Heizkosten von 300,-- auf 980,-- Euro gestiegen

Hallo,
muss ein Mieter es hinnehmen, wenn er eine Heizkostennachzahlung in Höhe von 950,-- Euro bekommt?
Angenommen der Literverbrauch steigt von 3162 Liter auf 8208 LIter im Folgejahr, dann kann doch etwas nicht stimmen oder? Wie viel LIter sind denn für ein 6-Parteien-Haus realistisch?
Kann es sein, dass bei Gesamtkosten von 2400,-- Euro nur eine Vorauszahlung von etwa 1800,-- Euro verlangt wird? Im Vorjahr wurde nur eine Vorauszahlung von 1400,-- verlangt bei Kosten von etwa 1750,-- Euro.

Vielleicht kann mir jemand zu diesem angenommenen Fall etwas sagen.
Vielen Dank.
MrDaBoss

Hallo,

Angenommen der Literverbrauch steigt von 3162 Liter auf 8208
LIter im Folgejahr, dann kann doch etwas nicht stimmen oder?
Wie viel LIter sind denn für ein 6-Parteien-Haus realistisch?

Das kommt ganz auf die Größe der Wohnungen, den Dämmwert des Hauses und die Heizgewohnheiten der Mieter an.

Gibt es in demhaus keine Wärmeablesegeräte? Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Da kannst Du erkennen, in welchen Wohnungen sich das Heizungsverhalten derart geändert hat, dass mehr als eine Verdoppelung des Verbrauchs raus kommt.

Vorauszahlungen ollten einem sinnvoll geschätzen Verbrauch nahe kommen. In der Regel orientiert man sich am Vorjahr, weil doch drastische Schwankungen in der Regel nicht vorkommen.

Grüße
Carsten

Angenommen der Literverbrauch steigt von 3162 Liter auf 8208
LIter im Folgejahr, dann kann doch etwas nicht stimmen oder?

… zudem der letzte winter ja ziemlich mild war und die meisten eher weniger als im jahr davor verbraucht haben

Hallo,
muss ein Mieter es hinnehmen, wenn er eine
Heizkostennachzahlung in Höhe von 950,-- Euro bekommt?

Tatsächlich entstandene Heizkosten/Betriebskosten muss der Mieter natürlich zahlen, wenn die Umlage der entsprechenden Betriebskosten vereinbart ist.
Auf Anfrage muss der Vermieter die Kosten natürlich auch belegen.
Die Nachzahlungshöhe ist keine Rechen-/Vergleichsbasis, da diese immer entscheidend von der Höhe der Vorauszahlungssumme abhängt.

Angenommen der Literverbrauch steigt von 3162 Liter auf 8208
LIter im Folgejahr, dann kann doch etwas nicht stimmen oder?

Diese hohe Verbrauchssteigerung ist zumindest ungewöhnlich (2006 war auch ein sehr milder Winter!) - aber (abgesehen vom Nutzerverhalten > neuer Mieter?) kann es durchaus auch andere einfache Erklärungen geben - siehe unten

Wie viel LIter sind denn für ein 6-Parteien-Haus realistisch?

Vergleiche machen nur mit Wohnfläche Sinn - siehe unten

Kann es sein, dass bei Gesamtkosten von 2400,-- Euro nur eine
Vorauszahlung von etwa 1800,-- Euro verlangt wird? Im Vorjahr
wurde nur eine Vorauszahlung von 1400,-- verlangt bei Kosten
von etwa 1750,-- Euro.

Die Vorauszahlung soll angemessen sein - ist also i.d.R. aufgrund der bekannten Beträge gemäß zuletzt vorliegender Abrechnung zu berechnen - z.B. in 2007 entspricht die Vorauszahlungshöhe den Kosten gemäß Abrechnung 2006 bzw solange die noch nicht vorliegt sogar nach 2005.
Bei den dramatischen Brennstoffkostenteuerungen der letzten Jahre ist also üblicherweise mit einer mehr oder weniger deftigen Nachzahlung zu rechnen …

Brennstoffmenge/Kosten - für ein genaueres Ausleuchten sind mehr Fakten nötig:
Wird der Brennstoff in Tanks vorgehalten?
Handelt es sich im Beispielfall um Heizöl oder Flüssiggas?
Wird jeweils die im Abrechnungsjahr verbrauchte Brennstoffmenge kostenmäßig umgelegt?
Wurden die Restbestände jeweils zum Ende des Abrechnungszeitraums ermittelt und bewertet (in Euro)?
Oder wird jeweils die im Abrechnungsjahr gelieferte/bezahlte Brennstoffmenge umgelegt?

Evtl. wurde bei der umgelegten Brennstoffmenge und/oder Kosten ein Fehler gemacht, der sich aber über mehrere Abrechnungsperioden hinweg wieder ausgleicht > und genau darauf könnten die Diskrepanzen beruhen.

Eine einfache Gegenrechnung könnte das noch verdeutlichen
allerdings lässt sich mit den bisher genannten Zahlen nichts anfangen
> Brennstoffkosten : Brennstoffmenge = … Euro je Liter
-> ggfs. mal die Beträge nennen
-> auf was beziehen sich die genannten Gesamtkosten? was ist darin enthalten?

durchschnittliche Heizkosten > Heizspiegel: http://www.heizspiegel.de/
(Umrechenwerte beachten! z.B. 1 Ltr Heizöl = 10 kWh)
z.B. (bundesweiter Heizspiegel)
bei Haus mit 251-500m² Wohnfläche, ölbeheizt:
unter 101 bis über 233 kWh/je m²/Jahr
entspricht unter 10,1 bis über 23,3 Ltr/je m²/Jahr
Mittelwert 162kWh = 16,2 Ltr/je m²/Jahr
Also schon je nach Haus/Nutzergewohnheiten eine immense Streubreite …

Hallo,

das kann man ohne nähere Infos schlecht beantworten.

Wie lange wohnen die Mieter schon in der Wohnung? Wie alt ist das Haus? Wie groß ist die Wohnung. Haben immer gleich viele Personen in der Wohnung gelebt?

Da die Ölpreise gestiegen sind, kann es durchaus sein, bei einem ungezügelten Heizverhalten die Heizkosten derart ansteigen. Viele unterschätzen das.

Gruß

Samira

Hallo Rudi,

wir hatten nachweislich von Oktober 2005 bis März 2006 einen relativ sehr kalten Winter und die Heizperiode verlängerte sich je nach Region bis weit in den April/Mai 2006 hinein.

Gruss Günter

Hallo,

muss ein Mieter es hinnehmen, wenn er eine
Heizkostennachzahlung in Höhe von 950,-- Euro bekommt?
Angenommen der Literverbrauch steigt von 3162 Liter auf 8208
LIter im Folgejahr, dann kann doch etwas nicht stimmen oder?

Es könnte durchaus so sein. Allerdings sollten die Mieter den Restbestand Heizöl Ende 2006 prüfen. Oft „verrechnen“ sich VM beim Restbestand. Wenn dann die Mieter den Restbestand ins Verhältnis zum monatlichen Verbrauch setzen und die nächste Heizöllieferung fehlt immer noch, handelt es sich oft um den Versuch, höhere Kosten der Heizölbeschaffung durch angeblich größeren Verbrauch vorzeitig in finanzieller Hinsicht abzudecken.

Bitte auch einmal darauf achten, wie der Preis pro Quadratmeter im gesamten Haus ist. Und natürlich mit dme Vorjahr vergleichen. Werte über 12 € pro Quadratmeter sollten Anlass zur genauen Prüfung aller Unterlagen sein.

Gruss Günter

Ja stimmt - ich hab’s verwechselt - der recht warme Winter war ja 2006/2007.
Rudi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rudi,

allerdings wird man wohl kaum dies bei der Rechnung bemerken, da gleichzeitig die Brennstoffkosten, die Stromkosten und die Mehrwertsteuer gestiegen sind. Ich stelle in der täglichen Beratung fest, dass die Abrechnungen mit Enddatum 30.06.2007 rd. 15 % höher als im kalten Winter 2006 sind. Der Verbrauch ist geringer, aber die Kosten sind bei fast allen Positionen teilweise erheblich gesteigen.

Gruss Günter

wir hatten nachweislich von Oktober 2005 bis März 2006 einen
relativ sehr kalten Winter und die Heizperiode verlängerte
sich je nach Region bis weit in den April/Mai 2006 hinein.

Gruss Günter

Ja stimmt - ich hab’s verwechselt - der recht warme Winter war
ja 2006/2007.
Rudi