Stress mit Nachbarn und Drohungen

Hallo an alle,

ich würde gerne wissen, was ihr zur der folgenden Situation tun würdet.

Der Nachbar ist in der Nacht immer laut. Man kann wegen denen nicht gescheit schlafen. Irgendwann wird es doch einen sehr nerven. Man geht runter um sich zu beschweren.

Nachbar reagiert mit Drohungen, dass wenn man nochmal runter geht und klopft, wird irgendwas passieren. Wenn man die Polizei erwehnt wird er beleidigend und droht erneut betont. Er ist sehr aggresiv. Er regelt eher die Sachen mit Gewalt als mit Worten und aus gesundheitlichen Grüden darf man sich der Gewalt nicht stellen.

Sich beim Vermieter zu melden ist klar. Aber ob es was bringt? Dann wird er ja wissen, wer sich da beschwert hat und irgendwann kriegt man ja auch schlechtes Gefühl, wenn man ins Haus rein geht.

Welche Schritte würdet ihr einleiten?
Würde mich auf Antworten freuen.

Gruß

Meine Erfahrung: vergiss es!
Moin-

ich selbst habe so etwas 6 Monate lang (so lange habe ich in der Wohnung auch nur gewohnt) durch gemacht.

Seitenlagen Protokolle über Bedrohungen und Lärmbelästigungen geschrieben, die ich auch dem Vermieter zur Verfügung gestellt und um Unterstützung gebeten habe. Dazu muss man sagen, diese Mieter waren auch bei allen anderen Mietern seit Jahren bekannt als „kriminell“ und „gewalttätig“.

Mein Fazit war nach 6 Monate: ich ziehe aus.

Die Angst, die ich um meine Tochter und mich haben musste, war DAS nicht wert.

In dem von Dir beschriebenen Fall hat der Mieter meines Erachtens auch keine weiteren Möglichkeiten, als den Vermieter einzuschalten und u.U. diesen auch mit Mietkürzungen unter Druck zu setzen, falls er nicht reagiert. Das sollte der Mieter allerdings mal mit dem Mieterverein oder einem unabhängigen Anwalt klären.

Grüße
Demenzia

Sich beim Vermieter zu melden ist klar. Aber ob es was bringt?
Dann wird er ja wissen, wer sich da beschwert hat und
irgendwann kriegt man ja auch schlechtes Gefühl, wenn man ins
Haus rein geht.

…und außerdem…was soll der Vermieter machen. Wenn der „Störer“ einem vernünftigen Gespräch nicht zugänglich ist, ist doch auch der Vermieter machtlos.
Inzwischen sind die Gerichte so mieterfreundlich, daß es schon ein ganz herber Fall sein muss, um einem Mieter deswegen zu kündigen. Da muss der Gestörte schon mal anfangen, nächtens die Polizei zu holen, damit der Vermieter vor Gericht auch nur mal eine Change hat.

Gruß n.

Hallo,

bei nächtlicher Ruhestörung tatsächlich die Polizei (in manchen Städten gibt es dafür eine gesonderte Einheit vom Ordnungsamt)rufen.
Lärmprotokoll führen (am besten auch mit anderen Mitmietern zusammenschliessen) dem VM vorlegen und unter Fristsetzung Abstellung des Mangels fordern, andernfalls Miete mindern.
Hierfür empfiehlt es sich, sich von einem Mieterschutzbund beraten zu lassen.
Ausziehen ist natürlich die defensivste Lösung, wobei man keine Garantie bekommt, dass es im neuen Umfeld keinen Volldeppen mehr geben wird.

Ruhestörung:
/t/naechtliche-ruhestoerung/1574702
http://www.mieterbund.de/906.html
http://www.internetratgeber-recht.de/MietrechtAllgem…
http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/sw_laerm.html

Gruß
Maja

Das Problem ist, es ist nur mit 3 Wohnungen und eine ist nicht bewohnt. Also gibt es keine Unterstützung von anderen Mietern. Beweise werden in Form von Audio-Dateien gemacht. Mit Polizei wird es schwer zu beweisen, dass die grad laut waren und mit Mietsenkung muss noch geklärt werden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Beweise werden in Form von Audio-Dateien gemacht.

Das sollte der Mieter ganz schnell vergessen. Wie will er denn da beweisen, ob nicht ein Mikrofonverstärker verwendet wurde, der das Husten von Flöhen hörbar macht? Oder dass die Aufnahme aus dem Nachbarhaus stammt? Und was ist mit dem Verbot zum Abhören - am Ende machst er sich noch strafbar.
Ohne Zeugen wird das nichts.
Gruß
loderunner (ianal)

Hallo,(nachdem meine erste Antwort gelöscht wurde, hier nochmal in bereinigter Form)

Das Problem ist, es ist nur mit 3 Wohnungen und eine ist nicht
bewohnt. Also gibt es keine Unterstützung von anderen Mietern.
Beweise werden in Form von Audio-Dateien gemacht.

das sollte man besser sein lassen, das könnte als Eingriff in das
Persönlichkeitsrecht gewertet werden. Man darf Personen weder
knipsen, noch audiomäßig aufnehmen, wenn sie dazu nicht eingewilligt
haben. Als Beweise werden solche Aufnahmen regelmäßig nicht
zugelassen.
http://www.juraserv.de/medienrecht/das-allgemeine-pe…
http://dejure.org/gesetze/StGB/201.html

Was man eventuell machen könnte wäre eine Lärmpegelmessung, aber das
ist idR gar nicht notwendig.

Mit Polizei
wird es schwer zu beweisen, dass die grad laut waren und mit
Mietsenkung muss noch geklärt werden.

Man ruft die Polizei, ohne ; den Mieter vorher
gebeten zu haben leiser zu sein. Oder ist der M. nur kurz sehr laut?

Ich empfehle nochmal den Gang zu einem Mieterschutzbund.

Gruß
Maja