Frage zu Heizkostenverteilern

Hallo zusammen…

Irgendwie werde ich aus den Dingern nicht so richtig schlau.
Wir haben in der Küche und im Schlafzimmer nie die Heizung an, aber trotzdem zählen die Dinger pro Tag immer um 1-2 Stellen weiter. Im Schlafzimmer steht die Anzeige momentan auf 84 und in der Küche auf 77 (Die Anzeigen sind Silvester punkt 00:00 auf 0 zurückgesetzt worden). Die Heizungsgrößen von Schlafz. und Küche sind gleich. Die Steigleitungen sind in der gesamten Wohnung nicht verkleidet, aber normal dürfte der Zähler ja nicht so eingestellt sein, das er pauschal die Wärme die durch die Steigleitung abgegeben wird zählt. Oder irre ich mich da ? Wenn ich die Heizung aus habe, will ich ja im Grunde keine Wärme haben, kann ja nix dafür das die Steigleitung warm ist. ( salopp gesagt )
Wir haben solche Heizkostenzähler die irgendwie per Funk ausgelesen werden vom Treppenhaus aus und bevor ich mich irgendwie beim Vermieter dumm stellen muss :smile: versuch ich hier mal ein bisschen Licht in mein Dunkel zu bekommen :smile:

Danke schonmal im Voraus…
de René

Hi René,

ich nehme an, es handelt sich hier um eine elektronische Ausgabe des Verdunstungszählers.

Wir haben in der Küche und im Schlafzimmer nie die Heizung an,
aber trotzdem zählen die Dinger pro Tag immer um 1-2 Stellen
weiter.

Das ist richtig - das Ding merkt nur, dass Wärme eingebracht wird, aber nicht von wem:
Vom Kochherd, Sonneneinstrahlung durch die Fenster, aus der unteren bzw. danebenliegenden Wohnung, vom Föhn, vom Heizkörper usw. Die Zählung ist nur relativ und liefert keine direkt verwertbaren Werte, denn es kommt auch darauf an, was Deine Mitbewohner verbrauchen. Nehmen wir vereinfacht an, Du verbrauchst 1000 Einheiten und Deine Hausmitbewohner zusammen 9000 Einheiten, dann zahlst Du 1/10 der Heizkosten und die Mitbewohner 9/10.

Die Steigleitungen sind in der gesamten
Wohnung nicht verkleidet, aber normal dürfte der Zähler ja
nicht so eingestellt sein, das er pauschal die Wärme die durch
die Steigleitung abgegeben wird zählt.

Aber Du bekommst Wärme von den Heizleitungen, ob gewollt oder ungewollt ist dem Zähler egal; mußt dann eben die Leitungen isolieren.

Wenn ich die Heizung aus habe, will ich ja im Grunde keine
Wärme haben, kann ja nix dafür das die Steigleitung warm ist.
( salopp gesagt ).

Wärmelieferanten sind ja nicht nur die Steigleitungen, sondern u.a. auch die Wohnung es Nachbarn. Stelle Dir vor, Deine Nachbarn zur Rechten und zur Linken gehen morgens aus dem Haus und stellen vorher die Heizng ab. Du hältst Deiner Kinder wegen überall in der Wohnung 23 °C - dabei heizt Du die Nachbarwohnungen mit, denn die kühlen nicht auf Außentemperatur ab, sondern bleiben Dank Deiner Heiztätigkeit auf 20°C oder so. Die Heizkostenmesser in den Nachbarwohnungen zählen diese Energie als käme sie von deren Heizkörpern - ist doch gerecht, oder? Allerdings, wenn Du meinst mit einem elektr. Heizlüfter Dein Bad mollig warm zu halten: diese Energie wird auch gezählt und Du zahlst sie doppelt!

Gruß
Wolfgang D.

Hallo Wolfgang

Ich denke mal nicht das es sich um so einen Verdunstungszähler handelt… sieht schon etwas moderner aus :smile: Das einzigste verwertbare ist der Hersteller „techem“ und auf deren HP erkennt man das die Dinger elektronisch sind ( auch wenn wir das Vorläufermodell haben ). Denke mal da wird sich nicht viel dran geändert haben.
Wir haben so im Schlafzimmer um die 17°C , die Küche, die ja Flächenmäßig VIEL kleiner ist als das SZ, und da öfters durch Kochen etc. höhere Temperaturen herrschen ist der Zählerstand der Heizung deutlich kleiner. Das ist ja die Sache die irgendwie nicht in meinen Kopf will. Das ist jetzt das erste Jahr wo mir die Sache aufgefallen ist, letztes Jahr hatten wir nur 2 Monate auf der Rechnung, da wir erst eingezogen sind.

*grübelnde Grüße*
de René

Hallo Wolfgang

Ich denke mal nicht das es sich um so einen Verdunstungszähler
handelt… sieht schon etwas moderner aus :smile:

Es gibt freilich auch noch andere Systeme über die Luft- und Heizkörpertemperaturmessung. Wesentlich genauer als Verdunstungsröhrchen können sie aber auch nicht sein in Anbetracht des geringen Messaufwandes und der Vielzahl von Einflußgrößen, man kann sie lediglich digitalisieren und per Funk abrufen. Indem die Verbräuche der Mitbewohner ebenso gemessen werden, heben sich die Fehler und Umwelteinflüsse zum Teil gegenseitig auf. Genaue Messungen bekommt man nur über Wärmemengenzähler, die messen die Heizwassermenge und die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und integrieren das Produkt über die Zeit. Lohnt sich nur, wenn jede Wohnung über einen eigenen separaten Heizungs- Vor- und Rücklauf verfügt.

Wir haben so im Schlafzimmer um die 17°C , die Küche, die ja
Flächenmäßig VIEL kleiner ist als das SZ, und da öfters durch
Kochen etc. höhere Temperaturen herrschen ist der Zählerstand
der Heizung deutlich kleiner.

Zweifühlermesser sollen angeblich den Einfluß des Fremdenergieeintrags
berücksichtigen, naja - ist wohl auch etwas Philosophie dabei, aber bei Dir stimmt es der Tendenz nach. Allerdings werden die Messergebnisse hinterher noch mit einem Faktor gewichtet, der die Raumgröße, Lage u.ä. Einflußfaktoren berücksichtigt. Bei Verdunstungszählern haben Küchen meistens einen Faktor von 1,… und SZ zwischen 3,… und 5,…, Dein SZ kann also noch aufholen!

Wolfgang D.