Korrektes Lärmprotokoll

Hallo zusammen,
in einer längeren Auseinandersetzung um Ruhestörungen gibt es Protokolle verschiedener Mieter und der Vermieter sucht offensichtlich Ausreden, um sich Schwierigkeiten zu ersparen. Wenn alle Mieter gemeinsam ein einziges Protokoll unterschreiben (oder identische Zeiten berichten), wird gesagt, das wäre abgesprochen und könne so nicht sein. Gibt es teilweise differierende Zeiten, heißt es, das wäre widersprüchlich.
Dieses Verhalten wirft mittlerweile nur noch die Frage auf, wie ein Gericht das sehen würde. Kann jemand sagen, wie dort ein korrektes Lärmprotokoll gestaltet sein müsste?

Grüße
Len

Hallo zusammen,
in einer längeren Auseinandersetzung um Ruhestörungen gibt es
Protokolle verschiedener Mieter und der Vermieter sucht
offensichtlich Ausreden, um sich Schwierigkeiten zu ersparen.
Wenn alle Mieter gemeinsam ein einziges Protokoll
unterschreiben (oder identische Zeiten berichten), wird
gesagt, das wäre abgesprochen und könne so nicht sein. Gibt es
teilweise differierende Zeiten, heißt es, das wäre
widersprüchlich.
Dieses Verhalten wirft mittlerweile nur noch die Frage auf,
wie ein Gericht das sehen würde. Kann jemand sagen, wie dort
ein korrektes Lärmprotokoll gestaltet sein müsste?

Hallo,

das ist eine Frage, die man nur mit „kommt darauf an“ beantworten kann.

Sind alle Mieter daheim und erstellen sie sich eigene Protokolle bei Störungen, kann daraus durchaus ein Gesamtprotokoll für alle Mieter entstehen.

Solche Gesamtprotokolle sollte man aber nur dann erstellen, wenn es gesichert ist, dass das Protokoll auch tatsächlich die Störung jeden Mieters enthält. Ich lasse z.B. bei Klagen unter anderem prüfen, wer das Protokoll unterschrieben hat und - wer es unterschrieben hat - aber an dem Tag oder zu dem Zeitpunkt nicht anwesend war. Eine Klage kann man zumindest erheblich bezweifeln, wenn jemand unterschreibt, der an dem Tag nicht anwesend war.

Meine Empfehlung ist deshalb, dass jede Partei ein eigenes Protokoll führt. Jede Partei ihr Protokoll getrennt vorlegt. Man erlebt bei diesem Verfahren durchaus Überraschungen. Nicht selten ergibt es sich, dass der Lärm nicht nur von einer Partei im Hause kommt.

Grüsse Günter

Hallo Günter,

Meine Empfehlung ist deshalb, dass jede Partei ein eigenes
Protokoll führt. Jede Partei ihr Protokoll getrennt vorlegt.

Das ist für mich eigentlich auch die logischere Variante. Trotzdem frage ich nochmal zurück, denn so entstehen ja teilweise recht verschiedene Störungszeiten: Den Einwand, dass solche Protokolle widersprüchlich seien, siehst du also nicht? Bzw.: In welche Richtung tendiert die Rechtsprechung? (falls du das sagen kannst)

Beste Grüße
Len

Hallo Günter,

Meine Empfehlung ist deshalb, dass jede Partei ein eigenes
Protokoll führt. Jede Partei ihr Protokoll getrennt vorlegt.

Das ist für mich eigentlich auch die logischere Variante.
Trotzdem frage ich nochmal zurück, denn so entstehen ja
teilweise recht verschiedene Störungszeiten: Den Einwand, dass
solche Protokolle widersprüchlich seien, siehst du also nicht?
Bzw.: In welche Richtung tendiert die Rechtsprechung? (falls
du das sagen kannst)

Hallo,

ich sehe schon die Möglichkeit der Widersprüche. Aber genau hier liegt doch auch eine Chance. Nicht jeder Mieter hört dasselbe wie der andere. Manchen hören etwas früher, manche etwas später und manche hören Lärm, den anderen nicht hören. Die Widersprüche können vor Gericht - aber auch im Gespräch mit dem Vermieter durchaus aufgeklärt werde. Und ein abwesender Mieter ( wenn ein Protokoll über die Störungen von allen unterzeichnet wird ) kann nicht Lärm betsätigen, den er nicht hört ( weil er abwesend ist).

Grüsse Günter