Hallo,
in einem Mietshaus (Altbau) ist ein sehr junges Paar eingezogen. Die Mieterin, die direkt die Wohnung darunter bewohnt, fühlt sich seitdem erheblich durch Lärm gestört. Dies ist zum Teil auf die Lebensgewohnheiten des Paars zurückzuführen, aber auch auf die offensichtlich fehlende Lärmisolierung in der Decke / Boden. Die alten Dielenböden sind original erhalten worden.
Die Wohnungen sind vom Schnitt deckungsgleich. Die Mieterin hört jeden Schritt des Paares, Husten (!), Stimmen und wenn das Paar im Wohnzimmer Techno hört, dann ist es so laut, dass sie das Zimmer verlassen muss, um ihre Ruhe zu haben. Im Schlafzimmer ergibt sich zusätzlich noch das Problem der Störung durch lauten Sex. Dabei hört die Mieterin nicht die beiden Protagonisten, sondern das Bettgestell, das an die Wand knallt sowie das Gerüttel am Bett. Da dies auch gern mal am Wochenende in den frühen Morgenstunden passiert, ist an Ausschlafen nicht mehr zu denken. Die berufstätige Mieterin, die sich die ganze Woche auf ein Ausschlafen freut ist darüber ganz und gar nicht glücklich.
Die Mieterin hat das Paar schon einmal darauf angesprochen und empfohlen das Bett anders aufzustellen, dass es nicht kippelt oder auf den Boden knallt, aber abgesehen von allseitigem Erröten hat sich an der Situation nichts geändert.
Die Mieterin hat keine große Lust, das Paar noch einmal darauf anzusprechen, da sie nicht wie der letzte Snob wirken möchte, ist aber hochgradig genervt und überlegt, ob sie ihren Vermieter um Mietminderung bittet, zu dem sie aber an sich ein gutes Verhältnis hat. Grundsätzlich ist die Mieterin aber schon der Meinung, dass dieser versäumt hat, etwas für den Lärmschutz zu tun. In den Wänden zu den Nachbarwohnungen zur linken und zur rechten sind z.B. bei der Sanierung des Hauses Dämmwände eingebaut worden.