In der Schweiz. Frage an den Schaffner:
„Wo kann ich hier eine Fahrkarte kaufen?“
„Das heißt hier nicht Fahrkarte, sondern Billett!“
„Na gut, wo kann ich ein Billett kaufen?“
„Am Fahrkartenschalter links neben dem Eingang!“
In der Schweiz gibt es keine Schaffner, sondern nur Kondukteure
(und die wurden im Zuge der Rationalisierung auch abgeschafft).
Dafür gab es einmal einen Bundesrat Schaffner, er hatte aber
nicht das Verkehrsdepartement unter sich.
Unsere Logik ist, wie in der Schweiz nicht anders zu erwarten,
eine hauptsächlich pekuniäre. Deshalb kann man auch keine
Schaffner, Kondukteure oder Billetschalterbeamten mehr fragen,
wenn man mit dem Zug von A nach B fahren mcöhte.
Dafür gibt es jetzt ein Auskunftstelefon und das ist
gebührenpflichtig.
Aber nicht einmal das hilft, wenn ich einen Zug zwischen Paris
und Deauville (Normandie) suchen will. Zwischen Paris und
Deauville verkehren je Richtung 55 Züge. Davon fahren 33 in
Paris ab und kommen in Deauville an. Aber diese 33 Züge fahren
alle nach einem gesonderten Fahrplan, weshalb alle 33 Züge eine
Fussnote haben, die zum Beispiel sagen: „Fährt nur am 14. Juli“.
Oder „fährt nur in der Woche vom 22. bis 30. August“. Oder:
„fährt jeweils sonn- und feiertags, nicht aber an Weihnachten,
Neujahr, Ostern und Pfingsten“.
Aber das wiederum hat mit französischer Logik zu tun und nicht
mit schweizerischer.
PS: Im Fahrplan Paris-Deauville findet sich als 34. Fussnote
noch die Notiz: „Züge, die nur einmal im Jahr fahren, sind in
der Regel in diesem Fahrplan nicht vermerkt.“