Hallo,
folgendes Problem:
Eine Familie mietet Ende Januar dieses Jahres ein Haus an. Kündigt deshalb natürlich auch ihr aktuelles Mietverhältnis. Etwa 2 Wochen nach Mietvertragsbeginn möchte die Familie schonmal Farbe etc für die Renovierung ins Haus bringen und steht vor verschlossenen Türen, die Schlösser wurden ausgewechselt und ein neues „zu vermieten“ Schild hängt im Fenster, die Familie ruft natürlich sofort beim Vermieter an was das denn soll, dieser sagt nur er wüsste von nichts, und würde sich einige Tage später nochmal melden. Die Familie ruft daraufhin die Telefonnummer vom „zu Vermieten“ Schild an und bekommt darüber dann die Information das das Haus jetzt über einen Zwangsverwalter vermietet wird. Das auswechseln der Schlösser wäre nur ein Versehen da der Zwangsverwalter nicht wusste das das Haus vermietet sei… Naja, soweit sogut, die Familie bekam ihre neuen Schlüssel und der Zwangsverwalter sagte das es wohl, wenn überhaupt, noch dauern würde bis das Haus verkauft werden würde. Der Mietvetrag ist gültig, da er einen Tag vor Übernahme des Zwangverwalters zustande kam. Naja, also schon bis dahin sehr ärgerlich, vorallem weil der Vermieter noch von sich aus sagte er seie an einem „langfristigen Mietverhältnis“ interessiert. Vor ein paar Tagen dann rief wieder ein Makler bei der Familie an und teilte mit das das Haus nun verkauft werden solle, der Vermieter selbst hatte es natürlich nicht nötig sich selbst zu melden… Tja, und nun steht die Familie da und weiß nicht so Recht was sie nun tun soll, eingezogen ist sie noch nicht, wollte es ursprünglich dieses Wochenende, aber verlegte es jetzt auf Grund der neuen Situation erstmal.
Wenn die Familie jetzt einzieht (was auch einen Schulwechsel der Kinder mit sich tragen würde…) muß sie ja vermutlich über kurz oder lang eh wieder raus dort ? Kann der neue Eigentümer die Familie so ohne weiteres rausschmeissen (Eigenbedarf) ? Oder würde das nicht so einfach für ihn sein ? Mit das größte Problem sehe ich im Moment in dem Schulwechsel der Kinder, denn ob man dort nach Auszug dann eine passende neue Wohnung findet ist fraglich, da es nur ein kleineres Dorf ist.
Wenn sie nicht einzieht entstehen ihr widerrum unnötige Kosten (Kaution, 2 mal Miete bis jetzt, eigene Küche gerade verkauft, da in dem Haus eine steht, ein paar neue Möbelstücke für die Kinderzimmer, da diese jetzt weit größer als die vorherigen sind, Renovierungskosten und dann natürlich noch 3-4 weitere Mieten, da ja der Mietvertrag ordentlich gekündigt werden müsste…) Und das alles um nicht mal ins Haus einzuziehen ? Dazu kommt dann natürlich noch das die Familie jetzt verdammt schnell eine andere Wohnung finden müsste, da das alte Mietverhältnis ja gekündigt ist…
Was würdet ihr der Familie raten ?
Wie genau läuft das mit dieser „Sozialklausel“ ? Hätte die Familie darüber die Chance ein wenig länger dort wohnen zu bleiben (z.b bis zumindest die Grundschulzeit der Kinder vorbei wäre, damit sie nicht innerhalb kurzer Zeit noch einen Schulwechsel ertragen müssen… ) Oder gilt diese Klausel nur in absoluten Einzelfällen ?
Schonmal ein großes Danke für eure Antworten.
lg
Claudia