Stellt euch ein Haus vor in einer x-beliebigen Innenstadt. In diesem Haus würde es Büros geben, ein großes Kleidergeschäft mit Lagerräumen und Glasfassade würde auch dazugehören. Nun, würden in diesem teueren und schönen Bau auch einige Privatmieter hausen.
Eines Tages würde eine Nebenkostenabrechnung ins Haus flattern, in dem die größte Position die Gebäudeversicherung einnehmen würde. (Feuer- Glas- Sturm- und Wasserversicherung) Die Summe wäre so hoch, dass der Mieter pro Qm 4 EUR Jahresbeitrag leisten müsste (bei 100qm also EUR 400!), obwohl in seinem Mietvertrag vom Jahr 2000 noch gestanden wäre: „Sach- und Haftpflichtversicherung zur Zeit 5DM/Monat“.
Frage: Wäre das rechtens mit dieser hohen summe? Müsste der Vermieter nicht - wie bei Grundsteuern - gewerbliche Nutzung vom Mietbereich trennen?
meiner Meinung nach muss der VM hier eine Trennung von Gewerbe & Privatraeumen vornehmen.
Wuerde mir hier aber nochmal eine Kopie der Versicherungskosten vom VM zustellen lassen, um zu pruefen, was genau darin berechnet wurde.
meiner Meinung nach muss der VM hier eine Trennung von Gewerbe
& Privatraeumen vornehmen.
— Ist das die allgemein zu erwartende Rechtsprechung oder
nur die „Hoffnung eines Mieters“?
IMHO kann man nicht sagen, dass eine Trennung grundsätzlich
vorzunehmen ist. Jedenfalls sehe ich keinen zwingenden (rechtlichen)
Grund dafür. Entscheidend ist vielmehr, was im Mietvertrag des
betroffenen M steht. Sind die Versicherungskosten dort als
umlagefähige NK aufgeführt, muss der M zahlen. Ist es ein
Formularmietvertrag kann es sein, dass sich aus der Formulierung
ergibt, dass nur gewisse Versicherungen umlagefähig sind.
Wuerde mir hier aber nochmal eine Kopie der
Versicherungskosten vom VM zustellen lassen, um zu pruefen,
was genau darin berechnet wurde.
— In der kopie steht: „Firmen Sachversicherung, Feuer-
Gewässer- Sturm- Glasschäden“
Wie gesagt, entscheidend ist, was vereinbart wurde. Eine Bekannte
hatte einen ähnlichen Fall und aufgrund des Vertrages musste sie
anteilig Versicherungen und Wartungsarbeiten zahlen, die ihr
letztlich nicht direkt zugute kamen.