Hallo,
Ich habe ein großes Problem:
Ich habe festgestellt, dass in meiner Wohnung an der Rückseite der Badezimmerwand sich ein Schimmel bildet. Ich habe dies unverzüglich meinem Vermieter gemeldet und dieser hat sich ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Mein Verdacht lag auf der sehr alten und purösen Badewannendichtung.
Dies bezweifelte der Vermieter jedoch und warf mir indirekt vor ich würde das durch unsachgemäße Benutzung „Ich weiß ja nicht was sie hier alles machen…“ verursachen.
Da die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus liegt,dass durch eine Wonungsbaugesellschaft betreut wird, sollte ich den Schaden dort auch melden. Ein Hausmeister besichtigte daraufhin die Wohnung, sah sich den Schaden an und bestätigte noch Vorort,dass er davon ausgeht dass es an der „Wartungsfuge“ läge. In seinem Bericht an den Vermieter schrieb er, diese sei „abgerissen“ woraus mein Vermieter interpretierte ich habe diese raus gerissen (obwohl er Vorort gesehen hatte,dass dies nicht der Fall war).
Daraufhin meinte er ich müsse mich also um den Schaden kümmern-da ich nach dem Bericht der Schuldige sei.
Ich rief daraufhin bei dem Hausmeister an und fragte ihn nach dem „Fugenabriss“ und dieser war sehr verärgert (offensichtlich hatte mein Vermieter ihn auch mehrfach belästigt) und meinte er hätte nie behauptet die Fuge wäre „raus gerissen, sondern nur abgerissen´“. Wenige Tage später ( mein Vermieter hatte mir inzwischen eine ausführliche Anleitung zum abdichten der Wanne (á la Anleitung für Vollidioten zum silikonieren der Fuge- mit der dreisten Forderung : „verwenden sie bitte nur die Hochwertigste Silikonmasse,damit das Problem später nicht mehr auftritt…“) geschrieben.
Diesmal kam der Hausmeister mit einem Mitarbeiter einer Verfugungsfirma, dieser erklärte mir,dass die Fuge offensichtlich am Schaden schuld sei und fachgerecht ausgewechselt werden müsse, was ich nicht selber machen könne. Auch er erklärte mir das „Fugenabriss“ ein Fachbegriff für eine durch physikalische Einwirkung beschädigte Fuge sei und ich daran KEINE Schuld trage.
Daraufhin schrieb ich dies an meinen Vermieter mit der Bitte sich nun der Sache schnellstmöglich anzunehmen.
Offensichtlich will er keine Kosten übernehmen und sprach auch mehrfach davon,dass ich die Kosten tragen od. wenigstens mittragen müsse…
Nach meinem Schreiben bekam ich prompt ein Schreiben dass er meinem Schreiben entnommen habe ich wolle das Mietverhältnis aufkündigen,was er auch wolle,da er die Wohnung zur Eigennutzung in Kürze verwenden wolle und mich deshalb bat der Kündigung zuzustimmen. Ich solle bis Anfang Januar, so sein Vorschlag die Wohnung in dem angetroffenen Zustand verlassen.
Natürlich habe ich das nicht vor,denn ich habe vor im Sommer nächsten Jahres umzuziehen und will den Mietvertrag trotz der Unannehmlichkeiten bis dahin noch weiter bewohnen -ein Umzug für die paar Monate lohnt sich nicht.
Der Mietvertrag ist nur sehr knapp gehalten und ist befristet auf ein Jahr - bis September nächsten Jahres. Von Kündigung etc. steht dort garnix drin.
Allerdings gibt es einen Satz „Der Mieter ist gehalten für ausreichende Belüftung der Räume zu sorgen um Schimmelbildung zu vermeiden“ auf den er sich in seinem Schreiben beruft.
Ich habe allerdings immer sachgemäß gelüftet etc. Ich nehme außerdem an,dass der Schaden schon lange besteht,weil es schon bei der Wohnungsübernahme komisch in der Wohnung roch.
Nun habe ich mehrere Fragen:
… kann ich bis Januar gekündigt werden, bzw. kann ich überhaupt vor Vertragsende gekündigt werden?
Wie soll ich auf das Schreiben reagieren? Soll ich schreiben,dass ich nicht kündigen will und dass er sich um die Behebung des Schadens kümmern soll?
Einen Teil der Miete nimmt er als „Mietvorschuss“ jedes Jahr in Bar entgegen -ich nehme nicht an das er dieses Geld versteuert -kann man das anzeigen? (Und mache ich mich mitschuldig wenn ich diese Ahnung hatte?)
Und zu guter letzt: Was soll ich machen,damit ich sicher sein kann nach dem verlassen der Wohnung (hoffentlich im Sommer) ich keine weitere Forderungen etc. von meinem Vermieter erhalte-wie kann ich mich am besten absichern?
Der Vermieter hat mich von Anfang an ausgenommen-angefangen bei dem Mietvertrag mit der Mietvorrauszahlung, die aus dem Vertrag nicht wirklich zu entnehmen war etc…
Ich habe gehofft mich mit ihm gütlich einigen zu können,aber nach der Mail heute ist wohl klar das das nicht mehr klappt.
So das war ganz schön viel und verzeiht mir Rechtschreibfehler etc. ich bin noch etwas auf 180 nach dem ich die Mail eben empfangen habe…
Vielen Dank für Eure Hilfe!!
Robin