Hallo,
hier eine kurze Schilderung des Problems einer WEG mit 16 Einheiten von denen 3 Einheiten Warmwasser beziehen. (Rest sind Büros und eine Gaststätte und sind nicht an die Warmwasserversorgung angeschlossen).
Verbrauch der Heizungs/Warmwasseranlage in den Sommermonaten
Monat kWh Gas Betrag
Juni 5.467 544,50 €
Juli 5.880 567,12 €
August 6.147 532,65 €
September 5.330 494,83 €
Oktober 6.213 535,70 €
Schnitt 5.807 534,96 €
Es wird angenommen, dass in den Wintermonaten die gleiche Menge Warmwasser benötigt wird
Der Durschnittsverbrauch aus den Sommermonaten wird daher mit dem Faktor 12 multipliziert um den tatsächlichen Jahresverbrauch zu erhalten.
Gesamt: 69.689 kWh 6.419,52 €
In der Nebenkostenabrechnung 05/06 werden die Warmwasserkosten anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Formel
laut Heizkostenverordnung berechnet:
W = 2,5 * V (60C - 10)
Die einzelnen Variablen sind:
W Die vebrauchte Energie in kWh
2,5 Konstante für den Wirkungsgrad der Heizanlage.
V Volumen des erwärmten Wassers in Kubikmeter. Gemessen durch die Zähler in den Wohnungen.
60C Die Temperatur des Warmwassers
10 10 °C als Konstante für die angenommene mittlere Temperatur des zu erwärmenden Wassers.
Hieraus ergibt sich folgender Verbrauch:
Gesamt: 15175 kWh 1.080,55 €
Der Tatsächliche Verbrauch der Heizungsanlage liegt somit um das 6,5 fache über dem angenommenen Wert der gesetzlich vorgeschriebenen Formel.
Die verbleibenden 5340 Euro fließen dadurch automatisch in die Heizkosten ein und verfälschen hier die Werte sind aber nachwievor von allen Eigentümer zu tragen.
Kleines Rechenexample:
Es wurden in dem Wirtschaftsjahr 121,40 m³ Warmwasser verbraucht. Das bedeutet ein m³ Warmwasser kostet 52,88 Euro.
Bei einer Gasheizung mit 46% Wirkungsgrad kostet ein m³ Wasser im Schnitt jedoch 9 Euro.
Geht man davon aus, dass in den 3 angeschlossenen Wohnungen insgesamt 5 Personen leben würde dies bedeuten, dass pro Kopf 106 Euro im Monat für
Warmwasser benötigt wurden.
Mit der benötigten Energie hätten also anstatt der 121,40 m³ Wasser insgesamt über 550 m³ Wasser erwärmt werden können.
In der oben genannten Heizkostenformel ist 2,5 das Ergebnis folgender Rechnung: Spezifische Wärmekapazität für die Erwärmung eines Kubikmeters Wasser
um eine Wärmeeinheit = 1,16 kWh dividiert durch den mittleren Wirkungsgrad der Heizanlage mit 46 %: 1,16 / 0,46 = 2,5217391
Löst man die Formel auf und ermittelt anhand der vorliegenden Abrechnung den Wirkungsgrad der Heizanlage erhält man einen Wirkungsgrad von 10%
Würde man zur Warmwassergewinnung elektrische Durchlauferhitzer in den 3 angeschlossenen Wohnungen benutzen würden sich die Warmwasserkosten
auf 1200 Euro belaufen.
Bedenkt man, dass jeder Heizungstechniker von elektronsichen Durchlauferhitzer wegen des hohen Stromverbrauchs abrät bleibt zu klären weshalb die
Gemeinschaft trotzdem insgesamt 4/5 der Kosten also insgesamt 5200 Euro im Jahr sparen kann.
Hat hier jemand einen Idee wie sich diese Werte erklären lassen da Sie für mich jeder Logik widersprechen.
Anzumerken ist, dass die Heizungasanlage brandneu ist und alle Versorgungen in einem zentralen und gut isolierten Versorgungscchacht senkrecht nach oben gehen bis in den 3. Stock zu den einzelnen Abnehmern des Hauses. Auch hier sitzen die Warmwasseruhren direkt an der Abnahmestelle im Versorgungsschacht.
Insgesamt gibt es drei Warmwasseruhren bei den Abnehmern jedoch keine Wasseruhr am Kaltwasserzulauf zum Boiler, so dass hier keinen Gegenkontrolle möglich ist.