Wer surft so spät durch Nacht und Netze

Wer surft so spät durch Nacht und Netze?
Es ist der User in wilder Hetze!
Er hält sein Windows fest im Arm,
und auch dem Modem ist schon warm.

„Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?“
Siehst, User, du das Virus nicht?
Den Trojanerkönig mit Macro und Wurm?
„Mein Windows - es ist nur ein Datensturm.“

„Betriebssystem, komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte WebSites sind an dem Strand,
und auf den Servern gibts viel Tand.“

Mein User, mein User, und hörest du nicht,
was der Virus mir leise verspricht?
„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
es piepst nur das Modem, das wieder mal spinnt.“

„Willst feines Windows, du mit mir gehn?
Mein Macro soll dich kitzeln schön,
meine Routinen werden die Bytes dir recht schütteln,
und löschen und deine Dateien gut rütteln!“

Mein User, mein User, und siehst du nicht dort
Trojaners EXE am düsteren Ort? -
„Mein Windows, mein Windows, ich sehs genau;
es glimmt doch mein alter Schirm nur so grau.“

„Ich liebe dich, mich reizt deine DLL;
und willst du gleich booten dann lösch ich dich schnell.“
Mein User, mein User, die Platte läuft an!
Trojaner hat mir ein Leid angetan!

Dem Surfer grausts, er klickt geschwind,
und in der Leitung das Bit gerinnt;
er kappt die Verbindung mit Müh und Not,
jedoch zu spät - der Bildschirm bleibt tot.

Erlrouter
Wer routet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Router, er routet geschwind!
Bald routet er hier, bald routet er dort
Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.

Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange
in einer zu niedrig priorisierten Schlange.
Die Schlangen sind voll, der Router im Streß,
da meldet sich vorlaut der Routingprozeß
und ruft: „All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,
nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!“

Es komme gar bald einem jeden zu Gute
eine sorgsam geplante und loopfreie Route.
Des Netzes verschlungene Topologie
entwirr’ ich mit Dijkstras Zeremonie.
Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,
dort steh’n sogar Routen zu Himmel und Hölle.

Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,
mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.
Doch OSPF durchsucht schnell und bequem
mein ganz und gar autonomes System.
Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,
benötigt man Kenntnis der Topologie.

Zu Überraschungs- und Managementzwecken
durchsuch’ ich mit RMON die hintersten Ecken.
Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,
mit SNMP kann ich alles besorgen.

Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,
Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.
Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ich’s vergesse:
„Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!“

„Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang.“

„Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht.“

„Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draußen am LAN-Port, da wartet die MAU!“

„Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.
Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.
Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer.“

„Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke.“
"Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt’ ich doch niemals zur Brücke geroutet!

Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen."

Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.

„Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?“

„Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?“

„Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.
Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 .“

„Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!“

"Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk’ Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte."

Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen Hub.
Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.

Yesterday
Yesterday,
All those backups seemed a waste of pay.
Now my database has gone away.
Oh I believe in yesterday.
Suddenly,
There’s not half the files there used to be,
And there’s a milestone
hanging over me
The system crashed so suddenly.
I pushed something wrong
What it was I could not say.
Now all my data’s gone
and I long for yesterday-ay-ay-ay.
Yesterday,
The need for back-ups seemed so far away.
I knew my data was all here to stay,
Now I believe in yesterday.

Killing my software
I try to run my programs
with windows 95
8 megs are recommended
but I got only 5
So there is was my system
completely obsoleted
typing path names with my fingers
cursing out loud at my mouse
killing my software with windows
killing my software with windows
needing more disk space
with windows
needing new programs
with windows

Kurzform vom Original:
Vater und Kind
reiten im Wind.

Kommt 'n Mann
quatsch sie an
ob er den sohn nicht mitholen kann.

Vater sagt nein,
reitet heim.

Kommt nach Haus,
Kind tot - aus.

windows 95
Well, I bought up.
Brought windows home,
and d’cided to boot it up.

But when I load it up,
It says my memory is not enough…
I’d be runnin’ out.
I need some extra RAM to fix me up…

I have to cough it up…
Open my wallet up.
It never stops. (4x)

It’s Windows 95!
It suckin’ up my Drive.
It’ makes a pretty all fine.
But my PC… is obsolete.
I’ll have to buy myself a brandnew machine…

Bring it up…
Stick me up.
You suck me in, and then you got me hooked.
You got me…, you got me.

There’s so much stuff to buy
I need a new harddrive
It’s gonna suck me dry.
My CPU says, ‚don’t have the speed‘,
it takes an hour just to bring up the screen
nanana,

Oh no.
I making software buys,
Wow!
It’s making Bill Gates come.
Yoyo.
You make a rich man come.

Hallo,

oder:
Wer reitet so spät bei Nacht und Wind,
es ist der Vater mit seinem Kind.
Es war eine riesen Gemeinheit vom Alten,
das Kind mit dem Arsch gegen den Wind zu halten.

und dann 2 Möglichkeiten:
a)das Kind bekam nen kalten Arsch,
weg warsch
b)das Kind bekam die Freck
und war weg.

Gruß
Sticky

Eine andere Kurzform
Die Kurzform einer anderen bekannten Geschichte:

Auf dem Fels ein kleines Mädel,
blonde Haare auf dem Schädel,
unten schwimmt ein Kahn vorbei.
Schiffer Maul und Nase offen,
Kahn kippt um und Mann ersoffen.
Überschrift: Die Loreley.

Einen hab ich noch…
Loch gegraben,
Bronze rin’
Glocke fertig,
bim bim bim.

Frei nach Schiller!

kürzer geht es beim Taucher:

Blubb - Blubb
weg war er!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sachsen-Version
Dr Erlgeenich [sächsisch]

Ä Babba, der reided mit Kustav sei Sohn
Seid anderthalb Schtunden durchs Rosendahl schon.
Dr Doktor, där haddn Bewächung empfohln, die will sich dr Alde nu jede Nacht holn.

Sei Gleener wird ängstlich und meent: „Gugge da!
Dr Erlgeenich schbugd dorte, schon isser ganz nah!“
„Äscha dummes Gind“ brillt dr Babba zurick,
„Erlgeeniche gibt`s nich, mir sin Rebublik!“

„Isch sähn aber doch! Dort feixt dr im Busche.
S Mondlicht fälltm dirkt uff de Gusche!“
„Isch wees gar nich, Kustav, waste heit wiedr
hast, `s weider nischt wie ä schimmlichr Ast!“

„Nee, nee, gannste mir gloom, sis ä Gärl und dahinder, da schwärm seine Dächter, verbibbch, sin das Ginder! Die Eene winkt mitm Schnupptuch un lacht,
nee Babba, dass is eene gomsche Nacht!“

Där Alde wärd ärcherlich un reided wie dumm
und meent zu sein Sohn:„Gugge dich ja nich mehr um!
Du steckst een ja färmlich an mit dei Bleedsinn.
Wie kann nur ä neinjärsches Gind so verdreht sin!“

Un doller noch reided där Babba drufflos,
wild fliechen de Fetzen von Ärde un Moos.
Nu endlich, da landen se, `s is schon hälle,
Der Alde greifd hinder sich, leer is de Schdelle.

Da ruft`r un gratz sich darbei hindern Ohrn:
„So isses rischtisch, jetz hab isch mei Kustav glicklich
verlorn.“

heinz erhart version
Wer reitet so spät durch Wind und Nacht?
Es ist der Vater, es ist halb sieben - äh halb acht!

einfach nur genial!

Gruß
Gerald

Bikerversion Erlkönig
Wer knattert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind
der Vater Karl mit dem Sohne Fritz
auf seiner NSU auf dem Soziussitz

Mein Sohn, was birgst Du so bang Dein Gesicht?
Vater, siehst Du den Bahnübergang nicht?
Den Bahnübergang dort in der Ferne?
Keine Angst, wir haben 'ne Karbitlaterne!

Und Vater oh Vater, und siehst Du nicht hier
den Polizisten mit Bleistift und Papier?
Mein Sohn, der kann uns nichts haben an
wir haben 'ne falsche Nummer dran!

Der Vater braust
er gibt kräftig Gas
Halt Dich fest mein Sohn
sonst passiert Dir was
Er erreicht mit Müh’ die Stadt am Meer
der Soziussitz war leer …

Der Taucher - Heinz Erhart
Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt,
zu schlunden in diesen Tauch?

Einen güldenen Becher habe ich mit,
den werf ich jetzt in des Meeres Bauch.

Und wer ihn mir bringt, ihr Mannen und Knaben,
der soll meine Tochter zum Weibe haben.

Der Becher flog
der Strudel zog
ihn hinab ins gräuliche Tief

Die Männer schauten,
weil sie sich grauten,
weg.

Und abermals der König rief:
Wer wagt es, Knippersmann oder Ratt,
zu schlauchen in diesen Tund?
Wer’s wagt - das erklär ich an Eides Statt -
darf küssen mein’s Töchterlein’s Mund,
Darf heiraten sie! Darf mein Land verwalten!
Und den Becher darf er auch noch behalten!

Da schlichen die Knappen
und Mannen von dannen,
bald waren sie alle verschwunden.
Sie wußten verläßlich:
Die Tochter ist häßlich.
Der Becher liegt heute noch unten.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Das ist der Vater mit seinem Kind!
Im Hof angekommen mit größter Not -
Vater gesund, Kind tot

Und was ist mit
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater, der kriegt ein Kind.
Er reitet in dem finstren Busche,
Der Gaul der stolpert und fällt auf die Gusche.

Erreicht den Hof mit Müh und Not
Und siehe da:
Das Pferd ist tot.

Gruß vom Frosch

und damit?
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Soll man’s für möglich halten,
so 'n Unverstand von dem Alten!

Gruß
Elke