Friedhelm Funkel schickt seine Scouts in allen Ecken der Welt um brauchbare Talente zu verpflichten um zu verhindern dass der FC Köln zum dritten Male absteigt.
Einer dieser Scouts informiert dem Trainer dass er in Bagdad fündig
geworden ist wo er ein 17-jähriges Riesentalent entdeckt hat. Funkel fliegt darauf mit dem Manager nach Bagdad, überzeugt sich von den Qualitäten des Jungen und man macht den Transfer sofort perfekt.
Zwei Wochen später spielen die Bayern in Müngersdorf und der FC liegt 20 Minuten vor Schluss 0:4 zurück. Funkel wechselt Lottner aus und
bringt den Youngster aus dem Irak. Das kleine Kerlchen ist eine regelrechte Sensation und erzielt 5 Tore, eins schöner als das andere. Die Fans sind aus dem Häuschen, Mitspieler umarmen ihn, die Vereinsführung ist überglücklich und die Presseleute schreiben den Newcomer in den Himmel.
Wenn er endlich das Spielfeld verlassen hat, greift er zum Telefon und ruft seine Mutter an:
„Mutti, ich durfte heute 20 Minuten mitspielen, wir lagen 0:4 zurück und ich habe mit meinen 5 Toren das Spiel noch umgebogen. Wir haben gewonnen.
Alle lieben mich hier ! Die Fans, der Geissbock, die Mitspieler, die
Medien…“
„Grossartig“, sagt die Mutter. „ich werde dir jetzt über unseren
Tag berichten. Dein Vater wurde auf der Strasse erschossen, deine
Schwester und ich sind vergewaltigt worden. Dein kleiner Bruder wurde zusammengeschlagen und dein grosser Bruder ist jetzt Mitglied einer Strassenbande geworden.“
Der junge Spieler ist entsetzt: „Ja, was soll ich sagen Mutti, das tut
mir wirklich leid“ reagiert er.
„Es tut dir leid ? Es tut dir leid ? Es ist verdammt nochmal DEINE
Schuld dass wir nach Köln umgezogen sind !“