Mal angenommen, jemand ist in eine neue Wohnung gezogen. Der Vormieter hat vor ca. 5 Jahren auf seine Kosten eine eigene Toilette und Waschbecken eingebaut. Diese wurde vertraglich mitübernommen.
Nun ist diese Toilette kaputt.
Der Mieter meint, dass er sie nicht reparieren lassen muß, da eine funktionierende Toilette immer zur Mietsache dazugehören muß.
Der Vermieter meint, der Mieter hätte diese Toilette auf eigene Kosten zu reparieren.
Nicht unwichtig ist natürlich auch, ob wirklich die Toilette kaputt ist oder ob es vielleicht am Rohr liegt, welches evtl. kaputt sein könnte.
Aber schon alleine das festzustellen kostet Geld. Wer muß das übernehmen?
Nicht unwichtig ist natürlich auch, ob wirklich die Toilette
kaputt ist oder ob es vielleicht am Rohr liegt, welches evtl.
kaputt sein könnte.
Aber schon alleine das festzustellen kostet Geld.
was kann das für ein Defekt sein, der entweder vom Rohr (welchem) oder von der Toilette verursacht wird? Warum kostet es Geld, das festzustellen? Wenn nur eine Verstopfung vorliegt, muß man keine neue Toilette kaufen, oder spricht hier etwas dafür? Warum kann der Mieter die Verstopfung nicht selber mit einem Pümpel oder einer Spirale beseitigen? Geht es um eine Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus oder ein komplett gemietetes Haus? Sind andere Mieter auch betroffen? Ist bei der evt. vorliegenden Verstopfung festzustellen, wer sie verursacht hat?
Gruß
loderunner
Es handelt sich nicht um eine Verstopfung. Dann würde ich sicher nicht von einer kaputten Toilette sprechen und man könnte sie ganz einfach selber in Ordnung bringen. Die Toilette leckt, d.h. die Umgebung ist naß. Das Problem gab es schon mal, verschwand dann aber mehr oder weniger von selbst. Jetzt gibt es das Problem schon seit Wochen und es ist überall feucht. Es fängt inzwischen an, im Bad zu schimmeln, bzw. die Flüssigkeit riecht schimmelig. Wo genau es herkommt, ob vom Rohr oder von der Toilette selbst läßt sich schwer feststellen. Haben schon ein paar Leute versucht.
Es handelt sich um eine Mietwohnung in einem Mietshaus.
Wenn festgestellt werden soll, wo es herkommt, braucht man doch einen Fachmann, der das feststellt. Der kostet doch Geld oder sehe ich das falsch?
Danke und Gruß,
M.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die
Toilette leckt, d.h. die Umgebung ist naß. Das Problem gab es
schon mal, verschwand dann aber mehr oder weniger von selbst.
Dann vermute ich mal ganz einfach, daß es die Dichtung zwischen Rohr und Toilette ist. Die kann durch Verkalkung oder Rost schonmal von selber wieder dicht werden.
Es handelt sich um eine Mietwohnung in einem Mietshaus.
Wenn festgestellt werden soll, wo es herkommt, braucht man
doch einen Fachmann, der das feststellt. Der kostet doch Geld
oder sehe ich das falsch?
Siehst Du völlig richtig.
Ich behaupte mal in meinem juristischen Unwissen, daß durch Abnahme der Wohnung bei Auszug des Vormieters der Vermieter die neue Toilette als zur Wohnung gehörig anerkannt hat. Ohne WC kann er sie schließlich nicht vermieten. (Oder steht was anderes im Mietvertrag? Wurde evt. ein Abschlag an den Vormieter wegen des LuxusWC gezahlt?) Und weil das Ding dadurch zur Wohnung gehört, muß es auch der Vermieter instand halten. Und das bedeutet: der Vermieter sollte den Handwerker beauftragen (wer beauftragt, muß zahlen). Wenn sich dann herausstellt, daß es sich um eine kleine Sache handelt, könnte es evt. dann als Kleinreparatur trotzdem zu Lasten des Mieters gehen (kommt auf den Mietvertrag an, bis 150Euro pro Jahr sind möglich).
Also ich würde zunächst einmal auch davon ausgehen, dass das Klo zur Wohnung gehört und mitvermietet wurde.
Bei Kaputt ist normalerweise die Frage des Verursacherprinzips. Hier klingt es aber zudem noch nach Wasserschaden, der Folgen haben kann (alles durchnäßt, Schimmel).
Mieter hat Meldepflicht, Vermieter muss Mietsache in Stand halten. Ist der Vermieter in dem tatsächlichen Umfang informiert worden? Oder hat man ihm auch nur gesagt: Klo is kaputt!
Eventuell nochmal deutlich machen. Wenn Vermieter nix tut, kann man auch selbst machen lassen und diesem in Rechnung stellen.
Aber wie gesagt: Wenn es aussieht, als ob Mieter Schuld ist, steht er auf dem Schlauch.
Normalerweise sollte aber hier der Vermieter am Erhalt seiner Bausubstanz interessiert sein.