Keine Miete mehr?

Hallo,

nehmen wir mal folgenden erfundenen Fall:

Eine Mietpartei bestehend aus Frau, Mann Kind und Hund, zahlt seit 3 Monaten keine Miete mehr, da ihnen das Konto von der Bank gesperrt wurde.
Nehmen wir weiter an, dass der Mann eine Ich AG betreibt, die Baden gegangen ist, der Mann aber angeblich noch keine Insolvenz angemeldet hat.
Nach einem evtl. Gespräch mit der Frau, hätte diese den Einwand gebracht, dass sie sich von ihrem Mann trennen wolle, das Sozialamt sie dann aber nicht aus der Wohnung verweisen könnte (3ZKB ca 82qm), weil sie ja nichts hätte, und auch nicht aus der Wohnung ausziehen wolle…und wenn überhaupt würde sich das Sozialamt darum kümmern, lt Frau.
In weiteren Gesprächen mit den Betreffenden, würden immer wieder andere Sachverhalte dargelegt.

Mal hätte der Mann durch einen längeren Krankenhausaufenthalt einer „Sache“ entgehen wollen, ein anders mal hiess es, der Versicherer hätte den Beleg für den Krankenhausaufenthalt nicht beigebracht, so dass man selbst Schulden in Höhe von 6000Euro zu begleichen hätte.
Von einem Vorvermieter hätte man nun erfahren, dass jener Mann sehr wohl schon den OE geleistet hat…

In einem anderen Gespräch ist die Rede von einem Einkommen von 6000Euro/Monat

Obendrein hätte man festgestellt, dass der Hund dieser Partei sein Geschäft in der Wohnung verrichtet (gefliest), da die Frau wegen dem „zeitintensiven“ Kind zu nichts kommt.

(Bevor ich von alldem wusste, haben ich (Im nebenhaus wohnend) und ein direkter Nachbar derer schon versucht ihr wegen dem Kind zu helfen, da dies in der Tat permanent schreit und zwar so lange und laut, dass einem schon Angst macht. Wir haben ihr Bücher genannt und Adressen von Beratungsstellen, aber sie hat nichts davon wirklich versucht. Das habe ich anhand von Nachfragen bei ihr selbst durch ihre Antworten feststellen können, aber das nur nebenher)

Wie könnte der Vermieter jetzt vorgehen, um diese Partei möglichst schnell loszuwerden?

Danke und Gruß
Maja

Hallo Maja,

hörst Du den Balken nicht knirschen, der sich nicht länger biegen lässt. Da wird doch gelogen was das Zeug herhält.

Eine Mietpartei bestehend aus Frau, Mann Kind und Hund, zahlt
seit 3 Monaten keine Miete mehr, da ihnen das Konto von der
Bank gesperrt wurde.

wohl völlig verschuldet

Nehmen wir weiter an, dass der Mann eine Ich AG betreibt, die
Baden gegangen ist, der Mann aber angeblich noch keine
Insolvenz angemeldet hat.

spielt auch für die Miete keine Rolle, wenn kein Geld da ist, hilft auch die Insolvenz nicht.

Nach einem evtl. Gespräch mit der Frau, hätte diese den
Einwand gebracht, dass sie sich von ihrem Mann trennen wolle,
das Sozialamt sie dann aber nicht aus der Wohnung verweisen
könnte (3ZKB ca 82qm), weil sie ja nichts hätte, und auch
nicht aus der Wohnung ausziehen wolle…und wenn überhaupt
würde sich das Sozialamt darum kümmern, lt Frau.

Sozialämter zahlen kaum rückwirkend entstandene Mietrückstände und ich kenne keines, das Mietrückstände von mehr als zwei Monaten übernimmt und dann auch nur, wenn die Zwangsräumung ansteht. Und die Gelder werden meist auf Darlehensbasis gegeben.

In weiteren Gesprächen mit den Betreffenden, würden immer
wieder andere Sachverhalte dargelegt.

Da kommen noch mehr Ausreden, wenn mit Ausreden immer wieder Zeit gewonnen werden kann. Notfalls, wenn man Geld hat, benötigt man dieses für den Urlaub, weil man wie jeder andere auch Urlaubsansprüche hat.

Mal hätte der Mann durch einen längeren Krankenhausaufenthalt
einer „Sache“ entgehen wollen, ein anders mal hiess es, der
Versicherer hätte den Beleg für den Krankenhausaufenthalt
nicht beigebracht, so dass man selbst Schulden in Höhe von
6000Euro zu begleichen hätte.
Von einem Vorvermieter hätte man nun erfahren, dass jener Mann
sehr wohl schon den OE geleistet hat…

In einem anderen Gespräch ist die Rede von einem Einkommen von
6000Euro/Monat

Obendrein hätte man festgestellt, dass der Hund dieser Partei
sein Geschäft in der Wohnung verrichtet (gefliest), da die
Frau wegen dem „zeitintensiven“ Kind zu nichts kommt.

(Bevor ich von alldem wusste, haben ich (Im nebenhaus wohnend)
und ein direkter Nachbar derer schon versucht ihr wegen dem
Kind zu helfen, da dies in der Tat permanent schreit und zwar
so lange und laut, dass einem schon Angst macht. Wir haben ihr
Bücher genannt und Adressen von Beratungsstellen, aber sie hat
nichts davon wirklich versucht. Das habe ich anhand von
Nachfragen bei ihr selbst durch ihre Antworten feststellen
können, aber das nur nebenher)

Wie könnte der Vermieter jetzt vorgehen, um diese Partei
möglichst schnell loszuwerden?

Hier muss fristlos wegen mehr als zwei Monatsrückständen gekündigt werden. Die Mieter müssen aufgefordert werden bis spätestens 05.09.2004 die Wohnung in ordnungsgemässen Zustand zu verlassen. Mein Tipp hierzu. Eine Kopie der fristlosen Kündigung an die zuständige Ortspolizeibehörde senden und dieser mitteilen, das Nachricht gegeben wird, dass durch die fristlose Kündigung unmittelbar eine Wohnungslosigkeit droht. In unserer Region wird dann der Mieter vorgeladen und die Behörde zwingt ihn Massnahmen zu ergreifen. In manchen Fällen hat man die Mieter auch schon mal mitgenommen und den Ersatzwohnraum in einem Wohncontainer gezeigt.

Gruss Günter

Hallo Günter,

hörst Du den Balken nicht knirschen, der sich nicht länger
biegen lässt. Da wird doch gelogen was das Zeug herhält.

Ich höre und sehe den Balken schon…aber was nutzt das, wenn jemand sagt er zieht nicht aus…

wohl völlig verschuldet

Sieht ganz so aus.

spielt auch für die Miete keine Rolle, wenn kein Geld da ist,
hilft auch die Insolvenz nicht.

Inzwischen weiss man, dass fiktiver Mann selbiges beim Vorvermieter und beim Vorvorvermieter abgezogen hat.

Sozialämter zahlen kaum rückwirkend entstandene Mietrückstände
und ich kenne keines, das Mietrückstände von mehr als zwei
Monaten übernimmt und dann auch nur, wenn die Zwangsräumung
ansteht. Und die Gelder werden meist auf Darlehensbasis
gegeben.

Deshalb also…

Da kommen noch mehr Ausreden, wenn mit Ausreden immer wieder
Zeit gewonnen werden kann. Notfalls, wenn man Geld hat,
benötigt man dieses für den Urlaub, weil man wie jeder andere
auch Urlaubsansprüche hat.

Und den Zigarettenkosum zahlt man dann auch noch mit…

Hier muss fristlos wegen mehr als zwei Monatsrückständen
gekündigt werden. Die Mieter müssen aufgefordert werden bis
spätestens 05.09.2004 die Wohnung in ordnungsgemässen Zustand
zu verlassen. Mein Tipp hierzu. Eine Kopie der fristlosen
Kündigung an die zuständige Ortspolizeibehörde senden und
dieser mitteilen, das Nachricht gegeben wird, dass durch die
fristlose Kündigung unmittelbar eine Wohnungslosigkeit droht.
In unserer Region wird dann der Mieter vorgeladen und die
Behörde zwingt ihn Massnahmen zu ergreifen. In manchen Fällen
hat man die Mieter auch schon mal mitgenommen und den
Ersatzwohnraum in einem Wohncontainer gezeigt.

Fiktive fristlose Kündigung ist bereits erfolgt, für den Tipp danke ich Dir.

Darf ich Dich mal anmailen?

Danke und Gruß
Maja

[…]

Hallo zusammen,

das was hier steht stimmt ja alles, aber was tun wenn der Mieter in der gesetzten Frist die WOhnung nicht räumt?

Dann geht nämlich die Räumungsklage los und das ist ein Kostenfaktor der schnell in die Höhe schnellen kann. Ich kann davon ein Lied singen.
Ablauf ist so:

Mieter wurde gekündigt, wegen Mietrückstände. Der Mieter soll bis zum gesetzten Datum ausziehen. Wenn er das nicht macht ist Klage geboten auf Räumung des Mieobjektes. Das heisst es wird ein Zivilverfahren angeleiert, in dem dann ein Titel erwirkt wird, mit dem man dann den Mieter aus der Wohnung räumen lassen kann. Das erledigt dann der Gerichtsvollzieher.
Nun kommen aber noch ein paar kleine Punkte hinzu:

Der Mieter kann Räumungsschutz und Zwangsvollstreckungsschutz nach den §§ 721 ZPO, 765 ZPO und 794a ZPO einreichen. Der Räumungsschutz wird aber max. 1 Jahre bewilligt.
Der Zwangsvollstreckungsschutz kann aber zusätzlich vom VOllstreckungsgericht teilweise oder ganz aufgehoben werden, wenn die Zwangsvollstreckungsmaßnahme nicht mit den guten Sitten vereinbar ist oder eine unzumutbare Härte darstellt.

Abschliessend kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, das ich ein Räumungsprozedere bis zu einem Jahr hinziehen kann, wenn es der Mieter darauf anlegt. Zusätzlich kostet aber die Räumung durch den Gerichtsvollzieher ja auch noch mal bei einer 3 ZIKB Wohnung mit rnd. 80qm 4000 EUR Vorschuss die der Kläger (Vermieter) vorrauszahlen muss.

Abgesehen von der Gerichtskostenvorrauszahlung die er leisten muss.

Ich hoffe das hilft ein wenig Licht in so ein Unterfangen zu bringen,

Gruß
Highspeed24

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hat gepunktet, danke, wertvolleinfo owt

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Hallo Maja,

Darf ich Dich mal anmailen?

Selbstverständlich

Gruss Günter