Gerichtsverhandlung in den USA, dem Angeklagten wird zur Last gelegt, einen Weißkopfseeadler getötet und gegessen zu haben…
Richter:
„Wieso haben sie das getan? Nicht nur, dass der Weißkopfseeadler vom Aussterben bedroht ist, er ist auch ein Symbol für die Freiheit, die Demokratie, für die Ideale unserer großen Nation. Sie haben sich damit an der Natur und an unserem Nationalstolz zugleich vergangen!!“
Angeklagter:
„Ich handelte aus einer Notlage heraus. Ich war auf einer ausgedehnten Wandertour im Hinterland der Ostküste. Leider ist mir unterwegs mein Kompass verloren gegangen. Ich hatte jegliche Orientierung verloren. Und nachdem ich etliche Tage umhergeirrt war, mein Proviant war längst erschöpft, nirgends ein Anzeichen menschlichen Lebens war ich verzweifelt…
ohne Nahrung, ohne eine Hoffnung auf baldige Rettung habe ich das nächste Lebewesen, dessen ich habhaft werden konnte erschossen und gegessen. Sie müssen verstehen, der Hunger begann unerträglich zu werden. Und (blalaberfasel…)“ Lang und ausführlich erklärte der Angeklagte, welche Schicksalsschläge ihn zu dieser Tat genötigt hatten.
Aufgrund der extremen Notlage, in der er sich befunden hat kommt er mit einer empfindlichen Geldstrafe davon, entgeht jedoch einer von der Staatsanwaltschaft geforderten mehrjährigen Haftstrafe.
Nach dem Ende der Verhandlung nimmt der Richter den Angeklagten aber dann doch nochmal zur Seite:
„Da haben Sie aber nochmal mächtig Glück gehabt. Aber eine Frage habe ich dann doch noch… Nur so aus reiner Neugier: Wie schmeckt eigentlich ein Weißkopfseeadler?“
„Ach, wissen Sie, Herr Richter, eigentlich wie eine Mischung aus Schleiereule und Sumpfkrokodil…“