Erzähl keinen Scheiß, du Kritiker!
Von Dir als Musikliebhaber hätte ich mehr erwartet! Das Lied ist von Alexandra und geht so: „Alles geht vorüber, alles geht vorbei…“.
Mein lieber Schollie!
Es ist richtig, dass Alexandra ein Lied mit dem von dir genannten Titel gesungen hat. Allerdings wurde Alexandra erst 1942 geboren.
Das Lied „Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei“, stammt aber von Fred Raymond, der viele Oldies und Operetten geschrieben hat, die noch heute bekannt sind (s. u.). Das Erscheinungsjahr dieses Liedes ist mir nicht bekannt, aber Raymond, geboren 1900, starb 1954, als Alexandra gerade mal 12 Jahre alt war. Da es eine hochpolitische Parodie darauf gab (s. u.), weshalb es sogar verboten wurde, muss es lange vor 1945 erschienen sein. Der Text lautete:
Es geht alles vorüber,
Es geht alles vorbei.
Auf jeden Dezember
Folgt wieder ein Mai.
Es geht alles vorüber,
Es geht alles vorbei.
Doch zwei, die sich lieben,
Die bleiben sich treu.
Auf Posten in einsamer Nacht,
Da steht ein Soldat und hält Wacht.
Träumt von Hanne und dem Glück,
Das zu Hause liegt zurück.
Am Himmel die Wolken, sie ziehen,
Ja, alle zur Heimat darin.
Und sein Herz, das denkt ganz still für sich,
Dahin ziehe einmal auch ich.
Zum Autor im Web gefunden:
Als einer der ersten prominenten deutschen Komponisten der leichten Muse machte sich Fred Raymond in den Zwanziger Jahren mit international erfolgreichen Evergreens wie „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“, „Ich hab’ das Fräulein Helen baden seh’n“ (1925) und „In einer kleinen Konditorei“ (1929) einen Namen. Der gebürtige Wiener verlegte seinen Wirkungskreis nach Deutschland, wurde Hauskomponist des Metropol-Theaters in Berlin, schrieb Operetten und Musik für den neuen Tonfilm. Zu seinen größten Erfolgen zählen Operetten der Dreißiger Jahre, unter anderem „Maske in Blau“ (1937) und „Saison in Salzburg“ ein Jahr später.
In Kriegszeiten schrieb Raymond, damals selbst Soldat, den als Durchhaltelied genehmen Schlager „Es geht alles vorüber“. Die Parodie seines Refrains - „Es geht alles vorüber, / Es geht alles vorbei. / Sogar Adolf Hitler / Und seine Partei“ - wurde dann aber so populär, daß es zu einem Verbot kam.
Gruß
Lothar
PW
??
Keine Lust mehr. Da o. a. muss reichen. Ich geh jetzt schlafen.