Hallo
Son Quatsch!! Wenn man das liebste auf der Welt, das
wertvollste im Leben fast verlohren hat, dann dreht man völlig
durch.
Das ist doch klar!
das ist DIR klar, mir aber - zumindest in dieser Ausprägung - nicht.
Der Mann muss panische Angst davor haben, dass jeder Tag der
letze seiner geliebten Frau sein kann! NATÜRLICH ist er total
paranoid! Natürlich ist er agressiv, weil er verzeifelt
versucht das wertvollste in seinem Leben zu schützen!!
Ich würde eher versuchen, meine Frau zur Teilnahme am Leben anzuregen, als sie vor selbigem zu schützen. Und ganz gewiss wäre ich nicht aggressiv den Nachbarn gegenüber. Alles immer unter der Voraussetzung, dass der Nachbar sich wirklich an die üblichen Regeln hält.
Wer das
nicht verstehen kann, der kann mir nur leid tun!
Na, da werde ich Dir wohl leid tun müssen. Wobei ich natürlich ein gewisses Verständnis für das Verhalten habe, es aber dennoch nicht gut heißen kann. Weder für den Mann noch seine Frau noch seinen Nachbarn.
Man kann vom jungen Nachbarn nicht verlangen aufhören zu Leben
und Geräusche zu machen. das ist klar. Aber ich würde dem
jungen und gesunden Nachbarn gerne Denkanstöße geben, sich mit
dem alten Herren zu unterhalten und zu versuchen ihn zu
unterstützen wie es eben möglich ist!
Auch eine Unterhaltung
kann dem alten Mann gut tun und vielleicht seine Angst
kurzzeitig nehmen oder einfach für kurze Zeit ablenken.
Das ist alles schön und gut, nur ist der Nachbar nicht der Therapeut des Mannes. In dem Moment, in dem der Leidensdruck für den Nachbarn wächst, ist für ihn der Selbstschutz vorrangig. Ständige Auseinandersetzungen mit den Forderungen des Mannes sind dann eher nicht angeraten. Wohlgemerkt: Ich habe nicht gesagt, dass er nicht mit dem Nachbarn sprechen soll. Nur darf er nicht ständig den Wünschen des Mannes nachgeben. Denn das führt zu Spannungen und sozialem Stress. Es muss klar sein, dass Rücksichtnahme auf Gegenseitigkeit beruht.
Vielleicht tut es auch der Sehle des jungen
Nachbarn gut, mal jemanden zu helfen ohne etwas dafür zurück
zu bekommen 
ich denke, Du siehst das hauptsächlich aus der Sicht des Mannes und mit Gewicht auf seiner emotionalen Lage. Ich sehe es mehr aus der Sicht des Fragestellers und überlege logisch was in der Situation der beste Verhaltenskompromiss ist. Insofern ist das gar nicht schlecht, dass hier beide Sichtweisen zusammentreffen.
Gruß, Niels