Bundeswehr #1b
Der Vater von Schütze Meier ist gestorben. Der Kompaniefeldwebel soll ihm das mitteilen.
Er lässt daraufhin, wie üblich, die ganze Kompanie antreten und ruft dann: „Meier, vortreten!“ Der tritt vor. „Meier!“ brüllt er, „habe die traurige Nachricht für Sie, dass Ihr Vater gestorben ist!“ - Kurze Pause. - „Meier, zurücktreten!“
Der Kompaniechef hat das von seinem Fenster aus beobachtet und ruft den Feldwebel zu sich. „Mann!“ faucht er ihn an, „auch wenn wir Männer sind, auch wenn wir Soldaten sind: in solch einem Fall ist Taktgefühl angesagt! Bringen Sie, falls so etwas noch einmal passiert, dem Mann das langsam, vorsichtig und indirekt bei!“
Der Zufall will es, dass einige Wochen später auch die Mutter des Schützen Meiers verstirbt. Nun beobachtet der Kompaniechef, wie der Feldwebel diesmal vorgeht.
Er lässt wiederum die ganze Kompanie antreten und fordert alle Männer auf, die Kopfbedeckung abzunehmen, da er eine traurige Mitteilung zu machen habe. Dann ruft er:
„Alle Soldaten, die keine Mutter mehr haben, vortreten!“ Vier Soldaten treten nach vorn.
Dann: „Alle Soldaten, die keinen Vater mehr haben, vortreten!“ Drei Soldaten, darunter auch Meier, treten nach vorn.
Und als Nächstes: „Alle Soldaten, die keinen Vater und keine Mutter mehr haben, noch einen Schritt weiter vortreten!“ Keiner bewegt sich.
Daraufhin der Feldwebel, ihn mit dem Zeigefinger heranwinkend: „Na Meier, dann kommen Sie doch mal!“
Gruß
Lothar