Wohl nur für Österreicher

Die Eigentümer der Schwechater-, Stiegl- und Ottakringer Brauereien gehen gemeinsam zum Mittagessen. Auf die Frage des Kellners, was sie denn trinken wollen, bestellt der Chef der Schwechater Brauerei natürlich ein Krügerl Schwechater, der Chef der Ottakringer Brauerei - wie könnte es anders sein - eine Flasche Ottakringer, und der Stiegl-Brauerei-Chef ein großes Cappy aufgspritzt, worauf er von seinen fassungslosen Kollegen gefragt wird, was denn mit ihm los sei. Sagt er: „I hob ma docht, wenns es ka Bier trinkts, dann trink i a kans!“

um Übersetzung ins Deutsche wird gebeten!

um Übersetzung ins Deutsche wird gebeten!

In Deutschland sind es ein Kölner, ein Dortmunder (oder ein anderer Pottler, ich kenn mich da nicht so recht aus, bitte also vorsorglich um Verzeihung!) und ein Bayer.

Der erste bestellt ein Kölsch, der zweite ein Alt und der Bayer ein Cola und antwortet, danach gefragt, ebenfalls:

Na, wenn ihr kein Bier tinkt …!

Fritz

Ein Düsseldorfer, ein Kölner und ein Mensch aus Bitburg gehen in eine Kneipe
Der Düsseldorfer bestellt Alt
Der Kölner - na klar - Kölsch
Der Bitburger ein Wasser

Auf die Frage warum er sich denn kein Bier bestelle antwortet er
‚Ich dachte, wenn Ihr kein Bier trinkt, möchte ich auch keins‘

Na, und in München folgerichtig …

… gehen der Herr Stoib er (als oberster Boos des staatlichen Hofbräu), der Herr
Schörghuber (jaja, der Baulöwe, als Eigentümer der Pailaner Brauerei) und der
Herr Wagner (der Privatbesitzer der Augustiner Bräu KG) ins Wirtshaus. Stoiber:
Eine Halbe HB (alkoholfrei, wie immer!!), Schörghuber ein Paulaner Pils und der
Wagner eine Maß Wasser. "Ja, wann Ihr scho koa Bia dringds, nachat brauch i aa
koans … "

*räusper*
Meister,

In Deutschland sind es ein Kölner, ein Dortmunder (oder ein
anderer Pottler, ich kenn mich da nicht so recht aus, bitte
also vorsorglich um Verzeihung!)

da ist Dir nun wirklich ein nahezu unverzeihlicher Patzer passiert: Altbier trinkt man in Düsseldorf und Düsseldorf liegt ganz sicher nicht im Ruhrgebiet.

Darauf ein Beck´s.

Gruß
Christian

PW:
»Es war mir durch den Vater ein Vorteil, mein Ohr an die gute Aussprache des Deutschen zu gewöhnen. Bei uns in der Stadt wird jenes fatale Kauderwelsch des Niederrheins gesprochen, das in Köln wahrhaft ekelhaft wird; es ist das Toskana einer klassisch schlechten Aussprache, eine Mundart, die wie faule Eier klingt, fast riecht… In Düsseldorf merkt man schon den Übergang in das Froschgequake der holländischen Sümpfe. Ich will den Holländern nicht ihre eigentümlichen Sprachschönheiten absprechen, nur, ich habe kein Ohr dafür. Es mag sein, daß unsere Sprache, wie patriotische Linguisten in den Niederlanden behaupten, nur ein verdorbenes Holländisch sei, es ist möglich…
Die Ostfriesen sitzen verträglich zusammen, an den Augen sehen sie sich ab, was sie denken, die Worte lesen sie sich von den Lippen, ehe sie gesprochen werden… durch einen einzigen Laut, eine einzige Miene, eine einzige stumme Bewegung erregen sie untereinander soviel Lachen oder Weinen, wie wir bei unseresgleichen erst durch lange Expositionen, Expektorationen und Deklamationen hervorbringen können… Was diese Menschen zusammenhält, ist die gemeinschaftliche Unmittelbarkeit. Gleiche Geisteshöhe, oder, besser gesagt, Geistesniedrigkeit, gleiche Bedürfnisse und Gesinnung – daher leichtes Verständnis untereinander.«

(Heinrich Heine)

Meister,

Pffft, veralbern kann ich mich selber.

Bitte, ich bat doch

vorsorglich um Verzeihung.

unverzeihlicher Patzer

Wirklich?

Altbier trinkt man in Düsseldorf

DAS wusste ich nicht.

und Düsseldorf liegt ganz sicher nicht im Ruhrgebiet.

Dies hinwiederum ist mir schon klar.

Gruß Fritz

PW:
fatale Kauderwelsch des Niederrheins
In Düsseldorf merkt man schon den
Die Ostfriesen sitzen verträglich

(Heinrich Heine)

Kannst du die Stelle angeben, wo Heine das schrieb? Bitte.

Ich meine nicht, wo er saß, als er dies schrieb, sondern in welchem Buch, in welchen Werk, in welchem Band, auf welcher Seite, unter welchem Titel.

PW:
Verzicht.
„Deine Tochter hat noch immer nicht geheiratet?“
„Nein. Die ist viel zu intelligent, einen zu nehmen, der so dämlich ist, sie zu nehmen.“

Hallo Fritz,

Wirklich?

Altbier trinkt man in Düsseldorf

DAS wusste ich nicht.

eine Bildungslücke bei Fritz, heißa! :wink:

Kannst du die Stelle angeben, wo Heine das schrieb? Bitte.

Ich recherchiere noch. Diese Zitat wurde auszugsweise während einer Stadtführung, die ich neulicherweise machte, dargeboten. Meine Internet-Recherche ergab eine Fundstelle:
http://home.t-online.de/home/weltbegriff/niederde.htm

(Vorher Javascript deaktivieren, sonst springt man auf die Hauptseite.)

Ich mutmaße, er wird das mal bei dem 19. Jh.-Äquivalent eines Interviews gesagt haben, aber wie gesagt, ich bin noch dran.

Gruß
Christian,

aus Zeitmangel ohne Pflichtwitz

Hallo, Christian und Fritz,
der Absatz findet sich in den Memoiren Heines. Sie sind im Web als PDF-Datei nachzulesen: http://www.articulate.de/heine/pdf/memo.PDF
Der in Rede stehende Ausriß findet sich auf S.32 dieses Dokuments.

Weil ich halt so gar keinen Witz weiß, möge mir Eugen Roth beistehen, und mich in meiner Scham darob trösten:

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen,
er müßte sich, genau genommen,
im Grunde seines Herzens schämen
zieht vor, es nicht genau zu nehmen.

Genau! nehmt es nicht so genau.

Eckard

Nur keine Panik, Eckard,

wir wissen schon, wie ernst es um uns steht, wenn die Kenntnis der Verteilung von Biersorten in D und eventuell auf der Erde zum Bildungsgut gerechnet gerechnet wird.

Gell, Christian?

Ich traue mir zu, den Unterschied zwischen den obergärigen und untergärigen Bieren, zwischen Export, Pilz, Weizen, Hefeweizen sosolala erklären zu können, hab sogar schon mal gelesen, was Gose ist und habe mir auch erklären lassen, was für Tricks Guinness einsetzt, um sein Bier auch in Dosen verkaufen zu können, aber die regnionale Verteilung???

Gruß Fritz

PW (in Form einer Boshaftigkeit)

Na gut! Das ist gespeichert: Alt => Düsseldorf => NICHT Ruhrgebiet!

Obwohl, um ehrlich zu sein, von hier aus betrachtet …

Zu Texten bei Stadtführungen, die eigentlich Witze
sind.

Guten Morgen, Eckard!
Und Dank und frohe Ostern, falls wir uns nicht mehr treffen.
Fritz

Guten Morgen, Christian!

Da kannst du mal sehen, was für ein Witz manchmal Stadtführungen sind.

Dieses Zitat wurde auszugsweise während einer Stadtführung, die ich neulicherweise machte, dargeboten.

Ich habe mit Eckards Hilfe die Stelle gefunden; mit deinem Link konnte ich es nicht, da ich nicht weiß, was Javascript ist, geschweige denn, wie man Javascript ausschaltet.

Und da steht im Original:

Er redete den Dialekt Hannovers, wo, wie auch in der südlichen Nachbarschaft dieser Stadt, das Deutsche am besten ausgesprochen wird. Das war ein großer Vorteil für mich, daß solchermaßen schon in der Kindheit durch meinen Vater mein Ohr an eine gute Aussprache des Deutschen gewöhnt wurde, während in unserer Stadt selbst jenes fatale Kauderwelsch des Niederrheins gesprochen wird, das zu Düsseldorf noch einigermaßen erträglich, aber in dem nachbarlichen Köln wahrhaft ekelhaft wird. Köln ist das Toskana einer klassisch schlechten Aussprache des Deutschen, und Kobes klüngelt mit Marizzebill in einer Mundart, die wie faule Eier klingt, fast riecht.
In der Sprache der Düsseldorfer merkt man schon einen Übergang in das Froschgequäke der holländischen Sümpfe. Ich will der holländischen Sprache beileibe nicht ihre eigentümlichen Schönheiten absprechen, nur gestehe ich, daß ich kein Ohr dafür habe. Es mag sogar wahr sein, daß unsere eigene deutsche Sprache, wie patriotische Linguisten in den Niederlanden behauptet haben, nur ein verdorbenes Holländisch sei. Es ist möglich.
Dieses erinnert mich an die Behauptung eines kosmopolitischen Zoologen, welcher den Affen für den Ahnherrn des Menschengeschlechts erklärt; die Menschen sind nach seiner Meinung nur ausgebildete, ja überbildete Affen. Wenn die Affen sprechen könnten, sie würden wahrscheinlich behaupten, daß die Menschen nur ausgeartete Affen seien, daß die Menschheit ein verdorbenes Affentum, wie nach der Meinung der Holländer die deutsche Sprache ein verdorbenes Holländisch ist.
H. H., Memoiren, nach Heines Werke in fünf Bänden, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1978; Bd. 5, S. 429f.

Und nun vergleiche mit dem Text aus der Stadtführung:

»Es war mir durch den Vater ein Vorteil, mein Ohr an die gute Aussprache des Deutschen zu gewöhnen. Bei uns in der Stadt wird jenes fatale Kauderwelsch des Niederrheins gesprochen, das in Köln wahrhaft ekelhaft wird; es ist das Toskana einer klassisch schlechten Aussprache, eine Mundart, die wie faule Eier klingt, fast riecht… In Düsseldorf merkt man schon den Übergang in das Froschgequake der holländischen Sümpfe. Ich will den Holländern nicht ihre eigentümlichen Sprachschönheiten absprechen, nur, ich habe kein Ohr dafür. Es mag sein, daß unsere Sprache, wie patriotische Linguisten in den Niederlanden behaupten, nur ein verdorbenes Holländisch sei, es ist möglich…

Derartige Beschönigungen, wenn man sie nicht Verfälschungen nennen will, fallen mir immer wieder auf.

Und dann schau dir die bösen Blicke des Fremdenführers an, wenn du sie auf solche Dinge hinweist!

Und die deiner Mittouristen! Die sind oft noch wütender, weil du sie aus ihren vertrauten und angenehmen, rückwärts gewandten Träumen holst.

Sprich mal bei einer Führung durch Neuschwanstein darüber, woher Ludwig, der schwule Luigi, das Geld für die Bauten hatte; oder erzähle, wie er wirklich aussah, nachdem er die 30 hinter sich hatte!

Oder weise in Aachen, wo ich die letzte offizielle Stadtführung mitmachte, auf einige, von der Führerin nicht erwähnte Details aus dem Leben des großen Karle hin!

Aber noch lebe ich.

Schönen Tag noch, Fritz

Hallo Fritz,

ich habe mir den Link bzw. den Text für die nächsten Tage vorgenommen. Um eine Lanze für meinen Stadtführer zu brechen: Wie ich schrieb, zitierte er nur auszugsweise und dieser Auszug war auch nach Deiner Quelle korrekt. Hier der Auszug:

während in unserer Stadt selbst jenes fatale Kauderwelsch des
Niederrheins gesprochen wird, das zu Düsseldorf noch einigermaßen erträglich, aber in dem nachbarlichen Köln wahrhaft ekelhaft wird.

Bzw. die kurze Fortsetzung:

In der Sprache der Düsseldorfer merkt man schon einen Übergang
in das Froschgequäke der holländischen Sümpfe.

Zu diesem Zeitpunkt standen wir übrigens vor dem Millowitsch-Relief. Der angebliche Urkölner Willy Millowitsch stammt eigentlich aus dem Herzen der Düsseldorfer Altstadt, wo nämlich sein Vater lebte und aufwuchs.

Das soll als Pflichtwitz reichen.

Gruß
Christian