Ein Mieter (eine Person, Rentnerin) hat auf seinen Namen einen Wohnraum gemietet. Die Miete incl. Nebenkosten sowie die erste Abrechnung (Nachzahlung) wurden anstandslos bezahlt.
Dann hat der Mieter seinen Sohn nebst Ehefrau und drei Kinder mit in die Wohnung aufgenommen. Der Mieter hat dem Vermieter mitgeteilt, dass dies nur eine vorübergehende Situation und nach etwa 2-3 Monaten wieder beendet sei.
Der Vermieter hat aus diesem Grund auch davon abgesehen, den Nebenkosten zu erhöhen. Die als vorübergehend dargestellte Situation verlängerte sich immer weiter (nun bereits ca. 14 Monate) und die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2005 viel entsprechend aus.
Der Vermieter, ein kulanter Mensch räumte dem Mieter eine Frist bis zum 15.04.2006 ein, um die Nebenkosten in Höhe von ca. € 850.- zu begleichen.
Seit diesem Datum jedoch wird der Vermieter vom Mieter und auch deren Sohn hingehalten. Nicht einmal ein Teilzahlung war bisher möglich. Lt. Auskunft des Sohns der Mieterin können die Nebenkosten erst bezahlt werden, wenn er, der Sohn (Selbstständig), Geld für einen geleisteten Auftrag von seinem Auftraggeber bekommt.
Nun hat der Vermieter herausgefunden, dass der Sohn der Mieterin, z.B. seit längerem keine AOK-Beiträge bezahlt, ebensowenig den Steuerberater und auch nicht das Finanzamt.
Allerdings, steht in der Wohnung ein riesiger, neuer Fernseh, ebenso wurde auch vor kurzem ein neues Auto angeschaft.
Leider hat der Vermieter mit dem Sohn (und Verursacher der Nebenkosten) der Mieterin KEINE entsprechenden Vertrag und Handhabe. Die Mieterin selbst hat außer der Miete nichts und kann auch nicht auf Ihren Sohn einwirken.
Der Vermieter hat sich nun schon überlegt, zur Polizei zu gehen und die Sache zur Anzeige zu bringen. Welche Möglichkeiten hätte der Vermieter sonst noch um möglichst einfache und schnell an die Nebenkosten zu kommen ?? zumal ja auch für das Jahr 2006 diese fleißig produziert werden.
Ein Anwalt kostet ja wohl mehr und bringt in dieser Sache sicher nicht viel. Oder ???
Danke für fundierte und hilfreiche Antworten
H. Oswald