Im Hotel an der Rezeption

Es ist später Abend, als ein Mann mit Hasenscharte an die Hotelrezeption kommt.
„Gnuden Gnabend“
„Guten Abend der Herr“
„Gnaben Sie ein Nzimmer frei?“
„Oh, wir haben nur noch ein Mehrbettzimmer. Es könnte sein, daß Sie es mit anderen Gästen teilen müssen.“
„Gnein Problem. Nich gnehme das Nzimmer.“
Er geht in das Zimmer. Dort brennt aber eine Kerze. Er versucht sie auszublasen. „Öönf, öönf, ööönff“. Er kriegt’s nicht hin und legt sich enttäuscht hin.

Eine Stunde später trifft ein weiterer Gast an die Hotelrezeption. Er hat auch eine Hasenscharte.
„Gnuden Gnabend“
„Guten Abend“
„Gnaben Sie ein Nzimmer frei?“
„Wir haben nur noch ein Mehrbettzimmer frei. Dort liegt bereits ein Herr.“
„Nmacht gnichts.“
Er geht in das Zimmer.
„Gnabend“
„Gnabend“
„Gnönnen Sie die Kerze ausblasn?“
„Nich fversuch’s“
„Öönf, öönf, ööönff!“ - „Nmist! Gneht gnicht!“
Dann legt auch er sich ins Bett.

Es ist 1 Uhr früh, als wieder ein Mann ins Hotel kommt. Und wer hätte es gedacht, auch er hat eine Hasenscharte.
„Gnuden Gnabend“
„Guten Abend mein Herr“
„Gnaben Sie ein Nzimmer frei?“
„In einem Mehrbettzimmer sind noch Betten frei. Dort liegen aber bereits Gäste.“
„Ok. Gnehm nich.“
Im Zimmer.
„Gnabend“
„Gnabend“
„Gnabend“
„Nhöre Sie nmal. Gnönnen Sie die Kerze ausblasn?“
„NMal sehen“ - „Öönf, öönf, ööönff!“ - „Gnein. Tut nmir leid“
Er legt sich schlafen.

Wieder später. Ein Mann kommt an die Rezeption. Der Portier ist etwas erstaunt. Dieser Herr hat keine Hasenscharte.
„Guten Abend“
„Guten Abend“
„Haben Sie ein Zimmer frei?“
„Ja. In einem Mehrbettzimmer dürfte noch ein Bett frei sein. Dort liegen aber bereits Gäste.“
„Kein Problem. Nehm ich.“
Oben im Zimmer.
„Guten Abend“
„Gnabend“
„Gnabend“
„Gnabend“
„Gnöhren Sie nmal. Gnönnen Sie fvielleicht die Kerze ausnmachen?“
„Kein Problem.“ - Er befeuchtet sich die Finger und drückt sie aus.

Hallo!

Wirklich gut geschrieben, dein Witz :smile:)
Bei dem „Öönf, öönf, ööönff“ hätt ich mich wegschmeißen können… *gröl*

PW:

Nach der Währungsumstellung auf € haben die alten DM-Münzen und -Scheine ausgedient und kommen in den Himmel. Der 1000,- Schein erreicht als erster die Himmelspforte und erbittet einlaß bei Petrus. Dieser meint: „Ja, du kommst schon in den Himmel, aber noch nicht jetzt. Stell dich mal da hinten hin und warte noch ein bisschen.“
Nach kurzer Zeit erreicht der 100,- Schein den Himmel. Auch er darf noch nicht hinein und muß draußen mit dem 1000,- Schein warten. Wieder ein Weilchen später trudelt der 50,- Schein ein - bei ihm das gleiche. Ebenso ergeht es dem 200,-/20,-/10,- und 5,- Schein.
Nach einer Weile treffen auch die Münzen ein. Zuerst das 5,- Stück. Auch es darf nicht sofort in den Himmel und muß sich zu den Scheinen stellen und warten. Genau wie das 2,-/1,-/DM und das 50 Pfennig Stück.
Schließlich trifft das 10 Pfennig-Stück ein. Das Himmelstor geht auf und unter lautem Jubelgesang der Engel und den himmlischen Fanfaren darf das 10 Pfennig-Stückchen glorreich in den Himmel einziehen.
Da wendet sich der 1000,- Schein entrüstet an Petrus: „Was soll das denn jetzt? Wieso darf das 10 Pfennig Stück sofort rein? Die große Mehrheit von uns ist viel mehr wert!!!“ - „Das mag schon sein,“ antwortete Petrus. „Aber euch habe ich nie in der Kirche gesehen…“