Strom - falsche Abrechnung

Hallo zusammen,

ich habe ab Sept. 05 eine Wohnung gemietet, die Grundsaniert wurde. Bei Einzug war Strom vorhanden. Ich habe mich aber nirgendwo angemeldet o.ä.

Im Januar wurde mir die Sache dann zu heikel und ich habe den örlichen Stromanbieter angegesprochen. Die waren total platt, dass der Strom nicht abgestellt war. d.h. die Bauarbeiter & Co. haben fleissig STrom verbraucht. Also hat der Stromanbieter clevererweise irgendeinen alten Zählerstand als Basis genommen auf dem Vertrag, den ich am 23.01. unterschrieben habe - aber erst, nachdem ich den falschen Stand gestrichen habe und durch einen hochgerechneten ersetzt habe.

Jetzt habe ich die Jahresabrechnung erhalten. Prompt steht wieder der alte falsche Zählerstand drauf:

16.09.-31.12. 1287 kwh
01.01.-31.01. 396 kwh
01.02.-16.08. 2180 kwh

Im meine, es dürfte jedem ersichtlich sein, dass ich in 3,5 Monaten (von denen die Wohnung 1 Monat unbewohnt, 2-3 Monate ohne Kühlschrank, Fernseher o.ä. war) nicht soviel verbraucht haben kann.
Nach einem Verbrauchsprogramm und auch einer Formel dürfte mein geschätzter Jahresverbrauch bei max. 2900 liegen.

Ich hatte Ende Dez den Zählerstand abgelesen (nachdem ich endlich rausgefunden hatte, welcher mir gehört) und dieser passt zu dem Stand Ende des Jahres des Anbieters.

Ich muss doch auch Bereitstellung des STroms zahlen. Muss ich rückwirkend zum 16.09. zahlen? Ich meine, es ist schliesslich die Blödheit des Anbieters, den Strom nicht abzustellen und nicht meine Pflicht denen hinterher zu rennen…

Was meint Ihr? Gruss Cat.

Sicher?
@Cat

Die waren total platt,
dass der Strom nicht abgestellt war.

Kann ich nicht nachvollziehen. Begündung findest Du unten.

d.h. die Bauarbeiter &
Co. haben fleissig STrom verbraucht. Also hat der
Stromanbieter clevererweise irgendeinen alten Zählerstand als
Basis genommen auf dem Vertrag, den ich am 23.01.
unterschrieben habe - aber erst, nachdem ich den falschen
Stand gestrichen habe und durch einen hochgerechneten ersetzt
habe.

Ob der Stand tatsächlich so falsch war?

Jetzt habe ich die Jahresabrechnung erhalten. Prompt steht
wieder der alte falsche Zählerstand drauf:

Damit war zu rechnen.

16.09.-31.12. 1287 kwh
01.01.-31.01. 396 kwh
01.02.-16.08. 2180 kwh

Das soll wohl der angegebene Verbrauch sein. Also will ich folgend mal damit rechnen.

Im meine, es dürfte jedem ersichtlich sein, dass ich in 3,5
Monaten (von denen die Wohnung 1 Monat unbewohnt, 2-3 Monate
ohne Kühlschrank, Fernseher o.ä. war) nicht soviel verbraucht
haben kann.

Nein, mir nicht. Ist dummerweise alles ein Nachweisproblem. Zudem hast Du im Januar (ein Monat) fast 400 kwh Verbrauch. Für den Zeitraum davor rechne ich 1287 kwh dividiert durch 3,5 Monate. Ergibt monatlich im Schnitt 367 kwh. Im letzten Berechnungszeitraum rechne ich 2180 kwh dividiert durch 6.5 Monate. Ergibt einen durchschnittlichen Monatsverbrauch von 335 kwh. Der Verbrauch ist zwar geringer allerdings sind hier einige Monate mit längeren tageslichzeiten dabei und in die Urlaubszeit fällt das auch noch… Also mit der Überlegung ist für mich eher ersichtlich, dass die Berechnung des Stromanbieters so verkehrt nicht sein muss.

Nach einem Verbrauchsprogramm und auch einer Formel dürfte
mein geschätzter Jahresverbrauch bei max. 2900 liegen.

Da kannst Du mal sehen, dass die Theorie nicht immer so passt. Rechne doch einfach mal den unstrittigen letzten durchschnittlichen Monatsverbrauch von 335 kwh mal 12 Monate. Also ich komme da auf mehr als 2900 kwh im Jahr…

Ich hatte Ende Dez den Zählerstand abgelesen (nachdem ich
endlich rausgefunden hatte, welcher mir gehört) und dieser
passt zu dem Stand Ende des Jahres des Anbieters.

Ich muss doch auch Bereitstellung des STroms zahlen. Muss ich
rückwirkend zum 16.09. zahlen? Ich meine, es ist schliesslich
die Blödheit des Anbieters, den Strom nicht abzustellen und
nicht meine Pflicht denen hinterher zu rennen…

Eigentlich könnte man auch auf die Idee kommen, dass es die Blödheit des neuen Mieters ist den Strom nicht anzumelden und den aktuellen Zählerstand zu melden… Habe noch nie gehört, dass nach Abmeldung eines Stromanschlusses der Saft abgeklemmt wird. Alleine wegen der Abmeldungen durch Mieterauszug dürften die Stromkonzerne dann unzählige neue Arbeitsplätze nur zum Stromab- und -anschalten schaffen. Irgendwie Lebensfremd, oder?

Gruß
Steffen B.

Mein Fazit: Geh zu einem Mieterverein oder zur Verbraucherzentrale, wenn Du Dich immer noch schlecht behandelst fühlst. Ansonsten besorge Dir mal einen Strommesser aus dem Baumarkt (zwischen 20 und 40 €). Du wirst erstaunt sein, was verschiedene Geräte tatsächlich an Strom fressen. Vergiß nicht den Verbrauch auch im Standby-Modus zu messen. Ich habe danach jedenfalls auf Standby (so weit möglich) verzichtet und meinen neuen Rechner baute ich auch unter Stromsparaspekten zusammen.

Hallo Steffen,

vielen Dank für Deine Antwort.

@Cat

Die waren total platt,
dass der Strom nicht abgestellt war.

Kann ich nicht nachvollziehen. Begündung findest Du unten.

Nicht ich war platt - der Stromanbieter war platt! Also wird er wohl seine Gründe haben, sich darüber zu wundern.

d.h. die Bauarbeiter &
Co. haben fleissig STrom verbraucht. Also hat der
Stromanbieter clevererweise irgendeinen alten Zählerstand als
Basis genommen auf dem Vertrag, den ich am 23.01.
unterschrieben habe - aber erst, nachdem ich den falschen
Stand gestrichen habe und durch einen hochgerechneten ersetzt
habe.

Ob der Stand tatsächlich so falsch war?

Jetzt habe ich die Jahresabrechnung erhalten. Prompt steht
wieder der alte falsche Zählerstand drauf:

Damit war zu rechnen.

16.09.-31.12. 1287 kwh
01.01.-31.01. 396 kwh
01.02.-16.08. 2180 kwh

Das soll wohl der angegebene Verbrauch sein. Also will ich
folgend mal damit rechnen.

Im meine, es dürfte jedem ersichtlich sein, dass ich in 3,5
Monaten (von denen die Wohnung 1 Monat unbewohnt, 2-3 Monate
ohne Kühlschrank, Fernseher o.ä. war) nicht soviel verbraucht
haben kann.

Nein, mir nicht. Ist dummerweise alles ein Nachweisproblem.
Zudem hast Du im Januar (ein Monat) fast 400 kwh Verbrauch.
Für den Zeitraum davor rechne ich 1287 kwh dividiert durch 3,5
Monate. Ergibt monatlich im Schnitt 367 kwh. Im letzten
Berechnungszeitraum rechne ich 2180 kwh dividiert durch 6.5
Monate. Ergibt einen durchschnittlichen Monatsverbrauch von
335 kwh. Der Verbrauch ist zwar geringer allerdings sind hier
einige Monate mit längeren tageslichzeiten dabei und in die
Urlaubszeit fällt das auch noch… Also mit der
Überlegung ist für mich eher ersichtlich, dass die Berechnung
des Stromanbieters so verkehrt nicht sein muss.

So dargelegt, stimmt das natürlich. Aber:

  1. Ich bin erst Mitte Oktober mit meinen Möbeln in die Wohnung gezogen.
  2. Erst Ende Novemeber habe ich einen Fernseher, Stereoanlage, einen kleinen Kühlschrank und mein Notebook bekommnen.
  3. Seit Januar habe ich eine Kühl/Gefrierkombi. (vielleicht der Stromfresser…)
  4. Ich habe keinen Backofen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es schon unmöglich, dass ich in diesen ersten 3,5 Monaten (2,5 Mon. Wohnen, 1-1,5 Monate mit E-Geräten) mehr verbraucht haben soll als in der übrigen Zeit.

Nach einem Verbrauchsprogramm und auch einer Formel dürfte
mein geschätzter Jahresverbrauch bei max. 2900 liegen.

Da kannst Du mal sehen, dass die Theorie nicht immer so passt.
Rechne doch einfach mal den unstrittigen letzten
durchschnittlichen Monatsverbrauch von 335 kwh mal 12 Monate.
Also ich komme da auf mehr als 2900 kwh im Jahr…

Ich hatte Ende Dez den Zählerstand abgelesen (nachdem ich
endlich rausgefunden hatte, welcher mir gehört) und dieser
passt zu dem Stand Ende des Jahres des Anbieters.

Ich muss doch auch Bereitstellung des STroms zahlen. Muss ich
rückwirkend zum 16.09. zahlen? Ich meine, es ist schliesslich
die Blödheit des Anbieters, den Strom nicht abzustellen und
nicht meine Pflicht denen hinterher zu rennen…

Eigentlich könnte man auch auf die Idee kommen, dass es die
Blödheit des neuen Mieters ist den Strom nicht anzumelden und
den aktuellen Zählerstand zu melden… Habe noch nie gehört,
dass nach Abmeldung eines Stromanschlusses der Saft abgeklemmt
wird. Alleine wegen der Abmeldungen durch Mieterauszug dürften
die Stromkonzerne dann unzählige neue Arbeitsplätze nur zum
Stromab- und -anschalten schaffen. Irgendwie Lebensfremd,
oder?

Gruß
Steffen B.

Mein Fazit: Geh zu einem Mieterverein oder zur
Verbraucherzentrale, wenn Du Dich immer noch schlecht
behandelst fühlst. Ansonsten besorge Dir mal einen Strommesser
aus dem Baumarkt (zwischen 20 und 40 €). Du wirst erstaunt
sein, was verschiedene Geräte tatsächlich an Strom fressen.
Vergiß nicht den Verbrauch auch im Standby-Modus zu messen.
Ich habe danach jedenfalls auf Standby (so weit möglich)
verzichtet und meinen neuen Rechner baute ich auch unter
Stromsparaspekten zusammen.

Werde ich mir überlegen - vielen Dank.

Gruss Cat.

Frag doch einfach mal deinen Vermieter, welchen Strom-Endstand = dein Anfangsstand er dem Versorger nach Ende der Grundsanierung = zu deinem Mietbeginn gemeldet hat.

Habt ihr wirklich nicht gemeinsam zu deinem Mietbeginn den Zählerstand abgelesen?
Das wäre tatsächlich reichlich lebensfremd … von Mieter und Vermieter.

Wollte ich auch gerade fragen: normalerweise wird bei Auszug Strom/Wasser etc. abgelesen.
Normalerweise meldet entweder Vermieter neuen Mieter den Stromwerken.
Wenn nicht, muss zumindest darauf hingewiesen werden, bzw. Mieter kann auch fragen: wer meldet an?

Mit Stromwerken kann man leider nicht handeln.