Szenario:
Robert hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule
gebracht.
> >
1973 - Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den anderen
Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen
> >
2006 - Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen
der Polizei rücken an. Robert wird mit mehreren Betäubungsschüssen
gelähmt und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Die
Schulpsychologen kommen und betreuen die traumatisierten Mitschüler
und Lehrer.
> >
Szenario: Robert und Markus raufen sich nach der Schule.
> >
1973 - Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an. Markus
gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.
> >
2006 - Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen
schwerer Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und
landen ohne Ausbildung auf der Strasse.
> >
Szenario: Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht
> >
1973 - Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim
nächsten Mal einen gehörige Anschiss vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt
ab sofort ruhig und stört den Unterricht nicht mehr.
> >
2006 - Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie.
Die Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.
> >
Szenario: Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb
von seinem Vater eine Ohrfeige.
> >
1973 - Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein
normales Leben.
> >
2006 - Roberts Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt.
Robert wird der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt.
Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie
auch misshandelt und mißbraucht wurde. Der Vater kommt nie wieder aus
dem Knast und die Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.
> >
Szenario: Robert hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.
> >
1973 - Robert gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, im
Rauchereck.
> >
2006 - Die Drogenfahndung taucht auf. Robert wird wegen Drogenbesitz
von der Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer
zu Hause werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.
> >
Szenario: Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.
> >
1973: Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien und schafft
den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.
> >
2006: Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule.
Die liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar.
Deutsch ist nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was
im Namen der deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet
wurde.
Die Schule lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen
für einen Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft
er nicht und landet am Ende als Drogenhändler auf der Straße, weil er
immer noch kein Deutsch kann.
> >
Szenario: Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen
Ameisenhaufen.
> >
1973: Einige Ameisen sterben
> >
2006 - Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt
werden gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten,
pyromanische Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen.
Die Eltern und Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen.
Sämtliche PCs im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material
untersucht. Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie
mehr in seinem Leben mit dem Flugzeug fliegen.
> >
Szenario: Robert fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie.
Der Lehrer läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen.
Dann geht er mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster
und bleibt noch kurz bei ihm sitzen.
> >
1973 - Nach kurzer Zeit geht es Robert wieder besser und er geht
zurück in die Pause.
> >
2006 - Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von
Minderjährigen sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein
Strafverfahren in dem er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.
Für die vor 1978 Geborenen zur Erbauung, für die danach zur Information:
Genauso war das !
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun. Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte gepackt. Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt in stahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
Wir sind auf Bäume gestiegen, die nicht TÜV geprüft waren und wussten, dass man Kirschbäume besser meidet, weil sie so leicht brechen.
Wir sind auf Seen Schlittschuh gelaufen, ohne dass sie amtlich freigegeben waren.
Wir haben in Flüssen ohne Klärwerke gebadet, in Seen ohne Badeanstalt.
Das Bad wurde nur einmal in der Woche geheizt und einen Fön gab’s auch nicht.
Wenn es kalt wurde, hat man sich wärmer angezogen und nicht die Heizung höher gedreht.
Zwetschgen musste man aufsammeln, Äpfel pflücken und Nüsse selbst knacken.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Es gab kaum Allergien.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir konnten selbst Drachen bauen und wussten, wo man sie nicht fliegen lassen durfte.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen.
Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde.
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns… Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.
Und du gehörst auch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!
Sehr gut! (ohne Pflichtwitz)
.
Damals:
saß ich in einer Schulklasse mit 11 Kindern meiner Alterstufe und 14 Kindern der nächstjüngeren Stufe. Große Pause dauerte eine halbe Std, weil der Lehrer geschieden war und sich selbst den Tee machen mußte. Ach, war das schön.
Auf dem Gymnasium habe ich dann erstmal 2 Jahre lang ganz schön dumm dagestanden - das war nicht so schön.
Alle Eltern hatten früher Arbeit, zwei Kinder in meiner Grundschulklasse hatten auch schon Jobs - mußten mitverdienen wegen Großfamilie, trotzdem hats nicht für allzuviele lange Hosen gereicht. Teil 1 schön, Teil 2 ungünstig für die Hausaufgaben und im Herbst sicher kalt.
Mein Bruder hat oft die Schule geschwänzt und wurde dafür regelmäßig verhauen - gebracht hats rein garnichts.
Wir Bauernkinder mußten natürlich mithelfen, haben bei den Nachbarn auch öfter mitgemacht. Bei der Gelegenheit stand ich mal plötzlich und allein auf weiter Flur einem Bullen mit gesenkten Kopf und Fußscharrend gegenüber - garnicht schön (der Hofhund hat den Bullen rein zufällig abgelenkt, das hat gereicht um mich diskret zu verziehen).
Ein Jugendlicher aus unserem Kleckerdorf ist einen Strommast hinaufgeklettert - es hat ihn die halbe Kopfhaut gekostet, weshalb er anschließend mit einer vernarbten Glatze herumlief.
Eine Klassenkameradin saß bei einem Autounfall vorn, ist durch die Scheibe (natürlich ohne Sicherheitsglas) und retour. Sie hatte nachher einen Spinnennetz von rosaroten Narben im Gesicht.
Meine Cousins 1. Grades haben auf dem Heuspeicher ein Lagerfeuer entfacht - mit ordentlichem Erfolg (sie haben mit viel Glück überlebt).
Mein Cousin 2. Grades ist per Kopfsprung in einen See. Ist seitdem ab dem Hals abwärts gelähmt.
Vor meiner Geburt ist ein Dorfmitglied beim Schlittschuhlaufen eingebrochen und unters Eis geraten. Ich weiß nicht, ob er wiedergefunden wurde.
Zwei Jugendliche aus meinem Bekanntenkreis fanden es so toll damals, dass sie sich in ein Auto gesetzt und die Abgase nach innen geleitet haben.
Drei Leute aus meinem jugendlichen (nicht allzu umfangreichen Bekanntenkreis) sind mit weniger als 35 Jahren an Hirntoumoren (2) oder unerkannten Herzfehlern (1) gestorben.
Bei Verwandten von uns ist ein zweijähriges Kind in einen offenen Gülleschacht gefallen und ertrunken.
Das alles in einem 4oo-Seelendorf, einem sehr eingeschränkten Verwanten- und nicht sehr großen Bekanntenkreis und abzüglich all der Sachen, die ich inzwischen vergessen oder wegen Wegzug nie erfahren habe.
Toll war das seinerzeit - können die behaupten, die es unbeschadet überstanden haben.
Anne
ich befürworte ein Mehrfachposting
in
Eltern-Kinder
Allgemeine Rechtsfragen
Sonstiges
und … einigen anderen Brettern.
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hallo Anne,
bist Du sicher?
PW: Bist Du ganz sicher?
nur dumm, dass wir all die tollen sachen unseren eigenen kindern verweigern. was sind wir doch für egoisten…
sollte als pw reichen.
grüsse,
coco
Re^2: ja die gute alte zeit 
3 PWs:
Beim Examen wird der Jurist gefragt:„Was hoch ist die Höchsstrafe für Bigamie?“ Erwidert der: „Zwei Schwiegermütter!“
Treffen sich zwei Studenten: „Wie spät isses denn ?“ „Mittwoch !“ „Sommer oder Wintersemester ?“
Lehrer: „Alkohol ist unter anderem auch ein gutes Lösungsmittel…“ Schülerin: „Ja, für Probleme und so…“
Ich bin zwar 1978 geboren, aber einige Erinnerungen an ‚früher‘ aus meiner Kindeheit (vor dem Alter 13) hab ich auch. Wg. Krankheit meiner Mutter war ich öfters auf’m Dorf bei meiner Oma (auch dort im Kindergarten) als in der Stadt bei Mutter.
Mein Vater hat übermüdet im Schneckentempo nen Fahrradfahrer umgefahren. Ich saß verbotenerweise mit ~9 Jahren vorne auf’m Beifahrersitz, nicht angeschnallt. Ich hatte überall Scherben, in den Klamotten, sogar in den Ohren. Die Hand und die Stirn meines Vaters war aufgeschnitten und der Fahrradfahrer der übers Auto geflogen is hatte sich mind. den Arm geborchen, schimpfte arg und wollte trotzdem noch meinen Vater verkloppen kommen als Dorfbewohner ihn aufgehielten.
Einmal ist bei einer Autobahnfahrt ein Reifen von unserem Lada geplatzt (TÜV, was is das?). Das gab ne Schleuderei. Ich wurd hinten hin und hergeworfen. Damals gab es auch keine Leitplanken dadurch sind wir auf die andere Fahrbahnseite geschleudert. Gott sei Dank gab es damals in der DDR auch nicht so viele Autos 
So ist nichts weiter passiert, bis auf den Schreck und blaue Flecken.
Reifen gewechselt und weiter gings.
Mit 12 bin ich das erste mal Trabbi gefahren. Durfte nur in abgelegenen Waldwegen fahren.
Meine Oma ist bei einem Spaziergang auf so einem nicht freigegebenen See im Winter eingebrochen. Zum Glück nicht weit vom Ufer und sie konnte noch stehen und sich selbst befreien.
Im tiefen Wasser bei den dicken Winterklamotten die sich voll Wasser saugen wäre es wohl ihr Tod gewesen.
Ich musste als Kind Holz hacken und Kohlen schippen. Gab keine Heizung, nur Öfen.
Holz hacken war cool. Nachbarsjunge musste das auch. Er war 2 Jahre jünbger als ich und hat sich dabei einmal ins Knie gehackt.
Kohlen schippen war doof, danach war man immer dreckig und musste duschen. Duschen war auch doof weil erst der Wasserboiler geheizt werden musste und ne gute Wassertemperatur aus der Brause war ne Zufallssache. Baden gab’s nicht. Außer im See vor der Haustür. Im Sommer war’s cool. Ich konnte mit 5 Jahren schon schwimmen und durfte mit 10 immer alleine an de See.
Meine Oma war Diabetikerin. Damals zu DDR Zeiten musste sie immer viele Tabletten nehmen (später waren es Insulinspritzen). Wir hatten nen kleinen Dokö (Dorfköter). Mit dem hab ich mich in Omas Schlafzimmer eingeschlossen, damit ihn niemand rauslässt weil er durfte eigentlich nicht ins Haus. Bin dabei eingeschlafen.
Da Omas Tabletten auch in diesem Raum waren haben die anderen vor der Tür gedacht ich hätte welche gegessen weil ich nicht auf Rufe und Schlagen gegen die Tür reagierte. Vater ist vom Balkon aus vom Nebenzimmer gesprungen und hat sich irgendwie in das kleine Schlafzimmerfenster reingehangelt (kapier bis heute nicht wie man das schaffen konnte, war ja lebensgefährlich).
Naja, ich wurde danach nach Strich und Faden verkloppt, was ich aus meiner Erinnerung ausgeblendet habe. Weiß nur aus Erzählungen das ich nach Tagen noch nen bunten Arsch hatte.
P.S. Ich hatte die Tabletten nie angerührt.
Mit ner Freundin aus der Stadt war ich im Dort aufm Spielplatz schaukeln als oben der rostige Stahl/Eisenträger auf einer Seite brach. Genau die Seite wo meine Freundin stand. Da es Sommer war, wir Kinder hatten wir bis auf kurze Hosen nichts an. Das Ende vom Träger ritschte über ihren Oberkörper und hinterlies einen breiten blutigen Streifen. Nach einem Tag konnte sie aber schon wieder lachen.
Meine Oma arbeitete in einem Konsum (Tante Emma Lädchen). Hab als Kind geholfen (freiwillig) Waren in die Regale zu packen. Dafür in den Pausen immer mit dem Tacker und Locher gespielt und Schoko-H-Milch getrunken. Einmmal mir mit dem Tacker beim nachfüllen in den Daumen getackert.
Einer aus’m Kindergarten in der Stadt ist mit seinem Fahrrad ne übelst lange Treppe runter, die Schräge für Kinderwagen, ist dabei abgekommen und den Rest hinuntergestürzt. Nase gebrochen und Loch im Kopp.
Ich hab mir beim Draußen spielen mit Freunden mal an ner Scherbe das innere Handgelenk bis zur Pulsschlagader aufgeschnitten und NICHTS gespürt. Erst gemerkt weil meine Handfläche warm wurde und gesehen das mein Blut über sie floß und geschrieen. Ich dachte ich muss sterben.
Die Mutter einer Freundin war Krankenschwester und hat mir den Arm abgebunden. So ohne Blut was ständig floß konnte man das Schnittloch richtig sehen und auch die Gefäße. Sie sagte mir auch immer ich solle nicht weinen und mich beruhigen weil wenn mein Herz schneller klopft auch mein Blut schneller fließt. Das schürte eher meine Angst, ein Teufelskreis.
War übrigens der Geburtstag von besagter Freundin den ich ihr dadurch versaut habe und sie es mir noch 2 Jahre später vorhielt.
Die eintreffenden Sanitäter meinten bei sowas macht man nen Druckverband.
Der Arzt im Krankehaus nahmes wohl nicht ernst und als der den Druckverband öffnete spritzte im Blut ins Gesicht.
Er musste erstmal Brille waschen gehen.
Während des nähens im Handgelenk merkte ich ein kratzen. Da bekam ich noch ne Spritze (die erste tat schon weh).
Und die eine Krankeschwester an meiner Seite die mich ablenken sollte frage mich warum ich das getan habe. Ob ich unzufrieden mit meinem Leben wäre XD
lol, die dachte ich habe mit mit Absicht die Pulsschlagader aufgeschnitten und glaubte mir nich das es ne Scherbe war.
Meine Lieblingstante ist mit jungen Jahren im Krankenhaus an Krebs gestorben. Ich habe sie nur einmal besucht und auch wenn sie sich bemühte man sah ihr an das sie Schmerzen hatte. Da wurde mir auch bewußt das Ärzte doch keine Allheiler sind und ich nahm es ihnen übel.
Im Kindergarten musste man immer aufessen.
Man wurde dazu gezwungen.
Aß man nicht auf kamen erst gemeine Geschichten über Hexen die alle mitnehmen die nicht aufessen. Danach musste man so lange am Tisch sitzen bleiben bis der eigene Teller leer ist, während die anderen schon draußen spielten.
So musste ich ne Rosenkohlsuppe aufessen und hab danach alles in den Nachtisch gekotzt (Erdbeerquarkspeise, das einzigste am Mittagassen worauf ich mich freute -.-).
Zur Strafe musste ich draußen den Hof fegen.
Ein anderes gleichaltriges Kindergartenkind was sich darüber lustig machte spuckte ich ins Gesicht, was mir ihre große Schwester 1 Jahr später im Ferienlager vorhielt. (verdammt)
Im Ferienlager mussten wir 6 Uhr früh aufstehen für Frühsport (damit se uns auch um 9 Abends ins Bett kriegten, denn 22 Uhr war Nachtruhe und Sperrstunde).
Alles andere war cool.
Die Lehrer waren streng. Schon für kleine Ablenkungen bekam man einen Strich und bei 5 Strichen einen Tadel. Einen Strich gab’s auch schon wenn man beim Appell sein Pionierhalstuch nicht ordentlich trug.
War der Ranzen nicht ordentlich wurde er vom Klassenlehrer auf den Tisch ausgekippt.
Altstoffsammeln (Glas, Papier/Pappe) und die Einnahmen zu spenden war Pflicht. Jede Klasse hatte eine öffentliche Liste am Schrank wo genau stand wer wieviel schon gespendet hatte (wofür meiß ich nicht mehr). Wer wenig oder nichts spendete galt als Aussenseiter und wurde vom Lehrer ermahnt.
Manche Kinder heulten wenn sie eine 2 oder gar eine 3 bekamen.
Linkshänder wurden angehalten mit Rechts zu schreiben und ständig ermahnt wenn sie wieder mit Links schrieben.
In der großen Pause spielten wir Gummihopse, verstecken, Mutter Vater Kind, Fange, Stille Post oder Bäumchen wechsel dich.
Geimpft wurde man in der Schule. Auch Gesundheitschecks von Ärzten ob alles normal ist gab es in der Schule. Da wurde den Kindern auch in den Schlüpfer geguckt.
Um arbeitende Eltern zu entlasten gab es früh vor der Schule den Frühhort und nach der Schule den Späthort wo die Kinder bei Erziehern (Lehrern) blieben und spielten bis sie abgeholt wurden oder allein nach Hause gehen durften wenn eine schriftliche Erlaubnis vorlag.
Wir pflanzten früher vieles selber an: Tomaten, Gurken, Spargel, Kürbis, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Johannisbeeren (schwarz, rot und weiß), Stachelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Pfirsiche, Walnüsse, Haselnüsse, Rhabarber, Kräuter, hatten Hühner, Schafe, Kaninchen und Bienen. Gingen in den Wald Pilze sammeln oder auf den Wiesen für Champignons. Angelten Fisch, fingen Aale die dann in Salz getöten wurden und dann wurden sie hinterm Schuppen geräuchert in einer selbstgebauten Räucherkammer (war eher ne lange Röhre, nehme an nen alter umfunktionierter Kessel).
Halfen Bekannten aus’m Nachbardorf beim schlachten (Schweine, Kaninchen [Stallhasen], Hühner), ausnehmen und zerteilen.
Ich war trotz Verbotes beim Bienenhaus spielen… aber nur einmal 
Langeweile gab es nie.
Zur Kälberzeit gingen wir in die nahe LPG und spielten mit den neugeborenen Kälbchen.
Gras wurde mit der Sense per Hand gemäht.
Kleine Ecken mit der Sichel.
Ratten wurden mit Schnappfallen getötet, in Lebendfallen gefangen und dann mit dem Spaten erschlagen und dann in den Ofen geworfen. Selten vergiftet weil das Gift auch von anderen Tieren aufgenommen werden könnte. Eine Katze starb an sowas.
Häufigste unnatürliche Todesursache im Dorf und im Nachbardorf = mit’m Mopet zu Tode fahren.
In der Stadt legten wir gerne Münzen auf die Straßenbahnschienen und freuten uns wenn es danach platte, lange Plaketten waren.
Eine Fahrkarte für die Bimmelbutte kostete 20 Pfennige.
Eine Kinokarte für Kinder 0,50.
Ich spiele mit Knöpfen als Kleinkind XD
Meine Schwester verstand unter einkaufen: in die Kaufhalle gehen, alles vom Zettel in den Beutel tun und wieder rausgehen.
Nach 16 Uhr gab es keine Brötchen mehr. Das war völlig normal für uns. Einmal regte sich ein westdeutscher Tourist lautstark darüber auf. Alle hielten ihn für bekloppt kurz vor Feuerabend (18 Uhr) Brötchen zu erwarten.
Milch gab es überwiegend in Tüten und war nicht homogenisiert. Sahneflökchen schwammen oben.
Die einzigste Milch in Tetrapacks war H-Milch in kleinen Pyramidenverpackungen. http://www.dhm.de/gos-cgi-bin/jpeglogoneu?ak10/ak100786 (H=homogenisiert) Die gab es auch in Kakao.
Zu trinken gab es Tees, Milch, Malzkaffee und Selters. Ab und zu ne Brause und eigene Apfelsäfte. Cola war sehr selten.
MfG
Lilly
Die „gute alte Zeit“ ist eine Rückwärts gewandte Utopie.
LG
Mike
PW: Neue Wege zur Sanierung der Rentenkassen (etwas schwarz):
Verluste gibts immer…
MfG
Chris
Wenn wir vom Nachbarn beim Äpfelklauen erwischt wurden, gab’s vom ihm eine Ohrfeige; haben wir uns darüber bei den Eltern beschwert, setzte es von denen gleich noch eine.
Gebadet wurde nur Samstags. Badezimmer gab’s da noch nicht, in der Waschküche im Keller (für alle 8 Mietparteien) wurde im Waschkessel das Wasser heiß gemacht und dann in eine Zinkwanne gefüllt. Wir Kinder kamen dann nacheinander dem Alter entsprechend in das gleiche Wasser. Der Erste wurde rot wegen der Hitze, der letzte blau, weil dann das Wasser schon kalt war.
Jeweils 2 Mietparteien teilten sich eine Toilette. Wasser gab’s für jeweils 4 Parteien im großen Hausflur, von dort musste man es sich in die Wohnung holen.
Gekocht wurde noch auf einem richtigen Herd mit richtigem Feuer. Wenn’s dann dunkel wurde, glühte des öfteren die Herdplatte so schaurig schön.
Die beliebtesten Spielplätze waren die Baustellen in der Umgebeung. Da wurde auf den Gerüsten herumgeklettert und und und… Ab und an fiel auch mal jemand in die Wanne mit Kalk (wurde zum Mörtelmischen gebraucht).
Krankheiten kannten wir nicht; wir waren bei jedem Wetter draußen und dementsprechend abgehärtet.
Wie schon gesagt wurde: wir haben es überlebt!
Und in 50 Jahren amüsieren sich unsere Ur-Ur-Enkel darüber, wie ihre Großeltern heute gelebt haben. C èst la vie!
Güße an alle junggebliebenen
Robi
Hallo Jörg,
für dich und für lookimalrein „virtuelle“ Sternchen,
genau so war’s,
auch einer der „überlebenden“
schönen Abend
wmalauer
P.S.
Anne, auch deine Schilderungen sind richtig, aber ist dies heute „besser“?
erst letztes Wochenende war dies bei uns ein Thema, wir wunderten uns warum uns bei all dem (inclusive verschiedener gefährlicher Autounfälle, „Kampfspiele“ und weitern verrückten Sachen in der „freien Wildniss“) nichts ernsthafters passiert ist.
Ist jetzt auch schon 5 Jahre alt, aber deswegen nicht unwahrer:
Ist Dir eigentlich schon aufgefallen, dass die Kinder, die in diesem Jahr Abitur machen, 1982/83 geboren wurden? Die meisten davon kennen nur einen Papst. Für sie gibt es außerdem keinen Kanzler vor Helmut Kohl.
Bei „The Day After“ denken die meisten an Kopfschmerzen, nicht an einen Film.
Cola gab es immer nur aus den unkaputtbaren Plastikflaschen. Der Verschluß war immer aus Kunststoff und nie aus Metall. Cola in Glas-Flaschen??? Und dann nur ein Liter??? Und was zum Teufel sind Knibbelbilder??? Sie hatten noch nie den Wegwerfring einer Coladose in der Schuhsohle stecken.
ATARI ist für die meisten genauso weit weg wie Vinyl-Schallplatten. Sie haben nie einen Plattenspieler besessen. Sie haben nie das echte Pac-Man gespielt.
Twix hat nie Raider geheißen und war auch nie „der Pausensnack“. Und was sollen TREETS sein?
Die Compact Disc wurde vor ihrer Geburt erfunden.
Sie haben nie einen Fernseher mit nur drei Programmen gesehen, ganz zu schweigen von einem Schwarz-Weiß-Fernseher. Sie hatten immer Kabel- oder Satelliten-Fernsehen. Fernseher, Videorecorder und Stereoanlagen ohne Fernbedienung sind für sie unvorstellbar.
Der Walkman wurde vor ihrer Geburt von SONY erfunden.
„Wetten Dass …“ war immer mit Thomas Gottschalk. Sie haben Hans Rosenthal nie springen sehen und kennen Robert Lembke nicht, noch wissen sie, was er mit den Schweinchen gemacht hat. Das Wort Sendeschluss ist ihnen unbekannt und die Nationalhymne wird vor Länderspielen gespielt und nicht in der Nacht.
Sie haben keine Ahnung, dass Bonanza-Räder mal „in“ waren. Sie kennen Günther Netzer und Franz Beckenbauer nur als Kommentatoren.
Sie haben beim Schwimmen noch nie über den weißen Hai nachgedacht. Ihnen ist egal, wer J.R. erschossen hat und haben keine Ahnung wer J.R überhaupt ist. Michael Jackson war schon immer weiß.
Sie haben einen Big Mäc noch nie aus einer Styropor-Verpackung gegessen.
Sie wissen nicht, dass Puma-Turnschuhe mal der letzte Schrei waren, und dass das Top-Modell von ADIDAS nur 99 Mark gekostet hat.
Sie haben noch nie einen Snickers in einer roten Verpackung gesehen.
Sie wissen nicht, dass man Daten auch auf einer Kassette speichern kann, warum man eine Diskette locht und eine UMGEDREHT haben sie auch noch nie. Sie glauben nicht, dass es einmal Computer OHNE Maus gab.
Sie wissen nicht, dass Frau Sommer nicht mit Dr. Sommer von der BRAVO verheiratet ist, sondern bei Jakobs-Kaffee arbeitet und an Festtagen immer ein Pfund Krönung mitbringt.
Sie wissen nicht, dass Parkuhren früher auch 10 Pfennig-Stücke geschluckt haben. …
UND WIE ALT FÜHLST DU DICH JETZT???
Zwischen Twen-Tours und Seniorenpass
Hi Hardey,
Ist Dir eigentlich schon aufgefallen, dass die Kinder, die in
diesem Jahr Abitur machen, 1982/83 geboren wurden?
Davon ausgehend, dass wir das Jahr 2007 schreiben, wären in diesem Fall die „Kinder“ 24 oder 25 Jahre alt . . .
Hallo,
Jahrgang 1957. Die Familien hatten den Namen noch verdient. 7 Kinder waren normal.
Rausgehen zum Spielen: ca. 10-12 Kinder waren immer draußen. Arbeitersiedlung.
Dann 1964 Umzug ins Reiheneigenheim. Ein Albtraum. Nur drei bis vier Kinder der in Nachbarschaft, arrogantes Gesindel. Nachbarn hielten sich für etwas besseres. „Wie konnte sich ein Schuhmachermeister (mein Vater) so ein Haus leisten ? Der passt doch nicht in unsere Gegend“. Sch+++ Klüngel.
Leihbücherei war angesagt. Jahrelang, dort auch die erste Freundin kennengelernt.
In der Volksschule hatte wir in unserer Klasse den ersten Türken überhaupt. Eine Sensation ! Der arme Kerl konnte nicht ein Wort Deutsch. Wie sollte man dem klarmachen, dass er am nächsten Morgen um 8 Uhr wiederkommen musste ? Auf der Armbanduhr zeigen ? Sowas hatte keiner.
Zum Thema Schule könnte man einen eigenen Thread aufmachen.
Gruss
Andreas
Davon ausgehend, dass wir das Jahr 2007 schreiben, wären in
diesem Fall die „Kinder“ 24 oder 25 Jahre alt . . .
Davon ausgehend, dass das von Dir zitorene Posting mit Ist jetzt auch schon 5 Jahre alt anfing …
konstatieren wir, dass Lesefähigkeit nichts mit dem lebensalter zu tun hat.
Also ich bin 84 geboren und kenne die Hälfte bis 3/4 der Dinge die du
genannt hast. Was heißt das jetzt?
PW: Was ist rot-weiss und dreieckig? - Ein rot-weißes Dreieck!
hallo Anne,
bist Du sicher?PW: Bist Du ganz sicher?
Bitte etwas konkreter.
Wessen soll ich mir (nicht) sicher sein???
PW: Wessen soll ich mir (nicht) ganz sicher sein???
Anne
Hallo wmalauer
P.S.
Anne, auch deine Schilderungen sind richtig, aber ist dies
heute „besser“?
erst letztes Wochenende war dies bei uns ein Thema, wir
wunderten uns warum uns bei all dem (inclusive verschiedener
gefährlicher Autounfälle, „Kampfspiele“ und weitern verrückten
Sachen in der „freien Wildniss“) nichts ernsthafters passiert
ist.
Euch ist nichts Schlimmes passiert, klar, sonst könntet ihr hier nicht schreiben. Die, denen was passiert ist, können sich teils garnicht mehr melden, teils wollen sie es vielleicht wegen der erlittenen Wunden nicht.
Natürlich passiert auch heute was - Fahrradunfälle mit Kindern gibts genug, Mutproben, Verwahrlosung (früher nicht so ein Thema, was aber auch nicht heißt, das gabs nicht).
Klar suchen Kinder auch schon mal Gefahren um sich zu beweisen. Und wir Eltern bemühen uns, das in Grenzen zu halten und über die Gefahren aufzuklären, damit die Kids nicht echt gefährliche Sachen machen. So seh ich das zumindest.
Früher gabs einen Haufen Gefahren, über die man nicht aufgeklärt war - die standen eben mitmal vor einem, wie der Scheißbulle vor mir (das Bullen gefährlich waren wußte ich, dass unser Nachbar so doof war, einen auf der Kuhweide zu halten, wußte ich nicht).
Ich schätze, heute sind die Eltern, auch auf dem Land, ein bißchen sensibler solchen Gefahren gegenüber - solche Desaster, wie ich sie von unserem Dorf von vor 30-40 Jahren kenne, sind nicht mehr üblich. Ist ja schon mal was.
In das Hohelied des `Früher war alles Besser´ kann ich jedenfalls nicht einstimmen, oder eben nur zum Teil. Mir hats nicht geschadet (Glückssache), sondern einen Teil Mut gegeben, den man heute nicht so leicht erwerben kann. Hätte aber auch schief gehen können. Was wäre passiert, wäre nicht der blöde Köter im rechten Augenblick dem Bullen unter der Nase lang gelaufen - ev. wäre ich platt (i.S.d.W.) gewesen und könnte hier nicht mehr meine Meinung dazu äußern, oder ich wäre nur verletzt worden und in Folge dessen ev. sehr ängstlich.
Ich möchte bei meinen Kindern nicht auf soviel Glück vertrauen müssen.
Gruß, Anne