Die Vorbereitungen verliefen generalstabsmäßig. Rund 150 Vertreter von über 70 Organisationen und Institutionen versammelten sich für zwei Tage, um die jährliche Anti-Terrorübung für den US-Bundesstaat Kentucky durchzuführen. Geprobt wurde die Abwehr eines terroristischen Angriffs auf eine Ziegen-Zuchtschau mit Biowaffen.
„Wir versuchen uns darauf zu konzentrieren, was für Kentucky wirklich wichtig ist“, so Andrew Cline vom örtlichen Büro des Heimatschutzministeriums gegenüber der „Kentucky Post“. Und das ist in Kentucky nun mal die Ziegenzucht - immerhin zählt der Staat zu den fünf größten Produzenten von Ziegenprodukten in den USA. Auf Zuchtschauen könnten so genannte „Agro-Terroristen“ zudem gezielt positionierte und infizierte Streichelziegen nutzen, um Seuchen zu verbreiten.
Details der Großübung wurden nicht verraten, um den Vorsprung gegenüber Terroristen nicht leichtfertig wieder zu verspielen. So wurde auch nicht bekannt, ab welcher Terrorwarnstufe eine allgemeines Ziegenstreichelverbot ausgerufen werden muss und wer im Fall eines Anschlags den Sündenbock spielen wird.
In den folgenden drei Monaten sollen die Ergebnisse der Operation zusammengefasst und den Institutionen, die nicht teilnehmen konnten, zur Verfügung gestellt werden. Dann wird Kentucky sich deutlich sicherer fühlen, denn die Maßnahmen gegen Ziegenterror lassen sich auch bei „Flutkatastrophen, Tornados oder Erdbeben“ anwenden, so Cline. Daher macht es dann auch nichts, dass mit der Ziegenübung die Ressourcen für Großübungen in Kentucky für dieses Jahr erschöpft wurden.