guten tag, liebe wissenden (oder ebenfalls ratsuchenden)!
mal angenommen, die wohnung im erdgeschoss unter der von mieter x wird saniert.
dabei finden an einem donnerstag auch arbeiten an den rohren statt, also an der abwasserleitung. der umfang der arbeiten in mieter x’ wohnung ist viel umfangreicher als zu ahnen.
dazu erhalten die mieter am freitag davor ein schreiben in die tür geklemmt:
"Kaltwasserabsperrung wegen Arbeiten an der Abwasserleitung. Wegen einer Teilerneuerung des Abflussstranges vom Keller bis zum 1. OG im Bereich Seitenflügel (das betrifft die linken Wohnungen im Vorderhaus) wird das Kaltwasser am 20.01. 2005 vormittags abgestellt.
Des weiteren möchten wir den Mieter im 1. OG links bitten, uns den Zutritt für die Anschlussarbeiten an diesem Tage zu gewähren. Die Arbeiten am 20.1. in der Zeit von 8 uhr bis max. 15 Uhr durchgeführt. Wir bitten um Verständnis" - der Brief ist von der firma n (haustechnische anlagen, installations gmbH).
damit die arbeiten erfolgen können, kommt die freundin des berufstätigen mieters x an diesem tage extra frühmorgens in die wohnung, lässt handwerker rein und raus.
handwerker stehen schon sogar schon um halb acht da. um 13.30 h hätte freundin aufbrechen müssen zu termin, doch das erweist sich als illusorisch (obwohl von der firma auf nachfrage schon am montag gesagt, dass es so lange nicht dauern wird und termin eingehalten werden kann).
die arbeiten sind schwieriger als erwartet. bei den anschlüssen ist alt und neu zu kombinieren, teils noch ddr-rohre (ostberlin).
die fliesen, mit denen die wc-rohre und heizungsrohre umbaut waren (auf einer lattenkonstruktion), müssen erstmal abgerissen werden. deswegen sollen in folgewoche dann fliesenleger kommen, um die teils entfernte fliesenverkleidung wieder anzubringen.
es wird also gewerkelt bis 15 Uhr. als der freundin des mieters erklärt wird, dass sie wohl noch bis abends kein wasser haben wird (und kein wc) und sie sieht, dass die badewannen-rohrleitungen neu VOR der wand liegen - bislang in einer eigens gebauten fliesenverkleidungs-kasten-konstruktion, die man (mit gewissem aufwand) hätte abbauen können, verweist sie darauf, dass die mieter das so nicht akzeptieren werden.
die abwasserrohre jetzt sichtbar und hässlich, keine rücksprache gehalten mit der freundin als aufsicht. der chef der firma hat dem mitarbeiter das so als auftrag gegeben, weil entfernen der fliesenverkleidung zu großer aufwand sei. („dann hätt das ja NOCH länger gedauert!“)
es hätte jederzeit die möglichkeit bestanden, über die aufsichtsperson die mieter zu fragen, doch stattdessen machen die handwerker einfach - was zwar funktional in ordnung ist, aber die optik des kleinen badezimmers deutlich mindert.
als der mieter x per telefon hört, dass rohre jetzt vor der wand liegen, sagt er gleich, dass das so nicht bleiben wird. als bauleiter und architekt kennt er sich etwas in materie aus.
das bedeutet: mieter x wird verlangen, dass die leitungen wieder wie zuvor verkleidet werden. der installationsfirma hat die aufsichtsperson das bereits mitgeteilt.
nur um sicher zu gehen in unserem theoretischen fall…hat der mieter x einen anspruch auf herstellung der vor-situation? also rohre versteckt in verkleidung?
kosten trägt firma oder hausverwaltung? selbige hat ja mit sanierung der wohnung darunter den auftrag gegeben, aber nie deswegen mieter x kontaktiert.
wie sieht es aus mit weiteren terminen (mindestens zwei) - der mieter ist tagsüber berufstätig, die freundin sonst auch, wer kommt für finanziellen schaden bei solchen aktionen auf?
ist ja nicht so, dass jeder mal eben einen tag frei nehmen kann oder nachbarn hat, die das übernehmen können.
danke für eventuelle antworten! ist lang geworden, ich kann nicht anders
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gruß
u
