Webcam-Beratung

Ich würde mir gerne eine Webcam kaufen. Nun hab ich zwei Fragen:

  1. Ich möchte mir ebenfalls in den nächsten Monaten eine Digicam zulegen. Kann man Digicams generell wie eine Webcam verwenden, macht es also Sinn beides zu kaufen?
  2. Ich werde bei den Webcam-Angeboten mit einer Vielzahl von verschiedenen Fremdwörtern belegt, wie z.B. interpoliert. Worauf muss ich beim Kauf achten, damit die Webcam ein ordentliches (farbiges) Bild erzeugt?
    Habt Dank im Voraus.

MfG Christian

Hi,

  1. Ich möchte mir ebenfalls in den nächsten Monaten eine
    Digicam zulegen. Kann man Digicams generell wie eine Webcam
    verwenden, macht es also Sinn beides zu kaufen?

nur wenige Digicams kann man auch als Webcam benutzen. Generell würde ich auch davon abraten, weil die Kameras gebaut werden um Fotos damit zu machen. Ein Dauerbetrieb ist für die Lebensdauer einer gute Kamera nicht förderlich… ganz im Gegenteil…

  1. Ich werde bei den Webcam-Angeboten mit einer Vielzahl von
    verschiedenen Fremdwörtern belegt, wie z.B. interpoliert.
    Worauf muss ich beim Kauf achten, damit die Webcam ein
    ordentliches (farbiges) Bild erzeugt?

Was willst du denn mit der Webcam machen? Wenn du einfach nur ab und zu mal ein bisschen Netmeeting machen willst, reicht es aus wenn du dir ein günstiges Modell raussuchst… zumindest wenn die Einsatz-Umgebung hinsichtlich der Beleuchtung stimmt kannst du damit ganz ordentlich fahren.

Interpoliert bedeutet folgendes:
Du hast eine Digicam (Webcam) mit einem CCD-Chip (also quasi der „Film“ der Kamera). Dieser Chip hat z.B. 640 x 480 Pixel und liefert dir ein ebensogrosses Ergebnisbild.
Jetzt kommen ganz pfiffige Hersteller auf die Idee… hey… man könnte ja auch aus diesen Informationen ein Bild gewinnen, was wesentlich größer ist. Also zum Beispiel eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln besitzt. Wir haben zwar nur 640x480 Informationen aber man kann das Bild dann ja wie in einem Bildbearbeitungsprogramm vergrößern. Dabei geht selbstverständlich die Qualität in die Knie, weil du Informationen hinzuerfinden musst damit du die entsprechende Bildgröße erhältst. Hierzu gibts verschiedene Verfahren. Du kannst dir z.B. Vorstellen dass du im Original einen schwarzen und einen weißen Pixel direkt nebeneinander hast. Wenn du das jetzt vergrösserst bildest du für den dazwischenliegenden Bereich einfach einen mittelwert und hast dadurch einen grauen Pixel dazwischen.
Inwieweit das mit der Realität der Aufnahme übereinstimmt kann man natürlich nie sagen.

Also zusammenfassend:
Bevor du dir eine richtige Digitalkamera kaufst informier dich gut, lass dich gut beraten und frag im Zweifelsfall einfach nochmal bei w-w-w nach… :smile:
Und bei einer Webcam hängt es natürlich vom Einsatzgebiet ab. Für ein bisschen Netmeeting reicht was billiges… für richtige Anwendungen sollte allein wegen der Optik was besseres gekauft werden.

War das jetzt verwirrend genug? :smile:

Gruß
Steffen

Dank dir für die schnelle und umfassende Antwort, nun ist alles unklar :wink:

Eine Digicam in Dauerbetrieb, auf die Idee, dass das nicht gut ist, hätt ich selber kommen können :wink: Und ich hab gemerkt, was eine Interpolation ist, hab ich schon mal irgendwo gelesen, aber ich wusste den Namen nicht mehr, dank dir für die Aufklärung :smile:

Beim Digicam-Kauf (hab ich Ende des Jahres vor) werd ich mich durch diverse Tests in Zeitschriften lesen, Stiftung Warentest macht doch schon das ganze Jahr einen sich ergänzenden Test. Chip oder PC-Welt werden da auch ein Wörtchen mitreden und zu guter letzt gibt es bestimmt noch auf digitale Fotografie spezialisierte Magazine, die dahingehend auch Referenzen bieten können… Und zu guter letzte kann ich mich ja noch mal bei w-w-w absichern :wink:

Ich hatte ursprünglich etwas Netmeeting mit der Webcam vor, allerdings werde ich nun neugierig, da du weitere Anwendungsgebiete bei „richtigen Anwendungen“ ansprichst. Was kann man denn noch mit Webcams machen? Ich kannte bisher nur Netmeeting und ich hab mal gesehen, dass man damit auch seine Wohnung in Abwesenheit überwachen kann… Allerdings brauche ich das weniger.
Nun, also wenn etwas interessantes dabei ist, müsste ich mir das noch mal überdenken. Aber ansonsten wird es wohl beim Netmeeting bleiben. Wie gesagt, sie soll ein farbiges Bild schaffen und einigermaßen Bewegungen mit aufnehmen (weiß nicht ob das von der Qualität der Cam oder der Inet-Verbindung abhängt oder da gibts noch ein fps (Frames per second?) ). Welche Daten sollte sie denn dann haben? Z.B. Welche Auflösung soll sie (ohne Interpolation) schaffen, welchen Sensor (scheint mehrere zu geben: ccd ist der neuere, das weiß ich… der soll Scanner zu 3D-Scans verhelfen :wink: aber brauch ich ccd für netmeeting oder reicht ein älterer Sensor, wie auch immer die hießen :wink: ?) Und wenn das fps wichtig ist, wieviel davon? In welchem Preissegment sollte ich mich, wenn man all das beachtet bewegen?
Zur Beleuchtung, da ich nie im stockduster vor dem PC sitz, weil mir das zu augen-anstrengend ist, ist hier auch immer eine indirekte Beleuchtung an…

So, puh…das war harter Stoff :wink: 'ne Menge Fragen, ich bin gespannt auf die Antwort(en) und danke erneut im Voraus.

MfG Christian

Da bei Webcamkommunikation der Internetzugang der Flaschenhals darstellt, kannst du die Daten fast getrost ignorieren.
CCD-Sensor mit 640x480 bei 50 Frames nützen dir nur, wenn du es auf Festplatte speichern willst.
Bei DSL mit 128 kbit/s Upload wirst du eine Auflösung von 240x180 (oder ähnlich) bei starker Komprimierung fahren müssen, um noch flüssige Bilder zu liefern.

Eierlegende Wollmilchsau
Hallo Christian,

ich habe lange gezögert, mir eine digitale Kamera zu kaufen, und war auch immer sehr skeptisch hinsichtlich deren Bildqualität. Bislang habe ich typische „Urlaubs“-Diafotografie betrieben und bin bißchen verwöhnt. Von den Argusaugen und Bedürfnissen eines Berufsfotografen bin ich allerdings weit entfernt.

Ich war sehr angetan von den Möglichkeiten digitaler Kameras, die nicht nur Standbilder machen, sondern auch gleich kleine Videofilme aufzeichnen können.

Im April habe ich mir günstig eine Kamera mit knapp 2 echten Megapixeln ersteigert, die gerade Zigarettenschachtelabmessungen hat. Sie kann in 320x200 Farbvideoclips mit Ton aufzeichnen, kann als digitales Diktiergerät und auch als Webcam (selbe Auflösung) benutzt werden. Das meiste an dem Gerät finde ich sehr gut, aber einige Sachen hätte ich auch noch zu bemeckern *g*.

Da ich jedoch nicht hunderte von Euros investiert hatte, ist es nicht so schlimm, wenn manches nicht 100% ist. Hauptsächlich ging es mir auch darum, „im Alltag“ erste Eindrücke mit dem Medium Digitalkamera zu sammeln.

Abzüge auf 9x13-Papier in ca. 1600x1200 Punkten sind mindestens ebensogut wie die Abzüge von herkömmlichem analogem Film. „Pixel“ sind, wenn überhaupt, nur mit sehr genauem Hinsehen zu erkennen. Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden. Davon ausgehend halte ich nun 2 Megapixeln für die Mindestgrenze, die man bei der Auflösung haben sollte. Solche Kameras sind mittlerweile Auslaufmodelle, hier kann es in der nächsten Zeit nur deutlich besser werden hinsichtlich der Qualität.

Die Videosequenzen sowohl „so“ als auch als Webcam sind zugegeben ziemlich grob, und bei Schummerlicht geht die Bildwiederholrate stark zurück. Der Kamera-CCD-Chip muß also eine höhere Empfindlichkeit haben. Für eine eventuelle neue Kamera würde ich mir mindestens VGA-Auflösung wünschen (640x480). Trotzdem bin ich froh, so unkompliziert überall Videoaufnahmen machen zu können. Geeignete Momente sind manchmal sehr überraschend da. Die Wiedergabe der Videoclips über TV ist subjektiv deutlich schöner als über PC-Monitor.

Die Qualität der Webcamübertragung hängt nicht allein von der Kamera ab, von daher nutzt es nichts, wenn 30 Bilder/s möglich sind, aber gerade wegen schlechter Verbindung und starker Netzauslastung nur 3 Bilder/s übrigbleiben. Darauf hat man auch nur wenig Einfluß. Wichtiger ist, finde ich, die Lichtempfindlichkeit der Kamera.

Sowohl Fotos als auch Videos kann ich am TV abspielen - ohne Computer, sehr praktisch.

Ein paar Tips noch, die ich Dir aus meiner bislang gesammelten Erfahrung geben möchte:

  • die Empfindlichkeit verglichen mit analogem Film sollte mindestens bei ISO 100 liegen. Darunter werden (wie leider bei meiner Kamera) Bilder häufig zu dunkel, und die Gefahr des Verwackelns ist häufiger präsent. Die Empfindlichkeit sollte automatisch oder wahlweise auch manuell einstellbar sein. Mit 50 ISO bis knapp unter 100 ISO kann man natürlich sehr wohl gute Außenaufnahmen machen.

  • Der Blitz sollte die Funktion zum Verhindern des Rote-Augen-Effekts bieten. Es ist ziemlich mühsam, bei vielen gemachten Fotos die roten Augen zu korrigieren. Meine Kamera hat das nicht, und so muß ich öfters ein Bildbearbeitungsprogramm bemühen.

  • Kameras brauchen Batterien oder Akkus. Es ist praktisch, wenn die Kamera, sobald sie per USB am PC hängt, von dort ihren Saft bekommt oder sogar ihre Akkus damit aufladen kann.

  • Die Batterien/Akkus sollten Standardtypen sein (am besten Mignonzellen). Ein Netzgeräteanschluß ist entbehrlich, wenn die Kamera nicht viel Strom benötigt und auch per USB-Anschluß mit Strom versorgt werden kann.

So, das war jetzt einiger Lesestoff :wink: Vielleicht helfen Dir meine Tips ja etwas.

Viele Grüße,
Snubbelfot.

und weiter gehts… :smile:

Dank dir für die schnelle und umfassende Antwort, nun ist
alles unklar :wink:

na dann bin ich ja beruhigt :wink:

Eine Digicam in Dauerbetrieb, auf die Idee, dass das nicht gut
ist, hätt ich selber kommen können :wink: Und ich hab gemerkt,
was eine Interpolation ist, hab ich schon mal irgendwo
gelesen, aber ich wusste den Namen nicht mehr, dank dir für
die Aufklärung :smile:

das war ein spontaner einfall von kreativität während der arbeit… was tut man nicht alles um sich abzulenken…? :wink:

Beim Digicam-Kauf (hab ich Ende des Jahres vor) werd ich mich
durch diverse Tests in Zeitschriften lesen, Stiftung Warentest
macht doch schon das ganze Jahr einen sich ergänzenden Test.
Chip oder PC-Welt werden da auch ein Wörtchen mitreden und zu
guter letzt gibt es bestimmt noch auf digitale Fotografie
spezialisierte Magazine, die dahingehend auch Referenzen
bieten können… Und zu guter letzte kann ich mich ja noch mal
bei w-w-w absichern :wink:

ja das ist bestimmt die richtige entscheidung. ausserdem würde ich dir raten, die kamera wenn es soweit ist in einem fotogeschäft zu kaufen und nicht beim discounter. die leute dort haben i.d.r. ahnung von den sachen die sie verkaufen und mit glück kann man sich auch mal ein gerät ausleihen und schauen wie es einem gefällt. die preise sind zwar etwas höher aber mit geschick kann man die dann auch runterhandeln bis man beim discounter-preis ist. bei mir hats zumindest geklappt…

Ich hatte ursprünglich etwas Netmeeting mit der Webcam vor,
allerdings werde ich nun neugierig, da du weitere
Anwendungsgebiete bei „richtigen Anwendungen“ ansprichst. Was
kann man denn noch mit Webcams machen? Ich kannte bisher nur
Netmeeting und ich hab mal gesehen, dass man damit auch seine
Wohnung in Abwesenheit überwachen kann… Allerdings brauche
ich das weniger.
Nun, also wenn etwas interessantes dabei ist, müsste ich mir
das noch mal überdenken. Aber ansonsten wird es wohl beim
Netmeeting bleiben.

ja für sowas werden solche kameras i.d.r. auch verwendet. natürlich kann man dann räume überwachen, zum beispiel derart dass die kamera automatisch bilder macht wenn sich was vor der (mehr oder weniger vorhandenen) optik bewegt… oder richtige videokonferenzen kann man natürlich auch durchführen… aber sowas dann eher nicht mit netmeeting… natürlich lassen sich noch jede menge anderer anwendungen konstruieren… ob sie sinn machen oder nicht… der kreativität ist ja keine grenze gesetzt :wink:
ich benutze sowas zum beispiel um bildverarbeitung zu programmieren. weil ich keine lust habe viel geld für nen framegrabber zu hause auszugeben benutze ich einfach ne webcam… aber das ist dann eher was für die freaks unter uns *g*

Wie gesagt, sie soll ein farbiges Bild
schaffen und einigermaßen Bewegungen mit aufnehmen (weiß nicht
ob das von der Qualität der Cam oder der Inet-Verbindung
abhängt oder da gibts noch ein fps (Frames per second?) ).

Das hat Olaf ja schon erklärt… dem schließe ich mich einfach mal an.

Welche Daten sollte sie denn dann haben? Z.B. Welche Auflösung
soll sie (ohne Interpolation) schaffen, welchen Sensor
(scheint mehrere zu geben: ccd ist der neuere, das weiß ich…
der soll Scanner zu 3D-Scans verhelfen :wink: aber brauch ich ccd
für netmeeting oder reicht ein älterer Sensor, wie auch immer
die hießen :wink: ?) Und wenn das fps wichtig ist, wieviel davon?

wie Olaf geschrieben hat… gerade über eine normale Internetverbindung schaffst du eh nicht viele Daten über die Leitung. Du kannst dir ne Kamera mit 640x480 Pixel kaufen und dafür ein langsameres Bild haben, was nur wenige fps (hier merken… das erklär ich nach diesem abschnitt) hat oder eine die billiger ist, ne geringere auflösung hat aber dafür bekommst du ein flüssigeres bild… oder eher dein gegenüber… das ist einfach geschmackssache… für netmeeting reicht was relativ kleines 320x240 reicht eigentlich dicke dafür…

Dann FPS = Frames per Second. Der Wert gibt dir einfach an, wieviele Bilder deine Kamera pro Sekunde macht (flüssiges Bild hast du ab ca. 20). Wenn bei der Kamera eine solche Angabe steht bringt sie dir aber absolut garnichts… weil die Daten müssen ja übers Internet zu deinem Chatpartner und da erreichst du die 20fps sowieso nicht… also einfach ignorieren.

Die Chips: Es gibt bei Digicams zwei Sorten. CCD und CMOS. Keine davon ist wesentlich neuer oder älter. Die unterscheiden sich prinzipiell nur von der Elektronik her und haben beide Vor- und Nachteile, die für dich absolut uninteressant sein dürfen. Webcams haben in der Regel CCDs… aber ist wie gesagt für dich als Anwender völlig egal. Mit 3D-Zeugs oder so hat sowas absolut NICHTS zu tun!!! :wink:

In welchem Preissegment sollte ich mich, wenn man all das
beachtet bewegen?
Zur Beleuchtung, da ich nie im stockduster vor dem PC sitz,
weil mir das zu augen-anstrengend ist, ist hier auch immer
eine indirekte Beleuchtung an…

Naja Beleuchtung ist gerade bei billigen Webcams aber das A und O. Meine billige Webcam (frag mich nicht nach dem Hersteller) liefert bei Tageslicht ein völlig übersteuertes und bei Zimmerbeleuchtung ein extrem dunkles Bild. Evtl. bekommst du eine die ein paar Euro mehr kostet aber bei der du die Blende manuell einstellen kannst… das würde sich wohl lohnen. Ansonsten musst du viel mit deiner Zimmerbeleuchtung rumspielen bis du ein Ergebnis hast was passt… was sowas kostet kann ich dir leider nich sagen…

So, puh…das war harter Stoff :wink: 'ne Menge Fragen, ich bin
gespannt auf die Antwort(en) und danke erneut im Voraus.

kein Problem… ich hab da Spaß dran :smile:

Gruß
Steffen

Hallo,

danke für den Beitrag. Ich wollte nur nochmal darauf hinweisen, dass deine Hinweise aber eher dann zu beachten sind wenn Zed2k (oder ein anderer interessierter Leser… *g*) sich eine „richtige“ Digicam zulegen will. Bei ner Webcam für Netmeeting braucht man sich nicht so viele Gedanken machen…gerade was die Auflösung betrifft. Bei ner Kamera für Fotos umso mehr :smile:

Trotzdem (weil ich grad so schön in Fahrt bin einige Anmerkungen):
(wirklich nur für Digicam… nix mit Webcam!!)

Im April habe ich mir günstig eine Kamera mit knapp 2 echten
Megapixeln ersteigert, die gerade
Zigarettenschachtelabmessungen hat. Sie kann in 320x200
Farbvideoclips mit Ton aufzeichnen, kann als digitales
Diktiergerät und auch als Webcam (selbe Auflösung) benutzt
werden. Das meiste an dem Gerät finde ich sehr gut, aber
einige Sachen hätte ich auch noch zu bemeckern *g*.
Abzüge auf 9x13-Papier in ca. 1600x1200 Punkten sind
mindestens ebensogut wie die Abzüge von herkömmlichem analogem
Film.

Gerade wenn der Hersteller eine gute Optik verwendet erreicht man mit weniger Pixeln oft bessere Ergebnisse. Ich hatte auch lange ne 2MP-Kamera deren Bilder absolut spitze waren. Wenn man sich die Bilder sowieso „nur“ auf 9x13 oder 10x15 entwickeln lässt, wie es wohl auf die meisten Leute zutrifft sollte man auf jeden Fall eher in gute Optik als in viele Pixel investieren.

„Pixel“ sind, wenn überhaupt, nur mit sehr genauem
Hinsehen zu erkennen. Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden.
Davon ausgehend halte ich nun 2 Megapixeln für die
Mindestgrenze, die man bei der Auflösung haben sollte. Solche
Kameras sind mittlerweile Auslaufmodelle, hier kann es in der
nächsten Zeit nur deutlich besser werden hinsichtlich der
Qualität.

durch den Preisverfall werden sie leider auch oft schlechter… wenn ich sehe, dass dubiose Anbieter irgendwelche 5MP-Kameras für 100 EUR auf den Markt werfen wird mir echt schlecht… :wink:

Die Videosequenzen sowohl „so“ als auch als Webcam sind
zugegeben ziemlich grob, und bei Schummerlicht geht die
Bildwiederholrate stark zurück. Der Kamera-CCD-Chip muß also
eine höhere Empfindlichkeit haben. Für eine eventuelle neue
Kamera würde ich mir mindestens VGA-Auflösung wünschen
(640x480). Trotzdem bin ich froh, so unkompliziert überall
Videoaufnahmen machen zu können. Geeignete Momente sind
manchmal sehr überraschend da. Die Wiedergabe der Videoclips
über TV ist subjektiv deutlich schöner als über PC-Monitor.

Was an der geringeren Auflösung des Fernsehers liegen dürfte… :smile:

Die Qualität der Webcamübertragung hängt nicht allein von der
Kamera ab, von daher nutzt es nichts, wenn 30 Bilder/s möglich
sind, aber gerade wegen schlechter Verbindung und starker
Netzauslastung nur 3 Bilder/s übrigbleiben. Darauf hat man
auch nur wenig Einfluß. Wichtiger ist, finde ich, die
Lichtempfindlichkeit der Kamera.

bei einer Webcam 100% richtig.

Sowohl Fotos als auch Videos kann ich am TV abspielen - ohne
Computer, sehr praktisch.

Das kann man soweit ich weiss mittlerweile mit allen Kameras der bekannten Hersteller. Ist wirklich eine schöne Sache.

  • die Empfindlichkeit verglichen mit analogem Film sollte
    mindestens bei ISO 100 liegen. Darunter werden (wie leider bei
    meiner Kamera) Bilder häufig zu dunkel, und die Gefahr des
    Verwackelns ist häufiger präsent. Die Empfindlichkeit sollte
    automatisch oder wahlweise auch manuell einstellbar sein. Mit
    50 ISO bis knapp unter 100 ISO kann man natürlich sehr wohl
    gute Außenaufnahmen machen.

Eine manuelle Einstellmöglichkeit der Empfindlichkeit lohnt sich auf jeden Fall. ISO 50 - ISO 200 (besser 400) sollte eine Digitalkamera auf jeden Fall können, damit man in den verschiedensten Aufnahmesituationen ordentliche Bilder machen kann.
Aber auch das trifft auf fast alle ordentliche Kameras zu.

  • Der Blitz sollte die Funktion zum Verhindern des
    Rote-Augen-Effekts bieten. Es ist ziemlich mühsam, bei vielen
    gemachten Fotos die roten Augen zu korrigieren. Meine Kamera
    hat das nicht, und so muß ich öfters ein
    Bildbearbeitungsprogramm bemühen.

sollte auch bei jeder Kamera zum Standard gehören.

  • Kameras brauchen Batterien oder Akkus. Es ist praktisch,
    wenn die Kamera, sobald sie per USB am PC hängt, von dort
    ihren Saft bekommt oder sogar ihre Akkus damit aufladen kann.

Das untschreibe ich nicht :wink: Gerade wenn es sich nicht um Litium-Ionen-Akkus handelt ist sowas eher kontraproduktiv. Man ruiniert sich seine Akkus dadurch u.U. sehr schnell.

  • Die Batterien/Akkus sollten Standardtypen sein (am besten
    Mignonzellen). Ein Netzgeräteanschluß ist entbehrlich, wenn
    die Kamera nicht viel Strom benötigt und auch per USB-Anschluß
    mit Strom versorgt werden kann.

Teilweise haben die Hersteller eigene Akkus, was auch nicht verkehrt sein muss. Diese sind i.d.R. wesentlich kleiner aber mindestens genauso leistungsfähig wie Standardakkus… und gerade wenn man sich einfach einen zweiten Akku kauft und in seine Kameratasche steckt hat man immer Reserve dabei :smile:

So, das war jetzt einiger Lesestoff :wink: Vielleicht helfen Dir
meine Tips ja etwas.

meine hoffentlich auch :smile:

Gruß
Steffen

Webcam-Beratung sich dem Ende neigt
Nun ihr netten Helfer… Ich danke euch für euer allseitiges Bemühen mir mehr oder weniger bei Webcam- (und mehr oder weniger künftigen Digicam-) Fragen zu helfen. Ich habe eure gesamten Antworten seit meinem letzten Beitrag in einem Ruck gelesen. Wenn ich jetzt nichts vergesse, so habe ich nun nur noch 2 Fragen:
Meine Internetleitung ist ein (TV-)Kabelmodem mit 256 kBit/s Upload. Wieviel Bilder bei welcher Auflösung bringt das in etwa?
Ich habe mich des weiteren mit euren Tipps nun bei meinem derzeitigen Stammlieferant amazon umgeschaut, da die bisher überraschend günstige Preise in diesem Segment anbieten. Dort rangiert eine Webcam von Labtec auf deren Webcam-Erstplatzierung, sprich am meist verkauften. Die Daten dazu findet ihr hier: http://www.labtec.com/index.cfm/gear/details/EUR/DE,… . Das klingt nach euren Tipps wie eine gute Einsteigerwebcam. Um mal zu schaun, wie es da so ist. Sie ist auch im preislichen Rahmen relativ weit unten für das, was ich beim ersten Blick im Laden sah… Was haltet ihr davon? Leider finde ich keine Lichtempfindlichkeitswerte… Oder habt ihr einfach mal einen Tipp einer Webcam?
Ach, zwei Fragen offenbarten sich mir noch:
Beim Lesen von Steffens zweiter Antwort:Wo liegt der Unterschied zwischen Netmeeting und Videokonferenz? Ist Netmeeting das, was man z.B. beim MSN Messenger machen kann?
Beim Lesen der Webcam angebote: Hat die Angabe „bis zu 640x480“ etwas damit zu tun, dass die Kamera diese Auflösung nur bei Interpolation erreicht oder schafft sie das „normal“?

So denn, bald sind eure Nerven wieder von mir verschont.

MfG&Danke, Christian

So dann auf zur nächsten Runde… :smile:

Meine Internetleitung ist ein (TV-)Kabelmodem mit 256 kBit/s
Upload. Wieviel Bilder bei welcher Auflösung bringt das in
etwa?

Naja sowas kann man nicht genau sagen weil die Bilder bevor sie versendet werden i.d.R. komprimiert werden. Wenn du dir aber das „reine“ und unkomprimierte Bild anschaust kannst du dir das ungefähr ausrechnen.
z.B. eine Auflösung von 640x480 = 307200 Pixel. Jedes Pixel = 1 Bit, also ca 307kBit. Das reicht nichtmal für ein Bild pro Sekunde.
Nimmst du 320x240 (was wie schonmal geschrieben wurde für Netmeeting eigentlich das Maximum ist) hast du ca 77kBit, kannst also als Rohdaten maximal 3 Bilder pro Sekunde verschicken. Da die Bilder i.d.R. komprimiert werden ist die Datenmenge geringer, aber du willst wahrscheinlich auch noch Sprache, Text etc. an deinen Chatpartner schicken, erreichst den maximalen Upload von 256kBit/s sowieso nie und dann kommen noch ungefähr 10000000 Faktoren hinzu. So eine Überschlagsrechnung kann dir aber ungefähr zeigen wieviel du erwarten darfst… :wink:

http://www.labtec.com/index.cfm/gear/details/EUR/DE,…

ich würde dir davon abraten. Da dies eine sehr billige Kamera auf CMOS-Basis ist wird sie dir keine schönen Bilder liefern. Die billigen CMOS-Chips verschlucken im Vergleich zu CCDs viel mehr Licht und das resultiert dann in einem sehr dunklen und verrauschten Bild. Such dir lieber eine schöne CCD-Webcam aus… auf Platz 2 die Logitech liest sich m.E. sehr gut.
Da bei Labtec auch nichts darüber zu finden ist, welche Auflösung der Chip wirklich bringt wäre ich da doch sehr vorsichtig.

Unterschied zwischen Netmeeting und Videokonferenz? Ist
Netmeeting das, was man z.B. beim MSN Messenger machen kann?

Netmeeting ist einfach nur die Software die MS mal zum Chatten entwickelt hat… mit profesioneller Software kannst du grössere Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern durchführen, konfortabler zusammen an Dokumenten arbeiten und so Zeugs… aber das ist eher was für die Firmen mit ner grossen Leitung ans Internet…

Beim Lesen der Webcam angebote: Hat die Angabe „bis zu
640x480“ etwas damit zu tun, dass die Kamera diese Auflösung
nur bei Interpolation erreicht oder schafft sie das „normal“?

Das konnte ich leider nicht herauslesen… die Logitech Webcam Quickcam Zoom hat aber nach Herstellerangaben echte 640x480 Bildpunkte… wobei du die fürs Netmeeting wie oben errechnet eh nicht brauchst :wink:

Gruß
Steffen