Hallo,
ganz klar, nach den gängigen Formeln (1. Jahr 50%, Folgejahre 5-10% Wertverlust) bleibt vom Küchenwert nicht mehr viel über und wenn dann auch noch teure Reparaturen anstehen, war es das.
Dies ist aber natürlich nur eine Seite der Sache. Die andere Seite sieht doch so aus, dass du für den Fall, dass du die Küche nicht übernimmst, Ersatz brauchst. Und den würde ich natürlich mal dagegen rechnen, wenn du dich mit der vorhandenen Küche durchaus anfreunden kannst, sie also vom Stil und Erhaltungszustand durchaus eine Lösung wäre und noch eine deutliche Lebenserwartung besteht.
Dann würde ich mal die Kosten für eine in deinen Augen sonst „ausreichende“ Ersatzbeschaffung den Kosten für Ablöse und Herdreparatur gegenüberstellen. Für die E-Geräte würde ich dann noch einen Abzug von ca. 3/4 vornehmen (10 Jahre dürfte auch für Markengeräte mindestens 3/4 der gesamten Lebenserwartung sein) und für die Möbel 1/2, (da sind 20 Jahre durchaus drin)
Beide Berechnungsmöglichkeiten würde ich dann gegenüber der anderen Seite genau so offen legen und damit dann den von dir maximal gebotenen Preis begründen, wobei mir EUR 4.000,-- auch vollkommen illusorisch vorkommen. Würdest du dir z.B. auch nur für EUR 3.000,-- eine Küche kaufen, bei der für EUR 1000,-- NEUE Elektrogeräte verbaut wären, dann wären nach obiger Formel EUR 1.250,-- abzgl. Reparaturkosten Herd wirklich die äußerste Grenze.
Man sollte es aber auch nicht übertreiben, denn sonst könnte es dir passieren, dass du aus lauter Boshaftigkeit selbst eine neue Küche kaufen darfst, …
Gruß vom Wiz, der seine „alte“ (fünf Jahre, wenig genutzt) Küche auch nur deshalb zur Einrichtung des Kellers missbraucht hat, weil der Nachmieter meinte ihn mit einem Angebot über EUR 150,-- erpressen zu können
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