Hallo,
nachdem ich über die Suche nicht fündig wurde hier ne eigene Anfrage.
Man stelle sich folgendes vor: Eine Frau mit 3 Kindern zieht von Ihrem Ex weg und zwar aus gutem Grunde und ist deshalb froh eine Wohnung zu bekommen, die auch nicht so gründlich wie vielleicht notwendig in Augenschein genommen wird. In der Wohnung befindet sich die Küche des Vormieters, ein Sofa, ein Trockner und diverse andere Kleinteile.
Laut Vermieter können diese Dinge mitgenutzt werden. Wegen der Küche soll mit dem Vormieter telefoniert werden. Dieser möchte allerdings mündlich 400 Euro, welche aber nie bezahlt werden. Eine Begehung mit dem Vermieter erfolgt nicht und vermutlich gibt es auch kein Übergabeprotokoll. Die Wohnung ist in einem nicht gerade neuwertigen Zustand und eine Kaution wird nicht gezahlt.
Soviel zur Vorgeschichte. Nun angenommen die Frau heiratet und da der Vermieter mehrfach betont in der Wohnung nichts machen zu wollen (z.B.: Einbau neuer Fenster, da selbst bei geschlossenen Fenstern die Vorhänge flattern, sprich es zieht überall rein und ist kalt) entschließt man sich zum gemeinsamen Auszug. Die Kündigungsfrist wird dabei eingehalten und da der Vermieter sich nicht meldet (obwohl er jeden Tag seine Mutter im Haus besucht) schmeißt man die Schlüssel im Beisein von Zeugen in den Briefkasten des Vermieters und es erfolgt keine Abnahme der Wohnung.
Nun könnte es passieren das 4 Wochen später ein Schreiben eines Anwalts kommt, in welchem folgendes gefordert und behauptet wird:
- Der Ehemann wurde durch Einzug und Meldung in der Wohnung Mitmieter
- Die Wohnung sei in einem dreckigen und verwahrlosten Zustand
- Es wurden Gegenstände in der Wohnung zurück gelassen (unter
anderem Trockner und Sofa) - Beschädigung einer Tür sowie Flecken im Teppich
- Es wird die Frage nach der Küche gestellt
Die ehemalige Mieterin bekommt eine Frist von einer Woche gesetzt die Mängel zu beseitigen und da aus oben genannten Gründen eine Vermietung nicht möglich sei wird mit weiteren Forderungen gedroht.
Nun stellen sich folgende Fragen:
Wird der Ehemann wirklich Mieter? Wer ist beweispflichtig was den Zustand der Wohnung angeht, da ja kein Abnahmeprotokoll besteht? Wem gehört die Küche und konnte aus diesen Gründen wirklich nicht weiter vermietet werden.
Hintergrundinfos:
Ein Makler war mit der Vermietung beauftragt. Es gab 3 Besichtigungstermine. Der letzte 5 Wochen vor Auszug. Ein weiterer wurde wegen Krankheit der Maklerin kurzfristig abgesagt und dann kam nichts mehr.
Ist etwas lang geworden, aber kommt irgendwie einiges zusammen. Bin für Meinungen dankbar.