Letztes Jahr verbrachte ich Silvester bei meiner Schwester in Bayern. Sie lebt dort in einem hübschen Reihenhaus nördlich von München. Die Party war feucht fröhlich und um 0 Uhr wurde mit einer weiteren Flasche Sekt auf das neue Jahr angestossen.
Nach dem Feuerwerk kam unser Hund völlig verdreckt aus dem Garten. In seinem Maul hatte er ein ebenso verdrecktes lebloses Tier. Zunächst haben wir den Hund gewaschen, schamponiert und trocken geföhnt. Dann bekam meine Schwester einen Schrecken, weil sie in dem leblosen Tierkörper das preisgekrönte Kaninchen „Schnucki“ des Nachbarn zu erkennen glaubte. Sie war nun völlig außer sich, weil dieses Kaninchen der ganze Stolz des Nachbarn war. Was sollte sie jetzt nur machen?
Da ich in Folge des fortgeschritten Alkoholkonsums recht wagemutig war, kam mir folgende Idee: Wir waschen, schamponieren und fönen auch das Kaninchen, setzen es heimlich zurück in den Stall und tun so, als ob wir von nichts wüssten. Es gelang mir, meine Schwester von dieser Idee zu überzeugen und machte mich schließlich mit dem aufgestylten und duftenden Kaninchen über den Zaun, legte es in den Stall und schlich mich zurück.
Am nächsten Tag hatte meine Schwester keine Ruhe und ging auf die Terasse, um zu sehen, ob der Nachbar das tote Kaninchen schon entdeckt hatte. Er saß auf der Terasse und blickte völlig aufgelöst und kreidebleich auf den Stall. Meine Schwester grüßte freundlich und fragte, die Ahnungslose spielend, nach seinem Befinden. Er sagte nur tonlos: „Schnucki ist tot“. Meiner Schwester wurde ganz heiß und sie sagte schnell: „Oh, das tut mir leid, vermutlich war die Knallerei letzte Nacht wohl zuviel für Schnucki“. Der Nachbar entgenete: „Nein, nein, Schnucki ist schon letzte Woche gestorben. Ich habe ihn auch schon hinten im Garten begraben …“
Da war wohl jemand nach fünf im Urwald.
gerhard
Da war wohl jemand nach fünf im Urwald.
gerhard
Leider habe ich den Film nicht gesehen. Eine Adaption dieser uralten Geschichte kommt aber häufiger in Film und Literatur vor. Richtig witzig wird es für den, der die Geschichte noch nicht kennt, wenn man in der Ich-Form erzählt. Schöne Geschichten dieser modernen Legenden wurden in den Büchern „Die Tarantel in der Yucca-Palme“, „Der Elefant im Jumbo-Jet“, „Das Huhn mit dem Gipsbein“, etc. gesammelt. Hier noch einer meiner Favoriten:
"Mein Onkel Gerhard lebte in der DDR und arbeitete dort als Unfallsanitäter. Er hatte einen Freund, der als Augenarzt tätig war. Leider waren seinerzeit die Möglichkeiten zur Forschung in der Augenheilkunde nicht sehr optimal und so forschte sein Freund auf eigene Faust. Er brauchte natürlich immer frische Augen und die waren - wie so vieles in der DDR - Mangelware.
Mein Onkel war ihm nun wie folgt behilflich: An einem Unfallort angekommen und immer dann, wenn das Unfallopfer sowieso tot war, operierte er schnell ein Auge heraus und setzte ein Glasauge ein, das ihm der befreundetet Augenarzt vorher gegeben hatte. Das war zwar ethisch nicht ganz korrekt, aber ein Toter sollte sein Auge nicht vermissen und immerhin sollte aus den neuen Erkenntnissen neue Heilmöglichkeiten für schwere Augenkrankheiten entstehen.
So bekam der Freund meines Onkel immer von Zeit zur Zeit ein frisches Auge, an dem er forschen konnte. Besonders interessant war es natürlich kurz nach dem Fall der Mauer, weil dann Ossis wie Wessis hemmungslos über die schlechten Schnellstraßen fuhren und die Unfälle drastisch zunahmen.
An einem Tag verunfallte ein Porschefahrer tödlich. Mein Onkel operierte schnell das eine Auge und setzte das Glasauge ein. Wie üblich hatte niemand was gemerkt. Nur ein Zeitungsbericht ein paar Tage später ließ meinen Onkel unruhig werden. Dort war zu lesen „Obduktion bei einem tödlich verletzten Porsche-Fahrer hat ergeben, daß er 2 Glasaugen hatte. Polizei steht vor einem Rätsel“
"Mein Onkel Gerhard lebte in der DDR und arbeitete dort als
Unfallsanitäter. … an einem Tag verunfallte ein Porschefahrer tödlich.
In der DDR gab es Porsche? 
PW:
Fragt die 16jährige Tochter ihre Mutter: „Wie verhütet man richtig?“ Die Mutter antwortet:" Das ist ganz einfach. Kurz bevor der Junge „kommt“, fragst du ihn einfach, wie das Kind mal heißen soll. Dann machen sie immer einen „Rückzieher“. Nach dem ersten Discoabend funktioniert auch alles wunderbar. Kurz bevor der Kerl „kommt“, fragt sie. Er macht einen „Rückzieher“. Nach dem zweiten Discoabend funktioniert auch alles wieder hervorragend. Beim dritten mal lässt sich der Kerl aber nicht durch die Frage beeinflussen und macht ruhig weiter. Sie fragt noch einmal. Keine Reaktion. Als er fertig ist, nimmt er das Kondom ab, macht einen Knoten rein, hält es hoch und sagt: „Wenn er da rauskommt: David Copperfield!“
"Mein Onkel Gerhard lebte in der DDR und arbeitete dort als
Unfallsanitäter. … an einem Tag verunfallte ein Porschefahrer tödlich.
In der DDR gab es Porsche? 
Nun, das weiß ich nicht. Vermutlich nicht. In meiner kleinen Geschichte schrieb ich aber von der Zeit nach dem Mauerfall, „wo Wessis und Ossis die Straßen unsicher machten“ und da gab es vermutlich Porsche.
Hmm… eigentlich sollten meine kleinen Beiträge zur allgemeinen Erheiterung beitragen. Sollte das bei dem einen oder anderen der Fall gewesen sein, würde ich mich über ein solches Feedback durchaus freuen.
Für alle Anderen gilt: Die beiden Geschichten sind natürlich moderne Legenden und mir oder meinen Verwandten nie widerfahren. Verweise auf etwaige Ungereimtheiten oder Filme, Bücher mit ähnlicher Handlung sind also ab sofort obsolet. 
Besonders interessant war es natürlich kurz nach dem Fall
der Mauer, weil dann Ossis wie Wessis hemmungslos über die
;schlechten Schnellstraßen fuhren und die Unfälle drastisch
;zunahmen.
In der DDR gab es Porsche? 
Ach jun Kee,
Du musst nur dein Glasauge richtigrum einsetzen und noch mal lesen !
(gilt das als PW?)
Eckard
Ach jun Kee,
Du musst nur dein Glasauge richtigrum einsetzen und noch mal
lesen !
(gilt das als PW?)
Eckard
LOL, es gibt noch Leute mit Humor … DANKE Eckard!