Rennfahrerin Oma Ursel

Oma Ursel ist in der Klapse. Da sie nicht mehr so richtig laufen kann macht
sie sich einen Spaß daraus so schnell wie möglich mit ihrem Rollstuhl über
die Gänge zu flitzen.

Eines Tages ist es mal wieder soweit, sie rast mit Vollgas über den Gang
als plötzlich eine Tür vor ihr aufgeht und der verrückte Walter vor ihr
steht: „Haben Sie Ihren Führerschein dabei?“, Ursel kramt ein altes
Bonbonpapier aus Ihrer Tasche und zeigt es ihm. „Alles klar, Sie können
weiterfahren.“

Weiter geht die Fahrt über den Gang, schon wieder springt eine Tür vor ihr
auf und der bekloppe Erich steht vor ihr: „Ihren Versicherungsnachweis
bitte!“. Ursel kramt abermals eine alte verknitterte Schokoriegelverpackung
aus der Tasche und zeigt sie ihm: „Alles klar, und gute Weiterfahrt“.

Jetzt gibt Ursel alles, man muss ja die verlorene Zeit wieder aufholen,
also weiter wie wild über den Flur. Wie sollte es auch anders sein, öffnet
sich auf einmal eine dritte Tür und der bescheuerte Klaus steht da mit
einer Mords-Erektion. Kommentar von Ursel: „Nicht schon wieder ein
Alkoholtest…“

Und wie ist Ursel in die Klapse gekommen?

Als sie noch besser drauf war hatte sie noch ihren Wagen. Aber sie musste regelmässig mit dem Wagen in die Werkstatt.

„Mann, das gibt es doch nicht“, meinte der Mechaniker, „der ganze Motor ist kaputt. Wie machen Sie das immer?“

„Ich weiss auch nicht“, sagte Oma Ursel, „ich fahre langsam im ersten Gang an, gehe dann in den zweiten und dritten. Auf der Autobahn nehme ich dann den vierten und fünften. Und wenn ích so richtig schnell bin gehen ich dann in den Ralleygang ®.“