Mieterhöhung wegen Ölpreis?

Hallo!

Angenommen ein Mieter ist im Jahr 2005, August in eine 2 1/2 Zimmer Wohnung gezogen, privat vermietet. Die Kaltmiete sollte 350 Euro betragen, die Nebenkosten incl. Pauschal-öl (da keinen seperaten mit der Vermieterwohnung darüber) sollten 100 Euro betragen.
Am Tag der Unterschrift wurde dem Mieter gesagt, dass die Nebenkosten um 10,00 Euro höher ausfallen würden anstatt den ausgemachten 100,00 Euro. Um Ärger aus dem Weg zu gehen, akzeptierte der Mieter.

Nun zog im Februar 06 seine Freundin mit 1-jährigem Kind mit in die Wohnung. Im März 2006 kam der Vermieter zum Mieter, er möchte die Nebenkosten erhöhen da der Ölpreis enorm gestiegen sein.

Nun die Frage: ist es rechtens, willkürlich die Nebenkosten zu erhöhen? Der Mieter hatte einen Monat lang die Heizkörper aufgrund eines Defektes ausschalten lassen (November) und heizte lediglich im Dezember und Januar. Im Februar waren die Heizungen wieder aus.

Der Vermieter sprach von 30,00 Euro mehr im Monat. Diese Zahl kommt dem Mieter sehr utopisch vor. Zumal dieser noch nichtmal ein Jahr in dieser Wohnung wohnt und nun schon mehr Miete zahlen soll.

Auch die Müllabfuhr und das Wasser sollen angeblich gestiegen sein und das solle nun auf Kosten des Mieters umgelegt werden.

Der Mieter hat nun natürlich das Gefühl, das der Vermieter sich am Mieter bereichern möchte.

Die Nebenkosten schlüsseln sich bislang wie folgt auf:

  • Wasserversorgung: 31,00 Euro
  • Heizung: 50,25 Euro
  • Müllabfuhr: 18,75 Euro
  • Kaminreinigung, Kabelanschluss: 10,00 Euro

Der Mieter ließ schon verlauten, dass er lieber die Jahresabrechnung abwarten möchte, bevor die Nebenkosten für Wasser angehoben werden sollen, denn dieser wohnt schließlich noch kein Jahr dort.

Auch das das Haus nur einen Kabelanschluss besitzt und der Mieter seinen Empfang durch einfaches splitten des Signals sich teilen muß zu ungunsten der Qualität und er trotzdem dafür Nebenkosten zahlt, ist nicht das Problem.

Aber das der Mieter monatlich eine Pauschale von abgemachten 50,25 Euro zahlen soll für Heizkosten und diese nun erhöht werden sollen trifft auf Unverständnis, zumal ja im Sommer wie Winter dieser Betrag fällig ist!

Vielen Dank

Nebenkostenerhöhung wegen Ölpreis
Hi Timo,

eine Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung ist keine Mieterhöhung. Eine Nebenkostenvorauszahlung ist eine Vorauszahlung, die im nächsten Jahr gegen die tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet wird. Die Höhe der Vorauszahlung kommt normalerweise nicht zufällig zustande, sondern ergibt sich aus den voraussehbaren Kosten. Sollte sich der Vermieter grob vertan haben, dann entsteht Dir ein Zinsverlust in Höhe von - na, sagen wir mal, 10 Euro, gut geschätzt.

Gruß Ralf

Hallo,

ja, aber der Mieter bewohnt die Wohnung seit 8 Monaten, hat davon 2 Monate geheizt und soll nun in vollem Umfang für evtl. gestiegene Ölpreise aufkommen obwohl er keinen Zähler hat und einen Verbrauch nicht nachvollziehen kann? Dem Mieter kommt das suspekt vor, da kann ja jeder Vermieter der im gleichen Haus wohnt die Nebenkosten erhöhen - der Verbrauch ist ja nicht nachvollziehbar.

Gruss

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Hi Timo,

wenn eine Pauschale vereinbart worden ist, könnte der Mieter auf der Einhaltung des Vertrages bestehen. Einen Grund, der Erhöhung zuzustimmen, sieht er nicht, also ist jetzt der Vermieter am Zuge.

Gruß Ralf