Hallo zusammen!
Angenommen, eine Mieterin hätte vor dem Haus Jugendliche angesprochen, doch bitte ihre Kippen und Zigarettenschachteln nicht vor dem Haus zu entsorgen, da der Treppenflur und auch der Eingangsbereich vor dem Haus schlimm aussähen und verdreckt wären. Angenommen, dass einer dieser Jugendlichen dem Mieter verbal gedroht hat („ich schlag dir einen in die Fresse“) und diese Mieterin daraufhin mit der flachen Hand auf alle Klingeln drückte (20 Mietparteien im Haus) und um Hilfe schrie. Der Jugendliche holte daraufhin die Polizei, weil die Mieterin angeblich „hysterisch und immer besoffen“ wäre. Die Polizei kam, hörte sich den Sachverhalt an, gab der Mieterin (die ja soo besoffen dann gar nicht sein konnte!) Recht. Im Haus hat es sich herumgesprochen, dass die Mieterin eine Entgiftung gemacht hat und VOR dieser Zeit regelmässig getrunken, aber nie „gepöbelt“ oder ähnliches hat.
Soweit, so gut.
Angenommen, dass sich im Haus zehn Unterschriften angesammelt hätten, die zur Hausverwaltung geschickt worden wären. Diese Mieter beschwerten sich um das „Herumgegröle der Mieterin“ und das sie mit dem Klingeln das ganze Haus in Aufruhr gebracht hätte (es kam übrigens NIEMAND zur Hilfe, es wurde nur behauptet, die Mieterin sei gar nicht bedroht worden!) und das Nachts auch öfter laute Musik aus der Wohnung dieser Mieterin zu hören wäre.
Angenommen, am kommenden Montag käme jemand von der Hausverwaltung zu der Mieterin, um sich den Sachverhalt aus ihrer Sicht anzuhören (Fotos des Hausflures mit Zigarettenkippen und Müll wären von der Mieterin gemacht worden).
Was hätte die Mieterin - nicht zuletzt wegen der Unterschriftensammlung - zu erwarten? Immerhin stehen hier 10 Aussagen gegen eine! Was im besten Fall, was im Schlimmsten?
Im Internet stehen unterschiedliche Meinungen, ob sofort fristlos gekündigt werden darf oder erst nach Abmahnung.
Die Mieterin wäre euch dankbar für jeden Rat!
Herzlichen Gruß,
Golden Luzie (die mit dieser Geschichte mal ausnahmsweise nichts zu tun hat, denn sie ist ja rein fiktiv
)
Angenommen, dass sich im Haus zehn Unterschriften angesammelt
hätten, die zur Hausverwaltung geschickt worden wären. Diese
Mieter beschwerten sich um das „Herumgegröle der Mieterin“ und
das sie mit dem Klingeln das ganze Haus in Aufruhr gebracht
hätte (es kam übrigens NIEMAND zur Hilfe, es wurde nur
behauptet, die Mieterin sei gar nicht bedroht worden!) und das
Nachts auch öfter laute Musik aus der Wohnung dieser Mieterin
zu hören wäre.
P.S.: Es wurde wegen der Mieterin - bis auf das eine beschriebene Mal - nie die Polizei wegen Ruhestörung oder ähnlichem gerufen. Auch wurde sie von keinem Mieter wegen lauter Musik direkt angesprochen.
Was hätte die Mieterin - nicht zuletzt wegen der
Unterschriftensammlung - zu erwarten? Immerhin stehen hier 10
Aussagen gegen eine! Was im besten Fall, was im Schlimmsten?
Wären eine Abmahnung / Kündigung in diesem Fall überhaupt gerechtfertigt?
Nochmals herzlichen Gruß,
Golden Luzie (die mit dieser Geschichte immer noch
nichts zu tun hat, denn sie ist ja rein fiktiv
)
Hallo,
bei 10 gegenteiligen Aussagen der anderen Mieter wird sich die betroffene Mieterin sehr schwer tun, das Gegenteil zu beweisen. Möglich ist, dass der Vermieter der Mieterin eine Abmahnung zuschickt. Im Wiederholungsfall (erneute Lärmbelästigung) droht dann die fristlose Kündigung.
Gruss
BM
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Hallo Luzie,
nachdem der schlimmste Fall schon abgehandelt ist, kommen wir nun zum „besten Fall“ - es passiert gar nichts.
Und wenn man in einer vermeintlichen Bedrohungslage nicht mal auf eine oder mehrere Klingeln drücken darf weiss ich auch nicht…
Gruss Ivo
Die anderen Mieter müssten zuerst einmal getrennt voneinander ein entsprechendes Lärmprotokoll führen, sprich mit Datum und Uhrzeit nachweisen, wann die vermeintlichen Ruhestörungen aufgetreten sind.
Ohne dieses Protokoll hätte die Mieterin ja auch keine Chance sich anhand fester Fakten zu verteidigen. Ausserdem haben die anderen Mieter es dann schwer überhaupt etwas nachzuweisen, zumal hier offensichtlich eine Interessengruppe gebildet wurde, mit dem Ziel die Mieterin aus dem Haus zu bekommen, was grob gesagt als blindes Mobbing gelten könnte. Ausserdem, hat einer der 10 Mieter die Polizei wegen Ruhestörung gerufen? Können die 10 Mieter zweifelsfrei belegen, dass die Störungen tatsächlich stattgefunden haben (Lärmprotokolle müssen Übereinstimmungen zeigen), war die Mieterin zu allen Ruhestörungen im Haus?
Können die anderen Mieter mit ihren Lärmprotokollen die Störung nachweisen, dann sieht es schlecht aus.
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