Hi,
ich würde das „Problem“ so angehen:
Das Paar schafft sich eine gemeinsame Haushaltskasse an (ob nun als separates reales Konto oder als „imaginäres“ Konto) und begleicht davon die Lebenshaltungskosten. Zu den Lebenshaltungskosten wird dann auch eine marktgerechte Miete gerechnet (denn auch Y hat ja entsprechende Vorteile von der Wohnsituation). In wie weit die Freizeitgestaltung aus dieser Kasse finanziert wird muß schlicht abgesprochen werden. Auch, ob aus dieser Kasse evtl. Rücklagen z.B. für gemeinsame Anschaffungen gebildet werden, muß das Paar klären.
Der Bedarf, der durch diese Kasse entsteht, muß unter den Partnern aufgeteilt werden. Diese Aufteilung sollte sich nach der Leistungsfähigkeit der Partner richten. Wenn Y bei vergleichbarem Einkommen (und dann hälftiger Teilung der Haushaltskasse) nicht bereit ist so viel von ihrem Geld für das Wohnen auszugeben, sollte sie darüber nachdenken eine eigene kleinere Wohnung zu nehmen. Oder X ist ausdrücklich bereit einen „Zusatzobulus“ fürs Wohnen zu zahlen, weil er im Gegensatz zu ihr gesteigerten Wert auf eine großzügige Wohnsituation legt. Wenn man dies deutlich abspricht, kann er später nicht mit Vorwürfen kommen.
Y erhält nun aus dieser Kasse die Miete und muß im Gegenzug wie ein Vermieter wirtschaften. D.h. er trägt z.B. alle Reparaturen am Haus und bedient selbstredend seine Kreditzahlungen daraus.
Vorteil ist, daß sich beide entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit an den gemeinsamen Lebenshaltungskosten beteiligt und nach einer evtl. Trennung keiner dem Anderen irgendwelche Rechnungen präsentieren kann. Beide behalten die Verantwortung für ihr eigenes Einkommen/Vermögen.
Aber wie auch immer X und Y die Geschichte halten, sie sollten sich jetzt einigen. Wenn sich jetzt die Beiden einig sind, kann später keiner behaupten übervorteilt worden zu sein.
Gruß Stefan
es geht hier um keine Rechtsfrage, aber jede Antwort ist schon
eine Hilfe:
Frau x ist zum Partner Y gezogen. Y hat ein Haus, welches er
noch abbezahlt (summa sumarum 300.000 €). Frau und Partner
sind nicht verheiratet und auch noch nicht so lange zusammen.
Frau x hat früher für 2 Personen 50 € im Monat an Strom
gezahlt. Ansonsten eine Miete incl. Wasser von 600 € bei 80 m2
(400 € kalt, 200 € Nebenkosten) geteilt durch zwei.
Nun wohnt Frau X bei Partner Y und weiß nicht, was sie ihm
geben soll. Wasser und Strom sind selbstredend, aber was
noch? „Variable Kosten“ sind z.B. Telefon, Fernsehen etc. Aber
wie sieht es aus mit Miete und Instandhaltung aus? Frau X ist
der Meinung, dass sie mit einer Mietzahlung dem Y das Eigentum
fördert. Andererseits hat Frau X auch in der Mietswohnung
Eigentum gefördert.
Frau X ist sich unsicher, denn der reale Mietpreis (Haus von
240 m2, 800m2 Garten …) liegt nicht in ihrem Budget.
Bisher überweist sie 300 € monatlich auf ein separates Konto.
Parallel zahlt sie Einkäufe, Ausflüge, Essen gehen und
beteiligt sich selbstverständlich am Haushalt. Sollte aber
einmal das Dach kaputt gehen, müßte und wollte sie „passen“.
Herr Y ist der Meinung, er würde „alles zahlen“. Die Beziehung
sei finanziell nicht in der Waage.
Gibt es hierfür irgendwo eine Regelung?
Zwischen X und Y herrscht kein Mietverhältnis. Y ht sich auch
nie konkret zur Summe geäussert (ausser einmal eine utopische
Rechnung von anteilig 1200 € Miete … ;o)
Vielen Dank für die Hilfe!