Restmüll mithilfe amtl. Müllsäcke abführen

Hallo,

ist es möglich aus dem Müllsystem in einem Miethaus (zB. 2 Häuser mit ca. 20 Parteien teilen sich mehrere Restmülltonnen) auszusteigen indem man den Restmüll selber über amtliche Müllsäcke abführt?
Laut Abfallsentsorgungsbetrieb ist dies möglich solange eine Restmülltonne vorhanden ist.

Wenn die restlichen Parteien übermäßig viel Müll erzeugen oder diesen nicht trennen oder aber auch Sperrmüll in den Hof abstellen müssen ja ansonsten die anderen diese Kosten mittragen.

Das ganze hört sich kompliziert an aber würde dazu führen dass für den jeweiligen Mieter der seinen Müll selber abführt sich alles extrem vereinfacht und zudem auch die Kosten rapide sinken.
Gelbe Säcke werden ja kostenlos abgeholt und für den Papiermüll gibt es ja öffentliche Container.

Gruß Martin

Moin, Martin,

der Mieter hat keine Möglichkeit, aus der gemeinsamen Müllentsorgung auszusteigen.

Laut Abfallsentsorgungsbetrieb ist dies möglich solange eine
Restmülltonne vorhanden ist.

Das ist falsch verstanden worden. Wo der Müll abgeholt wird, werden auch beliebig viele privat bezahlte Säcke mitgenommen.

… müssen ja ansonsten die anderen diese Kosten mittragen.

Das ist so und das bleibt so.

Gruß Ralf

Ist dies gesetzlich festgelegt? Ist es auch in jedem Fall untersagt eine eigene Tonne zu beantragen?
Wenn die Müllkosten durch falsche Entsorgung anderer Hausbewohner doppelt so hoch sind wie eigentlich nötig müsste man doch irgendeine Chance haben das Ganze anders abzurechnen?

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Moin, Martin,

Ist dies gesetzlich festgelegt?

nein, sondern durch Mietverträge.

Ist es auch in jedem Fall
untersagt eine eigene Tonne zu beantragen?

Untersagt nicht, aber schwierig, die Stadtwerke machen meist nicht mit. Außerdem: Die Mülltonne müsste ja dann versteckt werden, und sie in der Wohnung aufzubewahren - na ja. Dagegen könnte sich der Vermieter sträuben.

Wenn die Müllkosten durch falsche Entsorgung anderer
Hausbewohner doppelt so hoch sind wie eigentlich nötig müsste
man doch irgendeine Chance haben das Ganze anders abzurechnen?

Doppelt so hoch? Da macht sich jemand falsche Hoffnungen.

Vertragspartner des Müllentsorgers ist nun mal der Hausbesitzer, nicht der einzelne Mieter. Ärger folgt daraus fast zwangsläufig, der ließe sich nur beheben, wenn der Blockwart mit dem Rohrstock neben den Mülltonnen stünde. In manchen Gemeinden wird das durch den Einsatz von verschließbaren Einzeltonnen gemildert.

Gruß Ralf

Ist es auch in jedem Fall
untersagt eine eigene Tonne zu beantragen?

Untersagt nicht, aber schwierig, die Stadtwerke machen meist
nicht mit. Außerdem: Die Mülltonne müsste ja dann versteckt
werden, und sie in der Wohnung aufzubewahren - na ja. Dagegen
könnte sich der Vermieter sträuben.

Zumindest hier in Darmstadt kann man für 4,40€ pro Stück Graue Müllsäcke erwerben die auf jeden Fall mitgenommen werden.

Wenn man natürlich von der Hausverwaltung abhängig ist kann man natürlich nur auf deren Verständniss hoffen, ist aber unwahrscheinlich da ja dann in der Nebenkostenabrechnung die anderen Mieter sehen würden dass jemand nicht für den Müll mitzahlt und bestimmt nachfragen werden.

Naja war nur so ne Idee, trotzdem vielen Dank!