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Re: Aus Nostalgiegründen...
Ein Drama, das in bemerkenswerter Stringenz die Verstrickung zwischenmenschlicher Beziehungen im Cluster der Energiewirtschaft herauskristallisiert.
Der Protagonist: ein Outlaw, der nur scheinbar als braver Stadtwerke-Elektriker durchgeknallten, in schwarzer Unterwäsche herumlaufenden Hausfrauen die Sicherungen wieder eindreht. Die sinn- und zusammenhanglosen, nie beantworteten und einsam im Raum verhallenden Fragen erinnern an die beklemmende Atmosphäre von Ingmar Bergmans „Das Schweigen“. Der Elektriker verbirgt seine Identität hinter einer schwarzen Maske; expressives Sinnbild für den massiven Blackout, dem der Drehbuchautor erlegen sein muß. Eine entscheidende Wendung nimmt das Machwerk dadurch, daß der Elektriker das zu Anfang der Handlung geschilderte Problem der Auftraggeberin ignoriert und diese stattdessen zu pneumatischer Betätigung auffordert. Aus schierer Verzweiflung geht die Dame in Schwarz schließlich in die Knie, um dem Kurzen selbst auf den Grund zu gehen. Ob ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, lässt der Regisseur freilich offen.
Nie wurde das problematische Thema Elektrizität „handfester“ und „ergreifender“ dargestellt. Nach diesem Film, nach diesem mentalen Kurzschluß weiß der Zuschauer: Fällt der Strom aus, ist immer noch Saft da. Irgend jemand hält uns immer die Stange, auch im Dunkeln. Ein schöner Trost in schwierigen Zeiten.