Nebenkostenabrechnung

Hallo,

ich habe eine Frage zwecks Nachzahlung von Nebenkosten. Person A besitzt eine Mitwohnung von 62,15m².Die monatliche Vorrauszahlung beträgt 110€ gesamt. Sie hat in Ihrer Wohnung elektronische Heizkostenverteiler an den den Heizkörpern. Eingezogen ist Person A am 01.11.2005. Es befinden sich 5 Heizkörper in dieser Wohnung wovon 2 nie genutzt werden. Es geht um einen bestimmten Heizkörper, der sich im Wohnzimmer befindet. Dieser elektronische HKV soll am 01.11.2005 „638“ angezeigt haben. Dies wurde auch von Person A so unterschrieben. Am 04.01.2005 wurde dann eine erneute Ablesung fällig zwecks Jahresende 2005. Dort bei der Abrechnung stellte sich ein Wert von „1252“ bei dem Heizkörper im Wohnzimmer heraus(Dies wurde auch kontrolliert und stimmt soweit erstmal,zumindestens der Wert) . Person A unterschrieb dies blind, weil sie kein technisches Verständnis hat, die Ablesegeräte zu verstehen, auch nicht bei der Übergabe. Jetzt folgte zum 17.11.2006 die Jahresabschlußrechnung für 2005. Gesamtheizkosten 224€ für den Zeitraum von 01.11.2005 - 31.12.2005. Damit würde die Vorrauszahlung nicht mal ganz die Heizkosten decken.

Es geht aber jetzt um folgendes, der Vormieter hatte im Zeitraum vom 01.01.2005 bis 31.10.2005 auf den elektronischen HKV wie o.g. 638. Die Differenz zwischen 1252 - 638 = 614

Das würde bedeuten Person A hätte fast den selben Verbrauch des Heizkörpers in 2 Monaten(November,Dezember) wie der Vormieter in 10 Monaten. Kann sie dagegen vorgehen, wenn ja wie ?? Hat sie schon verloren, weil sie bei der Übernahme der Wohnung und bei Jahresandablesung die Werte unterschrieben hat? Person B die im selben Haus wohnt hat einen Verbrauch(m² auch 62,15) von 640 für den o.g. Heizkörper, aber aufs ganze Jahr, die Wohnung ist 1:1 diesselbe.

Ich tippe auf falsche Werte(defekt) des HKV von Nov-Dez weil kein unnötiges aufdrehen des Heuzkörpers etc. erfolgt ist, nachts Heizkörper sogar aus. Und eine gleichen Verbrauch in 2 Monaten dürfte doch eher unrealistisch sein, oder ?

Welche Chancen/Möglichkeiten hat Person A ??

Vielen Dank im Vorraus

Hallo!

Also wenn man bedenkt das in den zehn Monaten vor dem Einzug Fruehling/Sommer war…

Also wenn man bedenkt das in den zehn Monaten vor dem Einzug
Fruehling/Sommer war…

Hi,

Wußte gar nicht, daß der Frühling am 1. Januar beginnt.
Ich dachte immer, der fängt erst am 21.03 an.

Hab ich was verpaßt?

Gruß
Sticky

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Also wenn man bedenkt das in den zehn Monaten vor dem Einzug
Fruehling/Sommer war…

Hi,

Wußte gar nicht, daß der Frühling am 1. Januar beginnt.
Ich dachte immer, der fängt erst am 21.03 an.

Hab ich was verpaßt?

Yap, naemlich das egal wie kleinlich du jetzt hier auf den Daten rumreitest der Durchschnittsverbrauch in den Monaten Januar bis Ende Oktober immer erheblich niedriger sein wird als in November bis Ende Dezember und daher die Vorauszahlung nicht ausreicht, da diese aufs Jahr umgerechnet wird und konstant bleibt was zur Folge hat, das in den Sommermonaten die Heizkosten sinken und daher in diesen Monaten die Vorauszahlungen fuer die anderen Kosten verbraucht werden, sowie das ich soeben den laengsten Satz seitdem ich hier bin geschrieben habe.

Klingt logisch?

Ich verstehe ja schon, dass die Monate November und Dezember knackige Monate sind, aber dass der Verbrauch genauso hoch sein soll, wie von Januar bis Ende Oktober wage ich doch zu bezweifeln. Weil auch 2005 die Monate Januar - März sehr kalt waren, ich bin sogar soweit zu sagen kälter als de Monate Nov-Dez.

Wäre schön wenn mir jemand hilft.Wir brauchen uns auch nicht darüber streiten wann denn nun der Frühling anfängt, das hilft wohl keinem.

Ich verstehe ja schon, dass die Monate November und Dezember
knackige Monate sind, aber dass der Verbrauch genauso hoch
sein soll, wie von Januar bis Ende Oktober wage ich doch zu
bezweifeln. Weil auch 2005 die Monate Januar - März sehr kalt
waren, ich bin sogar soweit zu sagen kälter als de Monate
Nov-Dez.

Das weiss ich jetzt mittlerweile nicht mehr so genau :wink:

Rechne aber mal so:

Januar bis Maerz = 3 Monate x 50 Euro Heizkosten = 150 Euro Heizkosten
April bis Oktober = 7 Monate x 0 Euro Heizkosten = 0 Euro Heizkosten
November bis Dezember = 2 Monate x 50 Euro Heizkosten = 100 Euro Heizkosten

Gesamt 250 Euro Heizkosten

Das brichst Du jetzt auf einen einzelnen Monat runter und hast dann etwa 21 Euro monatliche Heizkosten DURCHSCHNITTLICH fuer die der Mieter A eine Vorauszahlung von 20 Euro leistet. Damit ergibt sich folgende Situation:

Mieter A, Mietzeit Januar bis Oktober hat Heizkosten von 150,-- + 0,-- Euro, also 150 Euro. Seine Vorauszahlung war 10 x 20 Euro = 200 Euro.

Mieter A bekommt also 50 Euro rueckerstattet.

Mieter B, Mietzeit November bis Dezember hat Heizkosten von nur 100,-- Euro. Seine Vorauszahlung war 2 x 20 Euro = 40 Euro.

Mieter B zahlt also 60 Euro nach.

Verstaendlich?

Wegen der „Frühlingsfrage“ evtl. mal einen Blick auf die Gradtagszahlen-Tabelle nach VDI 2067 werfen, z.B. bei
http://de.wikipedia.org/wiki/Gradtagzahl

Vormieter Zeitraum vom 01.01.2005 bis 31.10.2005
Nachmieter Zeitraum vom 01.11.2005 bsi 31.12.2005
nach Gradtagszahlen also
Vormieter 720/1000 Anteile am üblichen Jahresheizwärmebedarf
Nachmieter 280/1000
Somit zeigt sich der gemessene Verbrauch tatsächlich höher als üblicherweise anzunehmen.
An den gemessenen Werten ist aber nun mal nichts zu rütteln.
Dass Messgeräte mehr zählen, ist rein technisch nicht möglich bzw. bei Gerätedefekt/-ausfall zählen die üblicherweise weniger bzw. digitale Geräte dann gar nichts mehr.

Im Heizungs-Verbrauchsverhalten gibt es aber erhebliche Unterschiede und es kann locker vorkommen, dass ein Mieter plötzlich doppelt so viel verbraucht als sein Mietvorgänger in dieser Wohnung (oder umgedreht).
Dies bestätigt sich dann meist auch wieder in den nächsten Abrechnungen.

Oder die Vergesslichkeitsfalle:
Bei kalter Witterung kommt man abends nach Hause und entdeckt, dass man morgens vergessen hatte, das Fenster nach dem Lüften wieder zuzumachen. Der Heizkörper war nicht abgedeckt (evtl. nicht mal abgedreht), sodaß den ganzen Tag gegen die Außenkälte angeheizt wurde. Ruckzuck hat man dann womöglich das Mehrfache eines „normalen“ winterlichen Wochenverbrauchs an nur einem Tag „verbraten“.

oder falsches Lüften/Dauerkippstellung oder Heizkörper zugestellt/Wärmestau oder … oder …
Evtl. mal Heizverhalten in diesem einen betroffenen Raum prüfen.
http://www.saarlouis.de/presse/5880.php

Eine hohe Nachzahlung bei nur anteiligem Nutzungszeitraum (und dieser eben in den Heizmonaten) will ich nochmal andersherum erklären:
Auch Heizkostenvorauszahlungen sind wie kalte-Nebenkostenvorauszahlungen auf 12 Monate verteilt zu zahlen.
Üblicherweise entfällt ca. 1/2 des monatlichen Vorauszahlungsbetrages auf Heizkosten.
Also im Beispielfall (110 Euro monatliche Vorauszahlung gesamt):
(55 Euro * 12 Vorauszahlungsmonate) = 660 Euro Jahres-Heizkostenvorauszahlung
2 Monate Heizkosten á 55 Euro vorausgezahlt = 110 Euro
2 Monate Heizkosten verbraucht (660 Euro / 6 Heizmonate *2 anteilige Nutzungsmonate) = 220 Euro zu erwartende Heizkosten für 2 Heizmonate

Hi Martin,

der Wärmebedarf ist übers Jahr höchst ungleich verteilt:

 Promille
Januar 170
Februar 150
März 130
April 80
Mai 40
Juni 14
Juli 13
August 13
September 30
Oktober 80
November 120
Dezember 160
 ---- 
Summe 1000

Das sind zwar nur Durchschnittswerte, die sollten aber eine Abschätzug ermöglichen, ob die Werte auf den Zählern wenigstens in der Größenordnung stimmen können.

Gruß Ralf

Daten rumreitest der Durchschnittsverbrauch in den Monaten
Januar bis Ende Oktober immer erheblich niedriger sein wird
als in November bis Ende Dezember

Immer?
Da könnte ich Gegenbeispiele nennen, von zig Leuten die zu der Zeit im Ausland sind oder nur sehr selten heizen oder oder oder…

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Hallo,

genauso hatte ich es jetzt auch gemacht, aber trotzdem Danke. Habe gestern prozentual gegengerechnet wieviel Mehrverbrauch dass im November und Dezember ausmacht. Desweiteren bin ich von anderen Heizgewohnheiten und dadurch von einen Mehrverbrauch von 10% ausgegangen. Dies alles gegengerechnet und einen geschätzten Verbrauch auf die Monate November und Dezember ausgerechnet.Dieser Wert der dabei rauskam, waren dann 437 und nicht 1130. Also trotz der Gradtagstabelle und noch 10% Aufschlag, sind es immernoch fast 300% mehr die angeblich mehr verbraucht wurden.

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Hallo Ralf,

ich gehe davon aus das bekannt ist das dies nur zuverlädlich ist bei
ca. ab 400 somit wird dein Bsp. zum absurdurm.

Gruß

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Hallo
und was wollen wir damit zum Ausdruck bringrn.
Gruß

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