Himmel und Hölle

Eine Hausfrau steht am Himmelstor und bittet um Einlass.
Petrus sieht sie an, schaut auf ihren Lebenslauf und meint, sie würde wohl einen guten Engel abgeben.
Okay, die Frau lässt sich drauf ein und folgt Petrus.
Vor einer Tür angekommen hört sie ein markerschütterndes Schreien und fragt, was denn dort passieren würde.
„Engel haben Flügel, und hier werden die Löcher dafür gebohrt“ antwortet Petrus.
Sie zögert und hört hinter einer weiteren Tür noch lauteres Geschrei.
Wieder möchte sie wissen, was dort geschieht.
„Engel haben einen Heiligenschein, und dort werden die Löcher dafür gebohrt!“
Die Frau überlegt eine Weile und sagt, sie würde dann doch lieber in die Hölle gehen.
„Aber da ist ein Saufen und Poppen den ganzen Tag“ warnt Petrus.
Und was antwortet die Frau?

„Macht nichts, die Löcher dafür habe ich schon!“

ein mann kommt in die hölle. naturgemäss ist er am boden zerstört und flennt die ganze zeit herum, wie unfair das denn nicht sei und so böse sei ja gar nicht gewesen und ausserdem war es ja wer anderer und so. und dabei steht er erst im vorraum zur hölle.

kommt ein teufel vorbei, um ihn abzuholen. verdutzt fragt er, warum der man so flennt. wieder die ganze litanei, von wegen wie schlimm es den nicht ist, in der hölle zu sein.

der teufel nimmt ihn zur seite und meint, dass das doch gar nicht so schlecht hier ist. er nimmt ihn mal mit auf eine keine erkundungstour.

blick in den ersten raum
da drinnen wird ein riesen gelage gefeiert. nur der feinste alkohol, die erlesensten speisen. dazu leichte, anregende musik.
der mann bekommt mal grosse augen und ist sprachlos.

blick in den zweiten raum
offenbar ein rauchersalon. alle mit den feinsten rauchwaren, die man sich vorstellen kann. überdimensionale havanna-zigarren, bestes canabis usw. aber trotzdem gut gelüftet und ohne kalten rauch.

blick in den dritten raum
hier wird gerade eine party gefeiert, wie man es selten sieht. super musik, alle tanzen, super stimmung.

blick in den vierten raum
eine heisse sex-orgie in allen erdenklichen variationen

der mann ist endgültig baff und kann alles nicht glauben. endlich erlangt er seine stimme wieder und fragt den teufel, ob das auch alles real sei und ob es da nicht ein „kleingedrucktes“ gebe. „nein“ versichtert ihm der teufel - hier geht es jeden tag so zu, man kann sich frei entscheiden, in welchen raum man will.

der mann ist schon fast überzeugt, dass es in der hölle doch nicht so schlecht ist. da sieht er eine fünfte tür und geht einfach so drauf los und schaut rein

drinnen eine überdimensionale folterkammer: nackte menschen werden auf jede erdenktliche weise gequält. das wehklagen, weinen und geschrei ist fast ohrenbetäubend. wo man hinschaut angst- und schmerzverzerrte gesichter.

schockiert rennt der mann zum teufel.
„was soll das? zuerst zeigst du mir die tollen räume und tust so, als ob die hölle so nett wäre. und was ist mit diesem raum da?“

sagt der teufel:
„ach die. das sind die katholiken. die wollen das so…“

Himmel &Hölle, oder es ist Nichts wie es scheint
Es lebten in einem kleinen Dorf einmal zwei Brüder. Der eine Bruder war ein netter, liebenswerter und hilfsbereiter Mensch. Der andere war genau das Gegenteil. Er war böse, hinterhältig, er belog und bestahl die Menschen.
Nun begab es sich, dass der böse Bruder starb. Der gute Bruder trauerte um ihn. Und obwohl er so abgrundtief Böse war, vermisst ihn sein Bruder.
Nach ein paar Jahren starb auch dieser und er kam in den Himmel. Dort suchte er nach seinem Bruder. Petrus, dem diese Suche nicht entgangen war, nahm ihn zur Seite.
„Deinen Bruder wirst du hier oben nicht finden. Er war böse und gemein und deshalb ist er in der Hölle.“
„Aber er war doch mein Bruder und Ich möchte ihn sehen“
Petrus überlegt und sagt:“ Weil du ein so guter Mensch gewesen bist will ich dir einen Wunsch erfüllen. Du kannst deinen Bruder einmal sehen. Aber nur von hier oben und er wird nicht wissen dass du ihn siehst.“
Der Mann überlegt nicht lange und willigt ein. Besser so als gar nichts denkt er sich.
Petrus schiebt ein paar Wolken zu Seite und sie stehen auf einer bunten Blumenwiese im schönsten Sonnenschein. Auf einer Bank unter einer Birke sitzt des Mannes Bruder.
Auf seinem Schoß sitzt eine wunderschöne junge nackte Frau mit wallendem blonden Haar und festen vollen Brüsten. In der Hand hält der böse Bruder einen Bierkrug.
Der Mann ist sprachlos. Er versteht die Welt nicht mehr.

Zu Petrus sagt er: “ Ich dachte in der Hölle leidet man Qualen und Schmerzen? Aber was ist das hier? Das kann nie im Leben die Hölle sein.“
Petrus lächelt nachsichtig und entgegnet;“ Mein Sohn, im Leben ist nichts so, wie es uns scheint. Weißt du.
Sieh hin, der Bierkrug, den dein Bruder hält, der hat unten ein Loch. Das Mädchen hingegen hat keins.

Rumburak

Und noch ein uralter:

Kommt ein Mann in die Hölle. Dort gibt’s erstmal die Besichtigungstour. EIn Teufelchen führt ihn herum.
An der ersten Tür: „Dies ist unsere Hölle 1, hier steht Dir die übelriechende Flüssigkeit bis zum Hals - angenehm warm, aber verdammt fieser Geruch…“
Der Mann schüttelt sich angewiedert.
An der zweiten Tür: „Dies ist unsere Hölle 2, die übelriechende Flüssigkeit reicht hier bis zum Bauchnabel - nicht ganz so warm, mieser Geruch…“
Der Mann schüttelt sich wieder vor Ekel.
An der dritten Tür: „Dies ist Hölle 3, hier reicht die übelriechende Flüssigkeit nur bis zu den Knöcheln, dafür aber enorm abartiger Gestank… So, jetzt hast Du unsere drei Varianten gesehen, für welche Hölle entscheidest Du Dich? Wir sind ja keine Unmenschen, hier darf man frei wählen.“
Der Mann überlegt nicht lange: „Wenn das so ist, dann möchte ich bitte in Hölle 3!“
Gesagt, getan, er bekommt einen Platz in der übelriechendsten aller Höllen, mit nur knöcheltiefer Brühe angewiesen und ist mit seiner Entscheidung ganz zufrieden. Plötzlich ertönt eine STimme aus einem Lautsprecher: „Achtung in Hölle 3, die Pause ist um. Alle wieder hinlegen!“