Sowohl der katholische Priester als auch der Rabbiner sind aufgeklärte, moderne Menschen und stehen in freundschaftlichem Kontakt.
Da bekundet der Rabbiner eines Tages den Wunsch, zu erfahren, wie es im Beichtstuhl zugeht. Nach einigem Zögern willigt der Kathole ein.
Sitzen also Rabbi und Pope im Kabuff.
Kommt die erste Sünderin. Sie bekennt, ihren Mann betrogen zu haben.
Fragt der Pope: Wie oft? Sagt sie: Einmal!
Darauf der Pope: Nun, das kann passieren! Tue es nicht wieder, wirf hundert Mark in den Opferstock und bete hundert Vaterunser und Ave Maria!
Kommt die zweite Sünderin. Auch sie bekennt Ehebruch.
Fragt der Pope: Wie oft? Sagt sie: Zweimal!
Darauf der Pope: Nun, das kann passieren! Tue es nicht wieder, wirf zweihundert Mark in den Opferstock und bete zweihundert Vaterunser und Ave Maria!
Da überkommt dem Pfarrer ein menschlichen Rühren und er verlässt den Beichtstuhl.
Kommt die dritte Sünderin. Auch sie bekennt Ehebruch.
Fragt der Rabbi: Wie oft? Sagt sie: Einmal!
Darauf der Rabbi: Nun, das kann passieren! Wirf dreihundert Mark in den Opferstock und bete dreihundert Vaterunser und Ave Maria! Und dann hast du es noch zweimal gut!