Hallo, guten Morgen!
Eine Familie mit 3 Kindern kündigt im Einverständnis mit dem Vermieter, nach 2 1/2 Jahren, einen auf 3 Jahre Mindestlaufzeit festgelegten Mietvertrag vorzeitig. Der Bruder des Vermieters soll einziehen. Lt. Mietvertrag muß das Einfamilienhaus renoviert übergeben werden. Im Garten sollte noch sämtliches Unkraut entfernt werden, da der Vermieter 14 Tage vor Auszug noch über das Unkraut beschwert hat. (wurde gemacht)
Einige Dinge am Haus waren schon beim Einzug nicht in Ordnung. Der Parkettboden im Wohnzimmer, die Fliesen in der Küche, die Fliesen auf der Terrasse und der Balkon über der Terrasse (Fiesen+Geländer)
Der Vermieter hatte den Mietern angeboten, die Materialkosten zu übernehmen, der Arbeitslohn sollte zu Lasten der Mieter gehen, dies wurde abgelehnt.
Mit Einzug des Bruders sollte nun alles schnell gehen, damit er es schön hat. Die Fliesen auf der Terrasse sollten in den letzten Wochen der Mietzeit der Vormieter abgeätzt werden, die Fliesen auf dem Balkon abgetragen und neu gefliest, das Balkongeländer abgestrahlt und neu gestrichen. Die momtanen Mieter haben dies abgelehnt mit der Begründung ein 10 Monate altes Krabbelbaby zu haben, welches a) tagsüber noch mehrmals schläft und b) die Gefahr ohne Geländer und mit den Arbeiten an der Terrasse (abätzen) ihnen zu groß war. Man einigte sich darauf diese Arbeiten nach Ende des Mietverhältnisses durchzuführen.
Die Mieter sind am 8.7. ausgezogen (Mietzeit jedoch bis zum 1.8. und auch Miete bezahlt!) Am 12. und 13.7. wurden die Arbeiten ohne Wissen der Mieter am Haus durchgeführt, der Vermieter hat die Arbeiter ins Haus gelassen und Ihnen Wasser und Strom zur Verfügung gestellt. Daraufhin gab es großen Streit, denn dies war von den Mietern ohne Absprache nicht gewünscht, es befanden sich auch noch persönliche Dinge im Haus. Der Vermieter beruft sich auf einen Notfall.
Bei der Abnahme des Hauses erschien dann der Vermieter mit 4 Personen, die alles in die Hand nahmen: Wasserhahn auf, Wasserhahn zu, auf, zu, auf, zu - 2 Minuten pro Hahn usw. Jeder Quadratzentimeter wurde mit der Lupe untersucht. Das Haus wurde nicht abgenommen, es sollen folgende Dinge nachgebessert werden oder der Vermieter verlängert die Mietzeit auf Kosten der Vormieter solange bis diese Dinge zu seiner Zufriedenheit sind!:
- die Decken sollen nochmals nachgestrichen werden
- die Dusche komplett entkalkt
- Badewanne und Waschbecken gereinigt
- Toiletten geputzt
- eine Türklinke bei der Kurz vor Auszug eine Feder gebrochen war soll ersetzt werden
- in der Küche ist die Wandabschlußleiste aufgrund Hitze beim Kochen (vermutlich eine Pfanne zu dicht dran gewesen) ein wenig verbogen
- die Kellerböden geputzt werden
Sind diese Dinge wirklich Rechtens? oder fühlt der Mieter sich zurecht schikaniert?
Vielen Dank für eine Antwort.
Gruß
Danny