte sein können und die Kiste lief auch wieder.

Damals hat mich aber schon ein Techniker darauf hingewiesen, daß es auch ein Kabelstecker sein könnten, den wir bei der Reparatur auseinandergezogen und wieder zusammengesteckt haben, und der Prozessor gar nicht defekt war.

Diese Trial&Error-Methode wollte ich mir eigetnlich nicht mehr antun, Viewsonic führ das Modell nicht mehr (wollen einem freilich einen neuen verkaufen, was denn sonst?) und welchen Tipp gibt mir hier die Gemeinde?

Ich mag einfach nicht mehr gelb-grün sehen, sonst kriege ich noch Schlitzaugen :smile: Notfalls fahre ich meilenweit für einen Guru, der Monitor ist zwischen Kassel und Marburg/Lahn zuhause.

Gruß Richard

p.s.: Kompletter Schaltplan von Lange/Berlin vorhanden!

Hai Richard,

ich schreibe ohne die Blau-Kanone so richtig gelb-gün …
Allerdings kommt ab- und zu mal wieder blau zurück, und es
kann passieren, daß die Kiste stundenlang ein einwandreies
Bild rausläßt.

Das deutet auf ein thermisches prob. hin, den die thermische veränderung ist sogut wie das einzige was in einem stillstehenden gerät sich ändert.

Spiel gerne an den Einstlellungen rum, wechsel
den Port, entmagnetisiere, halt Masse an den Screen, sogar
einen Ionisator habe ich jetzt wieder im Einsatz,

Da es sich um einen hardwaredefekt handelt bringen softwareänderungen wenig.
Das Schutzglas ist ein hochqualitativer Isolator, irgendeine masseleitung in kontakt mit dem Schutzglas des CRT zu bringen bringt wenig.
Was ist ein > Ionisator Kabelstecker sein könnten

Hi Xtal,

zunächst mal schönen Dank für Dein ausführliches Posting (wirklich erfreulich):

Das deutet auf ein thermisches prob. hin, den die thermische
veränderung ist sogut wie das einzige was in einem
stillstehenden gerät sich ändert.

Nja, theoretisch kann auch ein Bauteil verrecken, glaube ich aber nicht; denn - wie gestern - läuft die Kiste fast einen ganzen Tag normal.

Da es sich um einen hardwaredefekt handelt bringen
softwareänderungen wenig.

Nein, am Treiber habe ich auch nichts geändert.

Das Schutzglas ist ein hochqualitativer Isolator, irgendeine
masseleitung in kontakt mit dem Schutzglas des CRT zu bringen
bringt wenig.

Das habe ich auch schon gemerkt: war wohl Wunschdenken des Verzweifelten.

Was ist ein > Ionisator Kabelstecker sein könnten

Hai Richard

Naja, nicht alle Bauteile mögen elektrostatische Aufladung,
deshalb gibts ja die Masse,
bzw Kondensatoren, bzw Filter um sowas abzufangen,
oder sehe ich das falsch?

Filterspulen und Kondensatoren werden von der elektrostatischen hochspannungsversorgung, ausser sie dienen mit dazu sie im CRT zu erzeugen, nicht weiter beinflusst, dafür sorgen die entwicklung-ing.s. Das massepotenzial hat mit der elektrostatischen hochspannungsversorgung im CRT auch nur soweit etwas zu tun, als das alle units in einem CRT, also auch die elektrostatische hochspannungsversorgung über sie die potenzial-basis erhalten. Ein effektiver schutz gegen elektrostatische hochspannung ist der abstand zur elektrostatischen hochspannungsquelle und als beste abschirmung ein faradyscher käfig in den, in frühen TV-Geräten die ‚bordeigene‘ elektrostatischen hochspannungserzeugung auch eingekapselt war.

Na hoffentlich kriege ich keinen gewischt: im Betrieb

Benutze einfach gummihandschuhe.
Aber es ist, ausser wenn du mit der hochspannungserzeugung oder dem inneren des netzteils in berührung kommst, eigentlich nur niederspannung im CRT, fast kein aktives bauteil in einem CRT arbeitet direkt mit der 230 volt hausnetzversorgungsspannung, ausser im netzteil.

weil dieses 21-Zoll-Ungeheuer kaum als Standard-Gerät zu
bezeichnen ist und auch so
richtig wiegt (schlappe 28 Kilo). Aber ich überlege,
wie ich den Stoß ggf mit einem
Gummihammer und Schaumstoff simulieren kann.

Dein moni. ist ein standartgerät.
Bei uns steht eine nichtstandartisierte (einzelanfertigung) industrie-bildwiedergabegeräte-phalanx die in der hauptsteuerungzentrale aller norddeutschen rechenzentren den bu.-länderübergreifenden status aller angeschlossenen rechenzentren bis auf routerebene darstellt. Es handelt sich um ein nicht-standart-gerät das aus 12 plasmabildschirmen besteht (3*4) von je 182 cm durchmesser, also zusammen 5.46 * 7.28 m gross sind und in der für sie speziell gebauten betriebsteuerungszentrale vor den wan-operatoren installiert wurde, um ein gesamtbild des wan-status abzubilden (preis 780.000 € und das war noch ein schnäppchen, alleine die steuerungrechner dafür kosten fast die hälfte)
Das mit dem gummihammer ist keine gute idea (sorry), denn du sollst erstmal alle komponenten des CRT einem mechanischen stresstest unterziehen, einzeltests kommen später.
Und der schaumstoff würde alles wieder dämpfen und damit ein _kein_ ergebniss erzielen.
Alternativ würde ich vorschlagen den moni. für den test auf den fussboden zu stellen und dort zu betreiben (bitte verlängerungskabel benutzen)

Ansonsten habe ich mal die Hotline bei ViewSonic angerufen:
Ja, über Telefon dürften sie keine Auskünfte geben… Und wozu
dann die Hotline da wäre, wollte ich wissen. Naja, für den
Kundendienst. Ach so, das nennt Ihr Kundendienst, indem Ihr
dem Kunden nicht dient… Kurzum: Außer einem Hinweis, ggf mal
das Videokabel zu wechseln (toll, gelle?) bekam ich immerhin
den Hinweis, daß mir jeder mittelgute TV-Techniker helfen
könnte, wenn ich die Schaltpläne hätte… auch was wert.

Schaltpläne gibt es hier:

http://www.schaltungsdienst.com/de/index.html

http://www.gmkelektronik.de/

Und das die hotlines nicht besonders gut sind ist oft so, deshalb gibt es ja uns hier :smile:

bye vom cristal

So einfach war das:

Hi Xtal,

die Simulation mit dem Gummihammer (ohne Schaumstoff dazwischen) oben links in die Ecke (vom Screen aus gesehen) hat genützt. Nun mal toi-toi- mal schauen, wie lange das gut geht…

Irgendwie erinnert mich das Ganze an einen Video-Clip im Netz, wo der User sein gesamtes Equipment zerlegt hat (war glaube ich in eiem Großraumbüro hinter so einer Sperrwand, wo er das Gelump „über die Reling“ warf.

Gruß Richard

++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Naja, nicht alle Bauteile mögen elektrostatische Aufladung,
deshalb gibts ja die Masse,
bzw Kondensatoren, bzw Filter um sowas abzufangen,
oder sehe ich das falsch?

Filterspulen und Kondensatoren werden von der
elektrostatischen hochspannungsversorgung, ausser sie dienen
mit dazu sie im CRT zu erzeugen, nicht weiter beinflusst,
dafür sorgen die entwicklung-ing.s. Das massepotenzial hat mit
der elektrostatischen hochspannungsversorgung im CRT auch nur
soweit etwas zu tun, als das alle units in einem CRT, also
auch die elektrostatische hochspannungsversorgung über sie
die potenzial-basis erhalten. Ein effektiver schutz gegen
elektrostatische hochspannung ist der abstand zur
elektrostatischen hochspannungsquelle und als beste
abschirmung ein faradyscher käfig in den, in frühen TV-Geräten
die ‚bordeigene‘ elektrostatischen hochspannungserzeugung
auch eingekapselt war.

Na hoffentlich kriege ich keinen gewischt: im Betrieb

Benutze einfach gummihandschuhe.
Aber es ist, ausser wenn du mit der hochspannungserzeugung
oder dem inneren des netzteils in berührung kommst, eigentlich
nur niederspannung im CRT, fast kein aktives bauteil in einem
CRT arbeitet direkt mit der 230 volt
hausnetzversorgungsspannung, ausser im netzteil.

weil dieses 21-Zoll-Ungeheuer kaum als Standard-Gerät zu
bezeichnen ist und auch so
richtig wiegt (schlappe 28 Kilo). Aber ich überlege,
wie ich den Stoß ggf mit einem
Gummihammer und Schaumstoff simulieren kann.

Dein moni. ist ein standartgerät.
Bei uns steht eine nichtstandartisierte (einzelanfertigung)
industrie-bildwiedergabegeräte-phalanx die in der
hauptsteuerungzentrale aller norddeutschen rechenzentren den
bu.-länderübergreifenden status aller angeschlossenen
rechenzentren bis auf routerebene darstellt. Es handelt sich
um ein nicht-standart-gerät das aus 12 plasmabildschirmen
besteht (3*4) von je 182 cm durchmesser, also zusammen 5.46 *
7.28 m gross sind und in der für sie speziell gebauten
betriebsteuerungszentrale vor den wan-operatoren installiert
wurde, um ein gesamtbild des wan-status abzubilden (preis
780.000 € und das war noch ein schnäppchen, alleine die
steuerungrechner dafür kosten fast die hälfte)
Das mit dem gummihammer ist keine gute idea (sorry), denn du
sollst erstmal alle komponenten des CRT einem mechanischen
stresstest unterziehen, einzeltests kommen später.
Und der schaumstoff würde alles wieder dämpfen und damit ein
_kein_ ergebniss erzielen.
Alternativ würde ich vorschlagen den moni. für den test auf
den fussboden zu stellen und dort zu betreiben (bitte
verlängerungskabel benutzen)

Ansonsten habe ich mal die Hotline bei ViewSonic angerufen:
Ja, über Telefon dürften sie keine Auskünfte geben… Und wozu
dann die Hotline da wäre, wollte ich wissen. Naja, für den
Kundendienst. Ach so, das nennt Ihr Kundendienst, indem Ihr
dem Kunden nicht dient… Kurzum: Außer einem Hinweis, ggf mal
das Videokabel zu wechseln (toll, gelle?) bekam ich immerhin
den Hinweis, daß mir jeder mittelgute TV-Techniker helfen
könnte, wenn ich die Schaltpläne hätte… auch was wert.

Schaltpläne gibt es hier:

http://www.schaltungsdienst.com/de/index.html

http://www.gmkelektronik.de/

Und das die hotlines nicht besonders gut sind ist oft so,
deshalb gibt es ja uns hier :smile:

bye vom cristal

Hallo Xtal,

nachdem Dich meine Mail offenbar nicht erreicht hat, hier in Kürze der Schlußbefund (den Gummihammer habe ich wieder weggepackt, weil ich auf Dauer nicht den Monitor zerdeppern wollte):

Dein Punkt 3) muß es sein:

  1. die von mir präferierte fehlerursache weil ich sie als
    Techniker sehr oft erlebt habe:
    Die kathode des Farb-Emitters für blau Inerhalb der Bildröhre
    sind durch den Elektronenausstoss oberflächenverschmutzt
    (warscheinlich versintert). Ob dies der fall ist lässt sich
    durch einen einfachen aber für den laien immer als sehr
    brutalen versuch feststellen:
    wärend des fehlerfalles also bei eingeschalteten gerät,
    kippe/hebe bitte den CRT kantig entweder nach vorne um 30-45
    grad oder nach hinten an und lasse ihn dann ungebrmst un frei
    wieder nach vorne/hinten fallen, einem standart-gerät kann
    dabei nicht weiter schlimmes passieren. Wenn sich dann durch
    diese mechanische belastung des ganzen gerätes eine änderung
    ergibt handelt es sich bei deinem fehler eindeutig nicht um
    einen elektronischen fehler. Am besten du schreibst was sich
    nach diesem versuch getan hat.

Nachdem ich also den Monitor aufgemacht habe und via Rütteln und Klopfen die hintere um den Bildröhrenhals gelegte größere Platine im Gehäuse (ca.10x20cm) als Fehlerursache ausgemacht habe, kann ich das Bild immer wieder in Ordnung bringen durch Ruckeln an dieser Platine, die mit 2 Blechschellen gehalten wird.

Ich nehme an, daß Du dieses „Gebiet“ auch mit 3) gemeint hast und werde mich jetzt auf die Suche nach einer Werkstatt begeben, die das in Ordnung bringt (vermutlich diese Versinterung, die Du meinst). Dies dürfte wohl dem von Dir gefoderten Kippfallen entsprechen, nehme ich mal an. Oder etwa nicht?

Gruß Richard