Versicherungsmeldungen

(bei spin gefunden)
möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ich bestätige hiermit, daß ich mit der Kündigung von meiner Ehefrau einverstanden bin. Ich kündige sie hiermit.

Wie vorgesehen wurde mein Dachschaden am Mittwoch behoben.

Seit der Trennung von meinem Mann wird jeder notwendige Verkehr durch meinen Rechtsanwalt erledigt.

Wenn ich nicht mein Geld bekomme, so schicke ich meine Frau jeden Tag zu Ihrem Direktor, bis es Folgen hat.

Einnahmen aus der Viehhaltung haben wir keine. Mit dem Tod meines Mannes ging das letzte Rindvieh vom Hof.

Beim Spielen beim Nachbarn stieß mein Sohn Wolfgang gegen eine Fensterscheibe und zerbrach.

Ich habe Schmerzen bei jedem Fehltritt und Wetterumschwung.

Wie hoch ist die Prämie für einen Mann, der zwar im April 60 Jahre alt wurde, aber 10 Jahre jünger aussieht?

In der Anlage übersende ich Ihnen die Duplikatrechnung, die keine Duplikatrechnung mehr ist, weil ich das Wort Duplikat durchgestrichen habe.

Ich bitte um den Besuch eines Mitarbeiters, der meine Verhältnisse in Ordnung bringt.
Mit gleicher Post schiche ich Ihnen eine Fotokopie meiner Schwiegermutter zu, mit der Bitte um Weiterbearbeitung.

Ein Fußgänger rannte in mich und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen.

Dr. K. hat mir neue Zähne eingesetzt, die zu meiner Zufriedenheit ausgefallen sind.

Letztes Jahr bin ich schwer krank gewesen und zweimal fast gestorben. Da können Sie mir doch wenigstens das halbe Sterbegeld auszahlen.

An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit.

Der Fußgänger hatte anscheinden keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn.

Ich dachte, das Fenster sei offen, es war jedoch geschlossen, wie sich herausstellte als ich den Kopf hindurchsteckte.

Der andere Wagen war absolut unsichtbar und dann verschwand er wieder.

Wenn ich oft krank werde, geht Sie das gar nichts an. Sie haben bloß zu zahlen, sonst verzichte ich in Zukunft ganz auf das Kranksein.

Da ich mit meinem Mann nicht mehr zusammenlebe, bitte ich Sie höflich, Ihren zuständigen Mitarbeiter vorbeizuschicken.

Ich lehne den Besuch Ihres Vertreters ab. Ich glaube zu wissen, was ich will und was bei meiner Frau zu erledigen ist, dafür bin ich geschult genug.

Vorerst habe ich nicht die Absicht zu sterben und brauche deshalb keine Sterbeversicherung.Wenn es soweit ist, dann rufe ich bei Ihnen an.

Während des Aufenthaltes im Krankenhaus stand mir meine Frau als Ehepartner nicht zur Verfügung.
Unser normaler Bedarf im ehelichen Verkehr ist wöchentlich im Durschnitt 2mal. Da meine Frau aufgrund der körperlichen Schäden diesem Bedarf nicht nachkommen konnte, war ich gezwungen, mir auf dem freien Markt meinen Ausgleich zu suchen. Dies ist jedoch mit entsprechenden Kosten verbunden. Um auch nur annähernd an das Format meiner Frau heran zu kommen, ist unter öS 1.000,- nichts zu machen. Es ergibt sich daher aus dem oben angeführten folgende Rechnung: 7 Wochen. Je 2-maliger Bedarf des körperlichen Ausgleichs meinerseits à öS 2.000,- = Summe öS 14.000,-. Ich bitte Sie, diesen mir entstandenen finanziellen Schaden anzuerkennen und den Betrag als baldigst zu überweisen. Nach Rückkehr von meiner Abwesenheit erreichte mich Ihr oben angeführtes Schreiben.

An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehen Anfall von Farbenblindheit.

Im gesetzlich zulässigen Höchsttempo kollidierte ich mit einer unvorschriftsmässigen Frau in der entgegensätzlichen Richtung.

Ich bitte um Stundung meiner Kaskoprämie, seit mein Mann gestorben ist, fällt es mir ohnehin schwer mein kleines Milchgeschäft hochzuhalten.

Dummerweise stiess ich mit dem Fussgänger zusammen, er wurde in das Krankenhaus eingeliefert, und bedauerte dies sehr.

Der Fussgänger hatte keine Ahnung wo er hingehen sollte, und so überfuhr ich Ihn.

Im hohen Bogen näherte sich mir die Telegraphenstange, ich schlug einen Zick Zack Kurs ein, aber dennoch traf mich die Stange am Kühler.

Der Sachverständige war völlig ungehalten, als er auf mein Vorderteil blickte.

Hallo Mona

absolut toll

Deine Mühe wird unsterblich bleiben. Lach mich tot.

sterbe wegen totlachens

Hier gibt’s noch mehr Todesarten, außer Totlachen

* Der Drogist - verduftet.
* Der Jurist - tritt vor den Richter.
* Der Beamte - wird in eine andere Welt versetzt.
* Der Chemiker - scheidet.
* Der Diplomat - wird abberufen.
* Die Putzfrau - macht sich aus dem Staub.
* Der Färber - verbleicht.
* Der Philosoph - gibt den Geist auf.
* Der Schaffner - liegt in den letzten Zügen.
* Der Autofahrer - wird aus dem Verkehr gezogen.
* Der Motorsportler - fährt ab.
* Der Matrose - läuft in den Hafen ein.
* Der Maurer - kratzt ab.
* Der Mörder - wird in 's Jenseits befördert.
* Der Musiker - geht flöten.
* Der Pfarrer- segnet das Zeitliche.
* Der Schornsteinfeger - kehrt nie wieder.
* Der Romanschriftsteller - endet.
* Der Schauspieler - tritt ab.
* Der Komiker - lacht sich tot.
* Der Bergarbeiter - fährt in die Grube.
* Der Vegetarier - beißt ins Gras.
* Der Politiker - wird abgewählt.
* Der Mathematiker - wird subtrahiert.
* Der Holzfäller - wird gefällt.
* Der Koch - gibt den Löffel ab.
* Der Informatiker - wird gelöscht.
* Der Taucher - geht baden.
* Der Binnenschiffer - geht den Bach runter.
* Der Lokführer - wird ausrangiert.
* Der Modedesigner - wird ausgemustert.
* Der Turner - verreckt.
* Der Mantafahrer - wird tiefergelegt.
* Der Fallschirmspringer - zieht Leine.
* Der Automechaniker - bekommt die Letzte Ölung.
* Der Schachspieler - wird Matt gesetzt.
* Der Elektriker - knipst das Licht aus.
* Dem Glöckner - schlägt das letzte Stündchen.
* Der Tierschützer - geht vor die Hunde.
* Der Barkeeper - fällt vom Hocker. / macht sein letztes Faß auf.
* Der Pilot - stiegt in den Himmel auf. / macht die Fliege.
* Dem Ballonfahrer - geht die Luft aus.
* Der Schlosser - schließt ab.
* Der Historiker - geht in die Geschichte ein.
* Der Kernphysiker - zerfällt. / erreicht seine Halbwertzeit.
* Der Chef - wird außer Betrieb gesetzt.
* Der Wanderer - geht Heim.
* Das Politbüromitglied - hat den Plan erfüllt.
* Die Promenadenmischung - hat ausgeschissen.
* Der Kaiser - gibt das Szepter aus der Hand.
* Der Eismann - wird kalt gemacht.
* Der Kammerjäger - wird eingemottet.
* Der Börsianer - wird vom Markt genommen.
* Der Urologe - verpisst sich.
* Der Bauer - macht sich vom Acker.
* Der Nahost-Experte - geht über den Jordan.
* Der Bäcker - verkrümelt sich.
* Der Alkoholiker - ist abgesoffen.
* Der Sportler - erreicht das Finale.
* Der Junkie - verdrückt sich.
* Der Talkmaster - spricht sein letztes Wort.
* Der Journalist - ist abgeschrieben.
* Der Schreibwarenverkäufer - geht stiften.
* Dem Linguisten - verschlägt es die Sprache.
* Der Näherin - wird der Lebensfaden abgeschnitten.
* Der Sänger - verstummt.
* Der Springer - geht hops.
* Der Jäger / Der Indianer - geht in die ewigen Jagdgründe ein.
* Der Optiker - schließt die Augen.
* Der Bibliothekar - wird archiviert.
* Der Konkursverwalter - wird abgewickelt.

oder man isst Tollkirschen

oh nein, das nehme ich zurück.
Wegen eines Namens darf ich das nicht sagen. Entschuldige, was soll ich jetzt machen. Kann man meinen Kommentar löschen?

Hi Beat,

Wegen eines Namens darf ich das nicht sagen.

Anekdot am Rande: eines schönen Tages trafen mein Kumpel Beat und ich ein paar Engländer. Nach der Vorstellung tauschte mal die Namen und Adressen und danach nahm mich einer der Engländer beiseite „Petzi, is his name really „beat“?“

Kann man meinen Kommentar löschen?

Tja, Du hättest selber löschen können, hätte ich darauf nicht geantwortet *wegduck*

*wink*

Petzi

Achja, und wie es so hier im Brett Brauch ist, noch der Pflichtwitz:
PW: Just because you’re paranoid, doesn’t mean you are not being followed.

Seit der Trennung von meinem Mann wird jeder notwendige
Verkehr durch meinen Rechtsanwalt erledigt.

Während des Aufenthaltes im Krankenhaus stand mir meine Frau
als Ehepartner nicht zur Verfügung.
Unser normaler Bedarf im ehelichen Verkehr ist wöchentlich im
Durschnitt 2mal. Da meine Frau aufgrund der körperlichen
Schäden diesem Bedarf nicht nachkommen konnte, war ich
gezwungen, mir auf dem freien Markt meinen Ausgleich zu
suchen. Dies ist jedoch mit entsprechenden Kosten verbunden.
Um auch nur annähernd an das Format meiner Frau heran zu
kommen, ist unter öS 1.000,- nichts zu machen. Es ergibt sich
daher aus dem oben angeführten folgende Rechnung: 7 Wochen. Je
2-maliger Bedarf des körperlichen Ausgleichs meinerseits à öS
2.000,- = Summe öS 14.000,-. Ich bitte Sie, diesen mir
entstandenen finanziellen Schaden anzuerkennen und den Betrag
als baldigst zu überweisen. Nach Rückkehr von meiner
Abwesenheit erreichte mich Ihr oben angeführtes Schreiben.

Ja Ja die Ösis…
Wieso haben denn die noch nicht den € ?

PW:
Geht ein Mann in die Bäckerei,geht er wieder raus ,ist der Bus weg

Schon seit über 30 Jahren mein Liebliengswitz…und das ist kein Witz

Hallo XPleuel

Ja Ja die Ösis…
Wieso haben denn die noch nicht den € ?

Weil diese ‚Versicherungsmeldungen‘ bereits vor der Einführung des Teuro existiert haben…

CU
Peter

PW:
Geht ein Chinese in die Bäckerei und sagt ‚Ich hätte geln zwei Blödchen‘

Hallo,

Geht ein Chinese in die Bäckerei und sagt ‚Ich hätte geln zwei
Blödchen‘

Da fehlt ja die Pointe. Erzähl ihn beim nächsten Mal andersrum:

Kommt ein Chinese aus einer Bäckerei mit zwei Blondinen im Arm. Warum?
.
.
.
Er hat ‚Zwei Blötchen‘ bestellt.

Gruß
loderunner

Aloha.

PW: Just because you’re paranoid, doesn’t mean you are not
being followed.

Den habe ich schon öfters in genau diesem Wortlaut gelesen und konnte mich nie des Eindrucks erwehren, es handle sich dabei um ein Grammatikverbrechen.

PW:

Ein Zug auf dem Weg nach Stuttgart. Vier Personen im Abteil: eine Frau mit ihrer zwanzigjährigen Tochter, ihnen gegenüber ein Bayer und daneben ein Schwabe.

Der Zug fährt in den Cannstatter Tunnel, alles wird dunkel. Man hört
ein lautes Kussgeräusch und wie jemand einem anderen eine Backpfeife
gibt.

Die Mutter denkt: So eine Unverschämtheit! Küsst doch einer dieser
Flegel meine Tochter. Zum Glück hat sie ihm eine Ohrfeige gegeben.

Die Tochter denkt: Ach, wie schade, da wollte einer dieser netten Herrn mich küssen - und erwischt meine Mutter. Zu allem Überfluss langt sie ihm auch noch eine.

Der Bayer denkt: Himmisakra! Der Depp da neben mir küsst des junge
Madel und i kriag von der Alten eine gwatscht!

Der Schwabe denkt: Ha, des hat ja prima glappt. Im nächschta Tonnl
küss ich mr wieder auf d’ Hand, na ko ich dem Bayern noch eine scheura.

Den habe ich schon öfters in genau diesem Wortlaut gelesen und
konnte mich nie des Eindrucks erwehren, es handle sich dabei
um ein Grammatikverbrechen.

Ist es auch. Richtig (wenn auch nicht unbedingt grammatisch korrekt) wäre jedenfalls: „Just because you’re paranoid doesn’t mean they aren’t after you“. Stammt aus Joseph Hellers satirischem Roman ‚Catch 22‘ von 1961 (großartiges Buch, btw) und wurde u.a. von Woody Allen und Curt Cobain (‚Territorial Pissings‘) geklaut.

PW: Paranoia wird durch Minderwertigkeitskomplexe erträglich. Man ist dann überzeugt, dass niemand Wichtiges hinter einem her ist …

noch mehr Verluste

Hier gibt’s noch mehr Todesarten, außer Totlachen

Hallo Tollkirsche!
Das gefällt mir sehr! Wird dankend abgespeichert!
Da kann ich mich nur mit vergleichsweise flachen Schüttelreimen revanchieren:

Zehn kleine Raucherlein

Zehn kleine Raucherlein,
die schliefen rauchend ein.
Prompt ging ein Bett in Flammen auf:
Da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Raucherlein,
die rauchten auf der Wacht.
Den einen hat der Feind erspäht:
Da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Raucherlein,
die rauchten selbst beim Lieben.
Das halt das beste Herz nicht aus:
Da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Raucherlein,
die trafen eine Hexe,
die Appetit auf Rauchfleisch hatte:
Da waren’s nur noch sechse.

Sechs kleine Raucherlein,
die haben laut geschümpft
auf einem Abstinenzlertreff:
Da war’n sie noch zu fümpft.

Fünf kleine Raucherlein,
die neckten einen Stier.
Der eine blies ihm Rauch ins Auge:
Da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Raucherlein,
die reisten nach Shanghai.
Der eine rauchte Opium:
Da waren’s nur noch drei.

Drei kleine Raucherlein,
die rauchten auf dem Klo.
Das Klo war voll von Biogas:
Da waren’s nur noch zwo.

Zwei kleine Raucherlein,
die spielten was Gemeines -
wer mehr Zigarren essen kann:
Da gab es nur noch eines.

Das letzte kleine Raucherlein
bekam zwei Raucherbeene.
Sein Rollstuhl rollte vor’ne Walze:
Man fand nur noch zehn Zähne.

Das letzte kleine Raucherlein
schwor ab dem Nikotin.
Es hörte mit dem Rauchen auf:
Jetzt spritzt es Heroin.

Das letzte kleine Raucherlein,
das zeugte rasch neun Söhne
und zeigte ihnen, wie man raucht:
Da waren’s wieder zehne.

Tagebuch eines Trinkers

Hier gibt’s noch mehr Todesarten, außer Totlachen

Da fällt mir ein, daß konsequentes Sichzugrunderichten einigen von Euch viel Spaß zu machen scheint, weshalb ich Euch dieses Fundstück, dessen Verfasser mir leider nicht bekannt ist, auch nicht vorenthalten möchte:

Tagebuch eines Berufstrinkers

28.01.
Schlafstörungen, Kopfkissen in Wodka getränkt. Lautes nächtliches Pfeifen lässt sich nicht lokalisieren. Gegen Morgen Heizkörper abgeschraubt, keine Änderung. In der Nacht wieder Angst, vor dem Fenster könnten Aboriginies auf Traumtröten blasen.

30.01.
Unverändert Schlafstörungen. Gläschen zählen erfolglos. Fläschchen Baldriantinktur (68%) ex. Hätte sicher Schlaf gefunden, wenn sich die Nachbarskatze nicht schreiend auf meinem Gesicht gewälzt hätte. Hände gerungen. Schwedenbitter, Harndrang.

12.02.
Früh zu Bett, um Mitternacht wegen Schlaflosigkeit wieder aufgestanden. Unter Zuhilfenahme aller Finger mindestens bis fünfzehn gezählt, dabei manches Mal die Augen verdreht und den Mund verzogen. Nachbarkeller aufgebrochen, getrunken.

14.02.
Teures Mittel gegen Magnesiummangel gekauft. Viel von Parallel-Universen gelesen, versucht hinzugelangen, hässlicher Sturz. Noch am Boden liegend Wunder erlebt! Verstorbener Großvater erschien, um mir Scharlachbergflasche hinzustellen. Grosse Hilfe.

20.02.
Ich warf alles nach jedem. Ruhe erlangt durch Insel-Samos.

27.02.
Wegen Henriette in der „Schimpansenbar“. Verbrüderungsszenen im Keller, Whisky aus Schuhen, zuletzt wieder so eine dreiste Person rittlings auf mir. Nach heimischer Badewanne gesehnt (Eierlikör-Oberkörpereinreibung), später des Nachts urethrale Schikanen.

01.03.
Perfekter Tag. Spaet abends habe ich mir dann noch ein Käsebrot geschmiert und mich draufgesetzt. Viel Wein.

10.03.
Obsession beschlossen: ins Treppenhaus schleichen und das entblößte Gesäß an die Wohnungstuer gegenüber drücken. Der vergilbte Lack muss angenehm kühl sein. Wann werde ich es zum ersten einmal tun?

11.03.
Obsession ist Scheiße. Anlässlich eiliger Flucht vor Nachbarin vom eigenen Schlafrock zu Fall gebracht. Liegengeblieben, totgestellt. Tiefe Scham, später massives Trinken.

19.03.
Nachgedacht über Worte eines Freundes: „Die Sonne müsste Nachts scheinen, am Tage ist es doch sowieso hell.“. - Wieder geweint. - Rum.

04.04.
Allein im Haus. Vorsichtig Bällchen in alle Zimmer geworfen. Keine Reaktion. - Hastig getrunken, übergeben (5x).

09.04.
Zwecks Betrachtung des Sonnenunterganges Rangierbahnhof aufgesucht. Allergrößtes Mitleid für zwei alte D-Zugwagen auf dem Abstellgleis empfunden. Ihr Anblick ließ mich aufschluchzen und unter konvulsivischen Zuckungen Liter von Tränen vergießen. Erst lange nachdem man mich in eine Nachtbar fortgeschafft hatte und mir unter stetigem Einschenken gut zuredete, konnte ich nach und nach zur Ruhe kommen.

15.04.
Wieder „Schimpansenbar“. Auf der Heimfahrt vom Taxifahrer Nottaufe erhalten. Lange gemeinsam Mond betrachtet und Geld gezählt.

27.04.
Haydn gehört, Flaschen leer getrunken.

02.05.
Gestern im Ärztehaus. Drei Stunden in der falschen Arztpraxis gewartet, dann versehentlich Termine bei Heilgymnastin besorgt. Panik im Treppenhaus verursacht, Hausverbot in der Apotheke. Schändlich besoffen, beidseitiges Trommelfellflattern.

08.05.
Letzten Abend mit zwei Flaschen Chianti im Opernhaus, „Orpheus und Eurydike“, sehr geschimpft. Nichts ist so ekelhaft wie Knabensopran, darüber hinaus vehement bemängelt, dass Orpheus von einer Frau (Zarah Leander?) gesungen wird. Jede Kontrolle verloren, hinausgetragen worden. Überfallkommando, sehr verstimmt, Garderobenfrau wollte mich mit ihrer missratenen Tochter verkuppeln.

10.05.
Im Kino wieder zwei Finger abgestorben. Im Foyer Hans und Rose getroffen, die sich als Junge und Mädchen verkleidet hatten. Unguter Auftritt in der Bar, Notarztwagen.

14.05.
Mit Henriette weißen Rheinwein probiert. In Karohemden stundenlang an der Decke gekniet. Immer gesagt: "Aufpassen, dass sich nichts verschiebt. "(Ebenen!). Gegen Morgen heftige Önomanie. In der Notaufnahme Akten vernichtet.

29.05.
Gedicht geschrieben: „Managerschulung - ritsch ratsch reisele, geht die Welt im Kreisele“; Rotwein, in der Badewanne eingeschlafen, Prostataentzündung.

02.06.
Viel Gin auf Anraten Hansens, Wasserlassen klappt besser.

09.06.
Der Arzt macht mir Hoffnung; ich höre, wie die Urologen lachen. Heute zum ersten Mal versehentlich Wein in die Pfeife geschüttet.

12.06.
Es wird behauptet, ich hätte letzte Nacht versucht, im Schlafanzug den Straßenverkehr auf der Kreuzung zu regeln. Misstrauen, unsicher und verkrampft getrunken.

18.06.
Nervengeschichten … fremde Bohnen (sic!) sahen mich aus dem Spiegel an - unbedingt Abstinenz üben!

21.06.
Für diesen Satz hätte ich Karl May geliebt: „Winnetou starb, ließ sich jedoch nichts anmerken.“ Etwas geweint, Brandy durch Strohhalm.

30.06.
Reimepos erwogen. Anfangs Lob der Frau, dann müsste Schilderung der Begegnung mit einem Nilpferd folgen oder Himmelfahrtswitz. Schlussformel könnte sein: „Und ein nackter Mann stand tumb dabei.“ In der Küche vergeblich nach Sherry-Rest gesucht, daher „Schimpansenbar“. Halmasteinchen gekotzt, Personalausweis verkauft.

02.07
Stimme aus der Steckdose gehört. Werde ich wahnsinnig? Wein, Wein.

11.07.
Seit heute zwei Stimmen. Eine sagt „Puppenhuhn“, die andere „Paradieswurst“. Trotziges Trinken, aber doch Furcht.

12.07.
Wenn ich J. S. Bach wäre, würde ich folgenden Satz vertonen (Kantate): „Ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für alle“; elterliche Hausbar vorgeknöpft, wieder Notarzt.

17.07.
Nachmittags weinender Mann vor der Haustuer. Wehe, wehe, ich war es selbst. Strenger Cocktail, schließlich wieder Mut. Ab 20 Uhr wieder gewissenhaft getrunken. Wohin sind die Tage, wo Wasserlassen eine Selbstverständlichkeit war?

18.07.
Gegen Abend in völlig fremden Kleidern aufgewacht. Starker Wunsch, etwas über Hamster zu schreiben. Persiko-Trinkkur begonnen.

29.07.
Unleserliche Flammenschrift am Himmel; schon wieder diese Bolzen im Teppich. Eierlikör.

31.07.
Das Geräusch aneinanderklirrender Weinflaschen lockte mich gestern Abend in den Nachbargarten. Zunächst geduldet, trank ich allen süßen Wein. So wie ich aber anfing, den Nachbarn von Schrödingers Katze und den Wundern der Quantenwelt zu berichten (wobei ich bedauerlicherweise bis zum Ellenbogen im Dekolltee der Tochter des Hauses stecken blieb), warfen sie mich über die Hecke. Mildtätige Zwerge fanden mich und pflegten mich in ihrer Höhle gesund.

01.08.
Geträumt: nach 37 Jahren erstmals wieder aus dem Fenster geschaut. Die Landschaft hatte sich stark verändert, der Fluss trug sogar Koteletten.

05.08.
Mit Person, an die ich mich nicht erinnern kann (Henriette?, Hans?) irgendwie über Land gegangen. Wir liefen bergab durch Gärten hindurch. Oder dran vorbei. Wir legten uns nach reiflichen Überlegungen an den Straßenrand und versuchten zu sterben. Auf den Tod wartend schauten wir in die Luft. Die Fliegen flogen verkehrt herum und sahen aus wie große Damen. Auf dem Heimweg Glossolalie: indogermanische Trinklieder mit leicht schlüpfrigen Kehrreimen. Champagner!

23.08.
Heute den vierten Tag bei herabgelassenen Jalousien und Kunstlicht in der Wohnung, meist im Bett. Hatte mir große Inspiration von solcher Lebensweise versprochen (etwa wie H.P. Lovecraft), bis jetzt aber nur mit Voodoo-Puppen herumgefudelt. Rechter Hausschuh ins Klo gefallen. Danziger Goldwasser bis zum Erbrechen.

04.09.
Seit Wochen nur über moderne Physik und das Bermudadreieck gelesen. Spüre, wie mein Leben wieder einen Halt bekommt. Im Kaufhof haben sie neue Rolltreppen. Leberwerte verheerend. Am leicht geöffneten Fenster verbrachte ich im Clubsessel sitzend eine der glücklichsten Zeitspannen meines Lebens.

06.09.
Brief vom Wiener Verleger. Muss echt sein, Henriette sieht ihn auch. Einladung zur Lesung. Grosse Angst vor weiter Reise, „Mut angetrunken“, Rasierapparat und einzig gute Hose ruiniert.

12.09.
Eine Woche lang mit Henriette verreist gewesen. Nach der Rückkehr erfahren, dass wir in der Bretagne waren und nicht, wie ich irrtümlich annahm, in der Toskana. Wieso aber bekomme ich heute eine Ansichtskarte von uns aus Florenz? In Jeans Weindepot alle Reste ausgetrunken, nachdenklich.

14.09.
Sitze im Zug nach Wien. Henriette hat Affäre mit VHS-Kursleiter. Soll ich lieber in Wien bleiben? Habe mir elegantes Halstuch im Hemdkragen installiert. Markenwodka aus der Thermoskanne. Sehr weltmännisch, jedoch Fahrkarte verloren.

15.09.
Wieder zu Hause. Anzeigen wegen Schwarzfahrens, Beleidigung und Sachbeschädigung. Desolater Zustand. Versucht, von Streifenpolizisten erschossen zu werden. Nur Ohrfeige erhalten. Immerzu geschrieen: „Ich sterbe, ich sterbe!“ Zur nächsten Lottoannahmestelle geschleppt, Magenbitter auf Kredit.

19.11.
Durch jenseitige Beeinflussung Schlager geschrieben: „Ball-a-Ball-a-Ball-Ball-a-Ball … (etc.), der Blumenhund anbei, so find ich euch, dem treff ich euermassen an (quella) - Kwu Kwaeck-Ball-a-Ball-a-Ball-a-Ball … (etc.) Und die Hirtenmädchen lesen: So bist du du du mit deinem Blarr Blamm Blumenhund (wiederholen)“ Mit abnehmenden Flascheninhalt kristallisiert sich die Melodie heraus. Erregt, Zierleisten abgebrochen.

28.11.
Religiöser Exzess, Hausrat auf die Strasse gestellt. Schlaflos, brünstige Abstinenz.

29.11.
Zwangsvorstellungen bezüglich Nachfolge Christi sind abgeklungen. Viehisch besoffen.

01.12.
Unbekannte Frau in der Fußgängerzone verbot mir, in ihren Armen zu sterben. Wenig schöne Szene. Danach Glühwein und rücksichtslose Kirchenkritik auf dem Weihnachtsmarkt. Schürfwunden.

03.12.
Im Keller sitzen seit ein paar Tagen zwei alte Männer unter einer Abdeckplane und essen schreckliche Butterbrote. Zwischendurch gehen sie hinaus (in Unterhemden) und schlagen mit großen Hämmern auf die Treppe. Betroffenheit meinerseits, nicht länger vor marokkanischem Wein zurückgeschreckt. Wadenkrampf.

28.12.
Alkohol wirkt nicht mehr bei mir. Vor einer Stunde Gift genommen. Enttäuschung: es wirkt auch nicht, Scheiße!!

Viel Spaß
wünscht
Mona

Der Bayer denkt: Himmisakra! Der Depp da neben mir küsst des
junge
Madel und i kriag von der Alten eine
gwatscht!

Der Schwabe denkt: Ha, des hat ja prima glappt. Im nächschta
Tonnl
küss ich mr wieder auf d’ Hand, na ko ich dem Bayern noch eine
scheura.

Also entweder hat der Schwabe keine Kraft oder der Bayer keine Schmerzsensoren…

PW:
Draußen in der Nacharschaft trifft ein kleines Katerchen auf zwei erwachsene Kater, die dort herumstreunen. Fragt der kleine Kater: „Was macht Ihr da?“
„Wir suchen was zum bummsen“, antwortet einer der großen. „Ach, darf ich mitmachen, ich war noch nie bummsen“, fragt der kleine? „Na gut“, sagr der große, „Du kannst mitkommen, einmal musst Du es ja lernen“.
Danach setzen sich alle drei in Bewegung und laufen rund um den Block. Dann noch einmal ohne jeden Erfolg. Sagt der kleine Kater: „Also, eine Runde bumms ich noch mit, dann geh ich nach Hause!“

Wohl noch nie eine Ohrfeige…
…von einer empörten Dame mittleren Alters empfangen?

PW:

Gast: „Herr Ober! Dieses undefinierbare, überlriechende Etwas esse ich ganz sicher nicht! Holen Sie bitte den Geschäftsführer!“
Ober: „Das wäre zwecklos, der Geschäftsführer isst es bestimmt auch nicht!“