wir haben vor 5 Tagen festgestellt, dass wir Schimmel in der Wohnung haben. Wir haben schon Schimmel-Ex und Schimmelschutz verwendet um dem Schimmel beizukommen. Gelüftet wird ebenfalls regelmässig (Fenster nicht gekippt, sondern quer geöffnet).
Vermieter war schon da und sagte, wir sollen es mit nochhäufigerem Lüften zunächst versuchen.
Heute morgen haben wir dann hinter dem Nachtschränkchen eine wesentlich grössere Fläche vorgefunden. Möbel sind auf Grund von Fussleisten natürlich nicht direkt an der Wand sondern haben Abstand von etwa 3-4 cm.
Der Schimmel tritt ausschliesslich an den Aussenwänden auf. Wir haben auch die Mieter unter uns gefragt, die haben dasselbe Problem. Allerdings erst seit die Fenster erneuert wurden. Vorher Einfachverglasung, jetzt Doppeltverglasung.
Den Mietern unter uns wurde von einem Fachmann gesagt, sie sollen die Gegenstände von der Wand abrücken und häufiger lüften (war letztes Jahr). Wie gesagt tritt der Schimmel dieses Jahr wieder auf. Sie haben auch schon bei Bildern Abstandshalter montiert, trotzdem sammelt sich dort die Kultur.
Lüften wir beide nun falsch oder ist davon auszugehen, dass am Bau was nicht stimmt? Das Haus ist Ende der 60er gebaut worden.
Schimmel ex etc. ist flüssig. Damit „giesst“ Du den Schimmel. Zwar vergiftest Du Ihn geleichzeitig aber manchmal eben nicht in letzter Konsequenz.
Richtig lüften kann in Deutschland übrigens keiner. Die meisten zu wenig manche zu viel, im Durchschnitt stimmts dann wieder!
Grundsätzliche Ursache: Deine Raumluftfeuchte ist zu hoch!
Empfohlen wird bis zu 4 (!) mal Stoßlüften. Gekippte Fenster im Winterhalbjahr nie!
Raumluftfeuchte kondensiert an der kältesten Stelle in der Wohnung. Häufigster Fehler, die Wärme des WOhnzimmers ins Schlafzimmer zu „exportieren“. Totaler Blödsinn, damit kommt nur Feuchtigkeit ins Schlafzimmer, sonst nichts!
Gleichmäßige Beheizung des Schlafzimmers schafft Abhilfe! (Kostet übrigens keinen Pfennig, denn die trockene Wand dämmt wirklich, Deine durch Raumluftfeuchte nass gewordene Wand dämmt gar nichts!
Vielleicht habt ihr sogar noch Aussendämmung aufgebracht?
Die verhindert zudem die Wandaustrocknung. Die nasse Wand ist absolut gesehen für sich energetisch schlechter als die erhoffte Heizkostenersparnis, die im übrigen nicht eintritt s. Prof Jens Fehrenberg, oder Architekt Konrad Fischer, oder Architekt Bossert alles im Internet zu finden!)
Zudem ist die Wohnung in einem gesundheitlich sehr bedenklichen Zustand (Schimmelpilzgifte, Sporen). ABsolut gesehen eigentlich nicht bewohnbar!
Da das Myzel (Pilz) in den Untergrund vorgedrungen sein kann wird die Wohnung ggf. sogar durch partielle Putzerneuerung - (je nach Baujahr und verwendetem Baustoff) renoviert werden müssen.
Beseitigung des SChimmels stets nur mit trockener Bürste (Staubsauger) und danach Fön (trocknen).
Bei mdr/einfachgenial wurde dieses Jahr dazu noch ein Tiefentrocknngsgerät vorgestellt daß mit Infrarot (o.Ä.) das Mauerwerk innerhalb kürzester Zeit trocken legt ( wg. Elbhochwasser 2002.
Viel Spass beim sanieren und neuem Wohnen.
Gruß Torsten
PS die alten Fensterscheiben waren der kälteste Punkt in der Wohnung, (Schlafzimmer feuchtester Raum der Wohnung!) deshalb kondensierte die Raumluftfeuchte an den Scheiben, unbeheizte Räume haben kalte Wände deshalb kondensiert es jetz dort. Falls keine Luftzirkulation (trocknung) erfolgt wächst SChimmel, er trat ja nicht in Wohnzimmer oder Küche auf, weil die Räume angemessen beheizt sind!
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Danke für den Hinweis.
Allerdings betrifft es nicht nur das Schlafzimmer, sondern auch die Küche, das Arbeitszimmer und das Wohnzimmer. Lediglich Bad, Toilette und Diele sind nicht betroffen, aber die befinden sich auch „in“ der Wohnung, haben also keine Wände nach aussen bzw. sind mit dem Nachbarhaus verbunden.
Die Temperatur ist in allen Zimmern in etwa gleich hoch und ja wir heizen und das sicherlich nicht zu knapp, meine Freundin ist eine Frostbeule.
Torsten hat Dir bereits Hiunweis egegeben. Noch ein Tipp. Beschaffe Dir einen Hydrometer, kostet um die 15 EURO, und messe die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Dann kannst Du auch zwischendurch, wenn erforderlich mehr stosslüften.
Also, soweit ich weiss ist Schimmel fast immer ein bauliches Problem.
Zweitens: die Miete ist per Gesetz gemindert!!!
D.h.: freundlichen Brief an den Vermietr mit dem Inhalt, sorry, wollten wir auch
nicht, aber das Gesetz ordnet die Mietminderung an.
Über die Höhe können Günter oder die Verbraucherzentralen etwas sagen.
Darüberhinaus: sofort zum Anwalt/Mieterschutzbund/-verein oder so.
Zu diesem Thema gibts haufenweise Rechtsprechung/Literatur/Reportagen usw.
Nicht zögern, so etwas wird gern zur persönlichen „unendlichen Geschichte“!
Woher nimmst du dieses wissen (das mit dem Baulichen Problem)?
Also wir haben einmal extra einen Baubiologen bestellt um das Problem Schimmel anzugehen und der hat nach eingehender Untersuchung (Wandtemperaturen/feuchte, Lufttemperaturen/feuchte…) festgestellt das dem Problem durch vernünftiges Lüften (Habe da eine expliziete Anleitung) angehen muss. Es liegt KEIN Baulicher mangel vor.
Seid nach dieser Anleitung gelüftet wird ist der Schimmel weg.
(Ganz weg geht nicht, dafür muss min. neu tapeziert werden)
Gruss Frank
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Jaschiii hat Dir bereits geraten einen Mieterverein oder Anwalt aufzusuchen.
Der Mangel ( Schimmel / Feuchtigkeit) kann bauseits entstehen, aber hier ist eher nach dem Einbau von neuen Fenster davon auszugehen, dass wesentlich mehr zu lüften ist wie früher. Dieses Problem muss vor Ort überprüft werden.
wir haben vor 5 Tagen festgestellt, dass wir Schimmel in der
Wohnung haben. Wir haben schon Schimmel-Ex und Schimmelschutz
verwendet um dem Schimmel beizukommen.
Derzeit hilft Schimmelschutz wenig. Diese Mängel muss man im Frühjahr beseitigen.
Gelüftet wird ebenfalls
regelmässig (Fenster nicht gekippt, sondern quer geöffnet).
Vermieter war schon da und sagte, wir sollen es mit
nochhäufigerem Lüften zunächst versuchen.
Heute morgen haben wir dann hinter dem Nachtschränkchen eine
wesentlich grössere Fläche vorgefunden. Möbel sind auf Grund
von Fussleisten natürlich nicht direkt an der Wand sondern
haben Abstand von etwa 3-4 cm.
Der Schimmel tritt ausschliesslich an den Aussenwänden auf.
Wir haben auch die Mieter unter uns gefragt, die haben
dasselbe Problem. Allerdings erst seit die Fenster erneuert
wurden. Vorher Einfachverglasung, jetzt Doppeltverglasung.
Den Mietern unter uns wurde von einem Fachmann gesagt, sie
sollen die Gegenstände von der Wand abrücken und häufiger
lüften (war letztes Jahr). Wie gesagt tritt der Schimmel
dieses Jahr wieder auf. Sie haben auch schon bei Bildern
Abstandshalter montiert, trotzdem sammelt sich dort die
Kultur.
Lüften wir beide nun falsch oder ist davon auszugehen, dass am
Bau was nicht stimmt? Das Haus ist Ende der 60er gebaut
worden.
Den Mangel hast Du ja gemeldet. Eine Mietminderung ist nur möglich, wenn der Mangel nicht von Dir verursacht ist. Teile dem Vermieter mit, dass die Mietzahlungen unter Vorbehalt erfolgen bis geklärt ist, wer für den Schimmel verantwortlich ist. Danach ist zu entscheiden, wie hoch die Mietminderung ausfällt.
Woher nimmst du dieses wissen (das mit dem Baulichen Problem)?
Zugegeben, ich bin kein Experte darin, habe aber erst vor kurzem eine sehr lange
Reportage (WDR2) mit einem Bausachverständigen gehört, der dass so darstellte.
Sorry, das hätte ich eigentlich direkt so schreiben sollen.