Hallo,
ich bezahle 300€ Kaltmiete / Monat für (lt. Vermieter) 50 qm. Da auf meiner Nebenkostenabrechnung (von der Peka) die Wohnungsgröße mit 45,87 qm abgerechnet wird habe ich gestern mal (Zentimeter genau) meine Wohnung vermessen und komme nach Abzug von Schornsteinen etc. auf 46,34 qm.
Wie kann diese Differenz entstehen? Ich habe bei der Messung die gesamte Wohnung, also auch Bad, Flur und Küche genau vermessen und auch wirklich alle Nischen und „fehlende Ecken“ (davon hab ich ne ganze Menge) bedacht. Aber die Different ist ja auch „nur“ 0,45 qm, also kanns ja kaum dran liegen, dass ich nen Zimmer vergessen haben könnte oder ein Zimmer nur anteilig gerechnet werden könnte.
Werden bei der Berechnung Sachen wie in den Raum stehende Fensterbänke oder sowas abgerechnet? Werden vorhandene Absätze (etwa 15 cm hoch) oder diese Sachen wie verkleidete Rohre (Heizung) nicht eingerechnet?
Mein zweites, damit zusammenhängendes Problem ist: Laut Vermieter kostet die Wohnung 6€/qm (300 : 50 = 6). Jetzt habe ich mir einen aktuellen Mietspiegel meiner Stadt zuschicken lassen (Stand 1.1.04, die Zusendung hat mal eben 4 Monate gedauert), dort wird meine Straße mit Wohnlage „einfach“ angegeben. Das Haus ist etwa BJ 55 und wurde um das Jahr 94 modernisiert.
Lt. Mietspiegel kann jedoch eine Modernisierung die Einstufung in ein „jüngeres“ Baujahr nur dann zur Folge haben, wenn ein Mindestbetrag von 570 € (Modernisierung zwischen 85 und 94) pro qm dafür aufgewendet wurde (was bei meiner Wohnung also min. 26.000€ sein müssten, für das ganze Haus über 300.000€), wobei ich mir recht sicher bin, dass dies nicht so ist. Also gehe ich mal von dem Mietpreis aus, der für „einfache Wohnlage“ für Objekte bis BJ 59 veranschlagt ist, 4,92 €.
4,92 x 45,87 = 225,68 €, die ich lt. Peka – Wohnflächenberechnung nur bezahlen müsste.
4,92 x 46,34 = 228,43 €, die ich nach meiner Berechnung der Wohnfläche zahlen müsste.
Aber selbst wenn ich zu Gunsten des Vermieter das BJ mit 1995 berechne komme ich für die „einfache Gegend“ auf 279,81€ lt. Peka und 282,67 € lt. meiner Berechnung.
Erst wenn ich die „beste“ Wohngegend nehme, BJ 1995 und Höchstsatz komme ich für meine Berechnung 300,28 € und für die Peka – Berechnung auf 297,24 € (also ungefähr das, was ich wirklich zahle).
Ich habe übrigens keine besonderen Extras wie Fußbodenheizung o. ä.
Und jetzt ganz viele Fragen:
In wie weit sind diese Mietspiegel verbindlich? Denn ich verstehe an der ganzen Sache nicht, dass der Vermieter die Mietpreise angeblich mit einem Anwalt festgelegt haben soll, also sollten sie doch nicht so extrem vom Durchschnitt abweichen?
Wie kann ich jetzt weiter vorgehen?
Sollte ich die Wohnung noch einmal von neutraler Stelle (wobei hierbei ja eigentlich die Peka schon neutral vermessen hat) vermessen lassen?
Wie bzw. wo kann ich herausfinden, ob das Haus, in dem ich wohne so „überdurchschnittlich“ ist, dass die hohe Miete angemessen ist?
Was wird mich diese Prozedur in etwa kosten?
Kann ich die zu viel bezahlte Miete zurückfordern oder die Miete ab nächstem Monat einfach so um den entsprechenden Betrag verringern (möchte ich ungern ohne ganz sicher im Recht zu sein)?
Für ein paar Anregungen wäre ich echt dankbar.
Viele liebe Grüße und schon mal ein herzliches Danke an alle, die hier immer versuchen, den anderen zu helfen (vor allem Günther 
Susanne