Heilbehandlung für Tote

21.01.2004 10:48 Uhr
Krankenkasse schickt toter Frau Fragebogen zur Todesursache
Die Barmer Ersatzkasse in Erfurt hat an eine tote Frau einen Fragebogen zur Todesursache geschickt. Der Betreff lautete: ‚Heilbehandlung wegen nicht natürlicher Todesursache‘.
Der Arzt, der den Totenschein im Dezember ausgefüllt hatte, gab eine ‚ungeklärte Todesursache‘ an. Erst durch eine Obduktion wurde klar, dass die 46-jährige Diabetikerin Magenblutungen erlag.
Das Schreiben, das der Barmer ‚unendlich Leid tut‘, bezeichnet der Witwer als ‚unmenschlich‘: ‚Als der Brief kam, war es, als sei meine Frau noch einmal gestorben.‘
Ein Beileidsschreiben der Krankenkasse erreichte ihn übrigens am selben Tag.
Quelle: http://www.bild.t-online.de

das ist nicht witzig.
mir faellt gerade kein PW darauf ein.

Na da kann ich noch einen aus eigenem Fundus beisteuern.

Habe gerade in der Kanzlei einen Erbfall abgewickelt und u.a. auch die Mitgliedschaft der Erblasserin bei der JUH mit Hinweis auf Tod und unter Beifügung einer Kopie des Totenscheins gekündigt. Als Bestätigung kam ein sauber an mit adressiertes Schreiben des Inhalts, dass man die Kündigung rückwirkend zum Todestag bestätige, bedauere, dass man ein langjähriges förderndes Mitglied verloren habe, und - jetzt kommts - der Dame für ihren weiteren Lebensweg alles gute wünsche.

Da soll noch einer sagen, dass man in der evangelischen Kirche die Sache mit dem ewigen Leben nicht ernst nehmen würde. Wir haben in der Kanzlei jedenfalls alle am Boden gelegen, und da Erbe keine Privatperson war, konnten die Vertreter sich auch einen vor Prusten kaum zu verstehenden Rückruf nicht verkneifen, als sie die übliche Kopie von mir bekamen.

BTW: Unsere Familie bekam auch schon mal vor Jahren ein Kondolenzschreiben mit einem nicht ganz unerheblichen Geldbetrag zwecks Grabpflege zum Tode meiner Mutter von der Studentenverbindung meines Vaters. Meine Eltern wollten eigentlich zum Stiftungsfest, mussten dann aber wegen einer - absolut harmlosen - Erkrankung kurzfristig absagen. Irgendwie muss dort dann das Gerücht aufgekommen sein, meine Mutter habe das Zeitliche gesegnet, und so hatte man - wie in gut katholischen Kreisen so üblich - ihrer im Abschlussgottesdienst gedacht und dann Geld gesammelt. Schade, dass wir nicht sehen konnten, wie die Verantwortlichen im Boden versunken sind, als Vater die Sache am Telefon aufklärte. Wer den Blödsinn in die Welt gesetzt hatte, lies sich natürlich nie aufklären. Das Geld haben wir dann auf Mutters Wohl, wie es zu unserer verfressenen und versoffenen Familie passt, in einen Restaurantbesuch umgesetzt.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Na da kann ich noch einen aus eigenem Fundus beisteuern.

Hallo,

als Mensch mit über 20 Jahren im öffentlichen Dienst, der immer mit Menschen zu tun hatte, könnte ich einige Storys zu Besten geben.

Aufgrund einer Frage in einem der Boards hier (es sammlte jemand Geschichten aus dem Berufsleben) hatte ich einige Erlebnisse schriftlich niedergelegt und zugesandt.

Als Antwort wurde mir dafür gedankt, aber die Erlebsnisse wären doch zu unglaubwürdig. Nachdem ich dann mitgeteilt habe, wo ich arbeite (mit Tel.-Nr. usw.) wurde mir dann geglaubt.

So erhielt z. B. eine Frau einen Fragenbogen, den sie ergänzen sollte: „Ich bin bei… in Behandlung.“ Zurück kam das Schreiben dann so: „Ich bin am 12.05.1984 verstorben.“. Also Post aus dem Jenseits.

Oder aus dem Bericht eines Arztes, es ging um einen Hexenschuss:

„Herr XYZ behauptet, von der Hexe geschossen worden zu sein. So wie ich seine Frau kenne, ist dies durchaus glaubhaft.“ (gleichzeitig PW)

Na ja, das dazu.

Gruss

Andreas

das ist nicht witzig.
mir faellt gerade kein PW darauf ein.

Ich fands witzig. Mir fällt auch kein PW ein, deshalb klaue ich einen :wink:

PW: Ein Ungar nimmt an einem finnischen Holzhackerwettbewerb teil und fällt zum Erstaunen seiner schwergewichtigen Gastgeber die Bäume schneller als alle anderen, trotz seiner bescheidenen Grösse. Auf die Frage, wo er denn das Holzhacken gelernt habe, antwortet er: „In der Wüste.“
„Aber in der Wüste gibt es doch gar keine Bäume!“, wenden die Finnen ein. Antwortet der Ungar trocken: „Nein, jetzt nicht mehr!“

Greatly exaggerated
Hi,

da fällt mir doch Mark Twain ein, der einmal erklärte, dass er die Berichte von seinem Ableben für „maßlos übertrieben“ halte.
(„The reports of my death are greatly exaggerated.“)

W.